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Sprengel Museum

Kurt Schwitters Platz
30169 Hannover
Tel. 0511 - 168 438 75; Fax 0511 - 168 450 93
Di 10 - 20 Uhr, Mi bis So 10 - 18 Uhr, Mo geschlossen
www.sprengel-museum.de
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition

 

10.02. - 25.05. 2008

Helen Levitt

»Spectrum« Internationaler Preis für Fotografie der Stiftung Niedersachsen 2008

 

Einmalig in Europa zeigt das Sprengel Museum Hannover anlässlich der Auszeichnung mit dem »Spectrum« Preis 2008 die bisher umfangreichste Werkschau der großen amerikanischen Fotografin Helen Levitt (*1913). Damit wird eine Künstlerin geehrt, der in der Geschichte der Street Photography eine besondere Rolle zukommt.

 

Helen Levitt fotografiert nahezu ausschließlich in den ihr vertrauten Straßenzügen der Lower East Side und der Bronx, in Harlem und Brooklyn. Was sie interessiert, ist das alltägliche Schauspiel des Miteinanders: Kinder, Frauen und Männer, Junge und Alte, die unterwegs sind, sich begegnen, beieinander stehen, miteinander lachen oder sich streiten. Der scheinbaren Unsichtbarkeit der Fotografin und ihrer Aufmerksamkeit für Details und Nuancen entspringen Bilder von ebenso intensiver wie sensibler Rhythmik. Angeregt durch das Werk von Henri Cartier-Bresson und Walker Evans entwickelte Helen Levitt Ende der 1930er Jahre einen eigenen, unverwechselbaren fotografischen Stil von unsentimentaler Poesie.

 

Die Ausstellung im Sprengel Museum Hannover umfasst ca. 400 Werke, darunter die frühen, 1936 im Cen-tral Park und Umgebung entstandenen Aufnahmen, Arbeiten aus dem Motivkreis der Graffiti und die 1941 in Mexiko entstandenen Fotografien. Das frühe wie spätere New Yorker Schaffen wird ebenso zu sehen sein wie der Film "In the Street" (1944-52), der in Zusammenarbeit mit James Agee und Janice Loeb entstand und als eine der Inkunabeln des frühen experimentellen Kinos gilt.

 

Der »Spectrum« Internationaler Preis für Fotografie der Stiftung Niedersachsen ging bisher an Robert Adams (1995), Thomas Struth (1997), John Baldessari (1999), Sophie Calle (2002) und Martha Rosler (2005).

 

Der Jury für die Preisvergabe 2008 gehörten an: Dr. Ludger Derenthal / Berlin, Emma Dexter / London,

Dr. Hripsimé Visser / Amsterdam, Dr. Dominik von König und Inka Schube / Hannover.

 

Pressekonferenz am Freitag, 8. Februar 2008, um 11 Uhr, im Sprengel Museum Hannover.

Es sprechen:

Prof. Dr. Ulrich Krempel, Sprengel Museum Hannover

Dr. Matthias Dreyer, Stiftung Niedersachsen

Inka Schube, Kuratorin Sprengel Museum Hannover

Marvin Hoshino, Assistent von Helen Levitt

 

Eröffnung der Ausstellung und Überreichnung des Preises an Marvin Hoshino, Assistent von Helen Levitt,: Sonntag, 10. Februar 2008, 11.15 Uhr.

 

 

 

17.02. - 12.05. 2008

Expedition ins Tierreich

 

Tiere gibt es seit jeher in der Kunst, von den Höhlenmalereien bis zu zeitgenössischen Positionen. Mythen und Märchen sind untrennbar mit Tieren verbunden. Der böse Wolf oder der gestiefelte Kater haben ebenso unsere Vorstellungen und Bilder von Tieren geprägt wie die populären Bildergeschichten des Dschungelbuches, von Bambi oder Micky Maus. Im Bewusstsein von Kindern ist das Fabel- und Märchenhafte zwischen Tier und Mensch, das in diesen Geschichten seinen Ausdruck findet, noch lebendig, was nicht zuletzt die große Produktion von Stofftieren zeigt. Das Tier ist Freund und Begleiter des Menschen, aber auch ­ und das zeigen vielfach Darstellungen in der Kunst ­ Vergleich und Maßstab für das Menschsein. Da Tiere bzw. Tierdarstellungen die Motivwelt und die Emotionalität von Kindern ansprechen, richtet sich die Ausstellung vor allem an sie.

 

Die Ausstellung ist eine Expedition zu und mit den Tierdarstellungen aus der Sammlung des Sprengel Museum Hannover. Zu entdecken gibt es den komischen Vogel Schako von Kurt Schwitters, einen Drachen von Niki de Saint Phalle, Pferde von Marino Marini und eine Fledermaus von Germaine Richier. Phantastische Tiergestalten zeigen die Arbeiten des Kölner Künstlers Thomas Grünfeld, ein Bär wird geküsst in der Videoprojektion der Schweizer Künstlerin Zilla Leutenegger und einen Schwarm von Elstern präsentieren die Arbeiten von Philip Zaiser.

 

Neben der Präsentation der Kunstwerke bietet ein weiterer Bereich Kindern den Raum und die Möglichkeit für eigenes Phantasieren, Erzählen und Erfinden. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.

 

Die Ausstellung "Expedition ins Tierreich" wird gefördert durch die VGH-Stiftung.

 

Pressekonferenz l

Freitag, 15. Februar 2008, um 11 Uhr, im Sprengel Museum Hannover.

Eröffnung der Ausstellung: Sonntag, 17 Februar 2008, 11.15 Uhr.

 

 

 

 

09.04. - 29.06. 2008

1923. Mappen der Kestner-Gesellschaft

(Kaus, Lissitzky, Moholy-Nagy, Schmidt-Rottluff und Schwichtenberg)

 

Das Jahr 1923 war ein besonderes Jahr für Hannover und für die wenige Jahre vorher neu gegründete Kestner-Gesellschaft. Unter der Leitung des neuen Direktors Eckart von Sydow erhielt El Lissitzky eine erste Ausstellung und, da sich seine Werke während der Ausstellung besonders gut verkauften, den Auftrag, eine Mappe mit Lithografien als Jahresgabe für die Mitglieder zu entwerfen.

 

Diese Proun-Mappe sollte dazu dienen, die leeren Kassen der Kestner-Gesellschaft zu füllen. Im gleichen Jahr wurden noch 5 weitere Mappen von Karl Schmidt-Rottluff, Max Kaus, Martel Schwichtenberg, Willy Robert Huth und Laszlo Moholy-Nagy als Jahresgaben aufgelegt. Eine siebte Mappe von Oskar Schlemmer war in Vorbereitung, wurde jedoch wegen des Weggangs von Eckart von Sydow nicht mehr realisiert. Noch 1923 schuf El Lissitzky im Auftrag der Druckerei Leunis & Chapman in Hannover, die die anderen Kestner-Mappen gedruckt hatten, eine weitere Mappe mit 10 Figurinen zur elektro-mechanischen Schau Sieg über die Sonne, eine Oper von Alexander Krutschonjch.

 

Pressekonferenz 8. April 2008, 11 Uhr, im Sprengel Museum Hannover.

Eröffnung der Ausstellung: Dienstag, 8. April 2008, 18.30 Uhr.

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

am 13. April 2008 werden die Ausstellungen "Ana Torfs. ANATOMY, 2006" und "Jochen Lempert in der Sammlung Wilde" eröffnet, die bis zum 7. September 2008 zu sehen sein werden

 

Zur Pressekonferenz laden wir Sie herzlich ein am

11. April 2008, 11 Uhr, im Sprengel Museum Hannover.

Eröffnung der Ausstellung: Sonntag, 13. April 2008, 11.15 Uhr.

 

 

 

13.04.- 07.09. 2008

Ana Torfs

ANATOMY, 2008

 

Die belgische Künstlerin Ana Torfs setzt sich in ihren Arbeiten oftmals mit Gegebenheiten des westlichen kulturellen Gedächtnisses auseinander. Dabei spielt die Verbindung zwischen Text und Abbildung, zwischen Lesen und Visualisieren eine zentrale Rolle.

Während ihres DAAD-Stipendienaufenthalts 2005-2006 beschäftigte sich Ana Torfs im Freiburger Militärarchiv mit der "Strafsache wegen Ermordung von Dr. Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg vor dem Feldkriegsgericht des Garde-Kavallerie-(Schützen)-Korps im Großen Schwurgerichtssaal des Kriminalgerichts in Berlin", die im Mai 1919 geführt wurde. Das Ergebnis ist ANATOMY, eine Installation, die großflächige Diaprojektionen mit Videobildern auf zwei Monitoren verschränkt.

 

 

13.04. - 07.09. 2008

Jochen Lempert in der Sammlung Wilde

 

Die Sammlung Ann und Jürgen Wilde hat nach Heidi Specker, Vibeke Tandberg und Christopher Muller den  in Hamburg lebenden Künstler Jochen Lempert (* 1958) eingeladen, eine Ausstellung einzurichten, die den Versuch unternimmt, die eigene künstlerische Position innerhalb dieser Sammlung zu bestimmen.

Jochen Lempert studierte Biologie und experimentierte mit dem Medium Film, bevor er sich der Fotografie zuwandte. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung und Domestizierung des Animalischen. Der Künstler tritt in der Rolle des Archivars und Phänomenologen. Dabei entwickelt seine Bildwelt in der unprätentiösen Materialität und Präsentation der fotografischen Papiere einen starken poetischen Sog. Formenkorrespondenzen eröffnen ein weites Feld an entwicklungsgeschichtlichen und kulturhistorischen Bezügen. Für die Ausstellung bindet Jochen Lempert Arbeiten von Friedrich Seidenstücker, Duane Michals, Albert Renger-Patzsch und anderen in den eigenen Bildkosmos ein.


 


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