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Galerie Netuschil

Schleiermacherstraße 8
64283 Darmstadt
Tel. 06151 - 249 39, Fax 06151 - 295 280
Di - Fr 14.30 - 19 Uhr, Sa 10 - 14 Uhr und nach Vereinbarung
galerie.netuschil@t-online.de
aktuelle Ausstellung / current exhibition
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition

 

09.10. - 19.11. 2005

Stadt - Land - Fluss, Teil 3

Thema: Fluss

Malerei, Plastik, Druckgraphik, Objekt

Beteiligte Künstler:

Bruno Feger, Butzbach; Ronald Franke, Köln; Thomas Heger, Stuttgart; Ute Hoffritz, Berlin; Sigrid Nienstedt, Köln; Salomé, Berlin; Ansgar Skiba, Düsseldorf; Sonja Weber, München; Willi Weiner, Stuttgart; Rudi Weiss, Aidlingen; Andreas Welzenbach, Tübingen; Gerd Winter, Rossdorf.

 

Thomas Heger, Rheinfall, Seifenobjekt, 2005, 7,5 x 4,5 x 3,8 cm

 

 

Ansgar Skiba, Welle, Öl/Leinwand, 1997, 130 x 160 cm

 

 

 

Rudi Weiss, London"(Themse), Öl/Leinwand, 2004, 120 x 140 cm

 

 

"Alles fließt"

"Mythos und Naturgewalt Wasser", der Titel, den die Ausstellungsmacher ihrer jüngst zu Ende gegangenen Ausstellung in der Münchner Kunsthalle der Hypo-Kultur-Stiftung gegeben haben, könnte auch über der Ausstellung "Fluss" stehen, die als dritter und letzter Teil der über drei Jahre laufenden Ausstellungsreihe "Stadt - Land - Fluss" der Galerie Netuschil zu sehen ist.

Im Zentrum steht das Element Wasser als Gegensatz zum festen Land mit seiner elementaren Urkraft und Verspieltheit, mit seiner Zerstörungswut und seinem meditativen, stillen Fließen.

Flüsse verbinden Meere, durchkreuzen Länder, an Flüssen werden Städte gebaut, Flüsse sind Verkehrswege und Orte des heiteren Aufenthalts, des Badens und Schwimmens. Mensch und Wasser sind ein großes Thema: Das Wasser ist die Quelle des Lebens, eine göttliche Macht und eine Macht der Natur!

Der Mensch macht sich das Wasser untertan, kanalisiert und baut Staudämme, legt künstliche Wasserstraßen an und nutzt es für Wasserfreuden. Was wäre das Barock ohne Wasserspiele und was die Menschheit und die Artenvielfalt ohne Noahs Arche! Und dennoch lässt sich das Wasser nicht vollständig in den Griff menschlicher Beherrschbarkeit binden, es bleibt ein Elixier der Sehnsucht und gleichzeitig eine todbringende Gefahr mit Sintfluten und Schiffbrüchen, mit Hurrikanen und Tsumanis, mit Flussübertretungen und Überschwemmungen. Wasser ist lebensnotwendig für Mensch und Natur und hat mythische Kraft als Element der sakralen Reinigung.

Die Ausstellung will auf all die vielfältigen Aspekte des Elements Wasser hinweisen und mit dem spezifischen Thema "Fluss" das Wesen der totalen Beweglichkeit, des Fließens, des blauen Rauschens in der Welt mit Arbeiten von 12 zeitgenössischen Künstlern Bruno Feger, Ronald Franke, Thomas Heger, Ute Hoffritz, Sigrid Nienstedt, Salomé, Ansgar Skiba, Sonja Weber, Willi Weiner, Rudi Weiss, Andreas Welzenbach, und Gerd Winter anschaulich dokumentieren.

Zu abstrakten Formulierungen kommt der Maler Gerd Winter mit seinem Diptychon "Bridge over troubled water", Rudi Weiss sieht seine Flussläufe im Kontext der großen Landschaft; Sonja Weber webt aufwendige Flusslandschaften im Jacquard grau-, blau- und silberfarbig, Ansgar Skiba stellt höchst malerisch, überbordend Wasserwellen dar, Salomé ist mit einem wildbewegten "Schwimmerbild" vertreten, Sigrid Nienstedts Flussläufe haben immer die Qualität des magischen, farbverfremdet führt sie den Betrachter in andere Welten.

Ronald Franke stilisiert seine Flüsse und - in Erinnerung an Häfen, Städte und Mündungen - verfremdet er sie mit großer Geste. Die Bildhauerei ist bei dem flüchtigen Thema gleich fünfmal vertreten: Bruno Fegers Schriftzug wird selbst zum Fluss, zum fließenden Wort an der Wand, Thomas Heger sammelt, sucht und arbeitet mit alten und neuen Seifenstücken aus der ganzen Welt. Darin entstehen Flusslandschaften der besonderen Art, Ute Hoffritz beschäftigt sich immer wieder in ihren Betonplastiken mit Fluss, Wasser und Meer und lässt ihre Arbeiten zu Installationen werden. Stahl und Farbe dominieren bei den Skulpturen von Willi Weiner - seine Flussläufe sind plastische Gebilde! Holz und Farbe sind die Materialien von Andreas Welzenbach, der kuriose und katastrophale Fluss-Begebenheiten dreidimensional verbildlicht.

Auf differenzierte und sehr unterschiedliche Weise nähern sich die bildenden Künstler dem Thema "Fluss" und reflektieren - wie in den beiden vorangegangenen Ausstellungen - den elementaren Bezug des Menschen zur Welt. Das Heraklit'sche "panta rhei" trifft auf Welt und Mensch aber in besonderem Maße auf das Thema "Fluss" in der Galerie Netuschil zu: Alles fließt!

Ausstellungseröffnung: Sonntag, 9. Oktober 2005 um 11 Uhr

Viele der beteiligten Künstler haben ihr Kommen zugesagt!

Es spricht Claus K. Netuschil

Parallelveranstaltungen, wie Lesungen und Führungen, teilen wir gesondert mit.

Öffnungszeiten:

Di - Fr 14.30 bis 19.00 Uhr, Sa 10.00 bis 14.00 Uh


 

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