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Galerie Netuschil

Schleiermacherstraße 8
64283 Darmstadt
Tel. 06151 - 249 39, Fax 06151 - 295 280
Di - Fr 14.30-19 Uhr, Sa 10-14 Uhr und nach Vereinbarung
galerie.netuschil@t-online.de
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition

 

21.03. - 30.04. 2010

Aachener Künstlerinnen und Künstler zu Gast in Darmstadt

Malerei und Plastik, Objekt und Fotografie

Sascha Berretz, Robert Bischof, Eugenie Bongs-Beer, Albert Borchardt,
Claudia Breuer, Oliver Czarnetta, Hubert Heinrich, Helge Hommes, Jupp
Linssen, Sigrid von Lintig, Joost Meyer, Johanna Roderburg, Kai Savelsberg, Emil Sorge und Petra Deta Weidemann.

 

 

Helge Hommes, Into the trees, Öl/Leinwand, 2010, 160 x 115 cm

 

Oliver Czarnetta, Kopf (Serie Spektrum), Epoxidharz, 2009

 

 

Sigrid von Lintig, Ich, Acryl/Leinwand, 2009, 30 x 40 cm

 

 

Aachen in Darmstadt

15 künstlerische Positionen der Gegenwart

Am Sonntag, 21. März um 11 Uhr eröffnet die Galerie Netuschil in Darmstadt
eine Ausstellung mit 15 KünstlerInnen aus Aachen eröffnet. Zur Eröffnung der
Ausstellung sprechen Dr. Peter Joch, Kunsthalle Darmstadt, der vor seiner
Tätigkeit an der Kunsthalle in Darmstadt im Forum Ludwig in Aachen tätig war
und der Galerist Claus K. Netuschil.

Aachen, die westlichste Großstadt in Deutschland, ist im Nachruhm und in
ihrer Gegenwärtigkeit die Stadt Karls des Großen! Er versammelte Gelehrte
aus ganz Europa um sich und machte seine Lieblingspfalz zum Schauplatz eines
lebendigen geistig-künstlerischen Lebens.

Im Spannungsfeld von Tradition und Fortschritt, von Wissenschaft und Kultur
hat sich eine lebendige Kunstszene in Aachen etabliert, die nun in einer
Auswahl von 15 künstlerischen Positionen in der Galerie Netuschil die
Unterschiedlichkeit und Vielfältigkeit dokumentiert.

Neben den musealen Räumen, dem Ludwig-Forum, dem Suermondt-Ludwig-Museum,
dem Couven-Museum, der Domschatzkammer und, für die aktuelle Kunst, der Neue
Aachener Kunstverein und neben der Aachener Fachhochschule, als Studienort
für den Nachwuchs, die Galerien, vor allem die Galerie Freitag 18.30, die
die jüngere Kunstszene Aachen vertritt, den Atelierhäusern und
Künstlergruppen, sind es vor allem die sehr eigenständigen Künstler und
ihrer Werke, die zur Lebendigkeit einer aktuellen lokalen Kunstszene
beiragen.

Folgende KünstlerInnen sind an der Ausstellung beteiligt:

Sascha Berretz (geb. 1973)
baut seine Bilder vielschichtig auf und bleibt innerhalb einer eng
begrenzten Farbskala. Architektur ist sein Thema, die Architektur des
Bauhauses, vor allem die Häuser Mies van der Rohes. Von der Architektur
kommt er zur Abstraktion der Geometrie!

Robert Bischofs (geb. 1971)
kleine Figuren erzählen vom alltäglichen menschlichen Leben. Bühnenhaft
verbildlicht er kuriose Geschichten in seinen Szenerien aus Blei, Zinn und
Beton. Seine Figuren und Figurengruppen leben dabei aus höchst lebhafter
Gebärde und werden zu Sinnzeichen.

Eugenie Bongs-Beer (geb. 1946)
ist eine klassische Bildhauerin, die von ihrem Studium her künstlerisch
zwischen Bobek und Beuys angesiedelt ist. Kubisch-prismatisch abstrahiert
sie ihre Figuren. Porträt und Torso sind die Themen. Präsenz und
Erdenschwere zeichnen ihre Figuren, die Hausgötter oder die Gaia-Variationen
aus.

Albert Borchardt (geb. 1961)
ist Landschaftsmaler, der in scheinbar unendlicher Reihung den Strukturen
der Landschaft nachspürt: Erde, Berge, Himmel. Mit breitem Pinsel und
kraftvoller Farbfläche gestaltet er seriell überwiegend kleinformatigen
Bilder: Abstraktionen der Landschaft.

Claudia Breuers (geb. 1970)
Kunst ist installativ angelegt: Sie fotografiert und fertigt surreale
Objekte. Wichtigstes >Material" für ihre Arbeiten sind Insekten, Vögel,
Frösche und Mäuse, die sie vermenschlicht, ihnen Bekleidung häkelt und in
irreale Räume setzt.

Oliver Czarnetta (geb. 1966)
ist ein Bildhauer, für den Innenraum als Außenraum künstlerisch von
Interesse ist. Seine Themen sind Kopf und Architektur; sein Material sind
Epoxidharz und Beton. Die transparenten Köpfe seiner Spektrum-Serie öffnen
den >Denkraum", geben ihn frei zur Besichtigung und regen den Betrachter zum
Weiterdenken an.

Hubert Heinrich (geb. 1960)
hat nach Ausflügen ins Design und der künstlerischen Auseinandersetzung mit
konstruktiver Gestaltung wieder zurück zur Malerei gefunden.
Außergewöhnliche Architekturen, Fassaden und Spiegelungen faszinieren ihn .
Für die malerische Umsetzung hat er eine besondere Collage-Technik
entwickelt.

Helge Hommes (geb. 1964)
hat schon lange das Thema Baum für sich und seine Malerei entdeckt. In
unendlichen Varianten setzt er Stamm, Geäst und Rinde malerisch um, in
kleinen Formaten, vor allem aber in wandfüllenden großformatigen Bildern.
Die Baumsilhouetten haben Kraft und Größe und sind sein Beitrag zur
Auseinandersetzung mit dem Thema Natur.

Jupp Linssen (geb. 1957)
ist als Maler ein Materialarbeiter. Seine sinnlich-haptischen Bilder sind
Materialcollagen, die aus vielen, z.T. gespachtelten Farbschichten, aus Holz
und Blech bestehen und verlassen die Bildfläche um zum Relief und Objekt zu
werden.

Sigrid von Lintigs (geb. 1965)
Themen sind Architektur, Stillleben und Figuration. Ihre Bilder, präzise
gemalt, leben aber aus einer bewusst angewandten Unschärfe der Darstellung.
In der Ausstellung sind kleine Figurenbilder zu sehen, Menschen am Tisch, in
der Landschaft, beim Sport und beim Spiel: Familienbilder!

Joost Meyer (geb. 1976)
ist ein Bildhauer, der sich besonders der Thematik der Tiergestalt
verschrieben hat. Bronze, Gips und Draht sind seine Materialien, die er
klassisch oder installativ einsetzt, wie beim schwebenden >Hammerhai", der
in Darmstadt zu sehen sein wird.

Johanna Roderburg (geb. 1956)
findet Vorlagen für ihre Bilder in aktuellen Pressefotos, die tagtäglich
politisches Zeitgeschehen illustrieren. Sie hinterfragt kritisch den
Bildjournalismus und transformiert das Geschehen in mehrteilige Bilder,
denen sie geometrische Elemente als Irritation des Bildgeschehens hinzufügt.

Kai Savelsberg (geb. 1975)
ist ein Maler, der seine Figuren in Räume oder Landschaften integriert. Die
hintergründigen, sehr differenziert und fein gemalten, meist weiblichen
Figuren stehen im Gegensatz zu den flächig und pastos gemalten und
aufgegliederten Raumsituationen.

Emil Sorge (geb. 1957)
verbindet in seinen Arbeiten Malerei mit druckgraphischen Elementen und
lässt sie so zu Objekten werden. Druckbare Holzstöcke werden Bildträger mit
Reliefcharakter. Daneben entsteht ein höchst poetisches malerisches Werk auf
Leinwand und Papier.

Petra Deta Weidemann (geb. 1968)
steht ebenso mit ihrem Werk zwischen Malerei und Skulptur. Für ihre
Wandobjekte setzt sie Beton, Holz, Stoff und Farbe ein und schafft Reliefs
von hohem ästhetischen Reiz. Figuren unterbrechen nur sporadisch die strenge
Geometrie der Architektur.

 

Aachen und Darmstadt: Beides so genannte "Wissenschaftsstädte"! Aachen
besitzt den Status der Weltkulturerbe-Stadt. Darmstadt kämpft noch um diesen
Titel. Orte der Kunst sind beide! Aachen in Darmstadt: Ein spannungsreicher
Bogen, der Anregung und Auseinandersetzung mit der Kunstszene der Karlsstadt
in die hessische Kunstmetropole bringen soll.

 

 

Eröffnung:

Sonntag, 21. März 2010 um 11 Uhr.
Es sprechen Dr. Peter Joch, Kunsthalle Darmstadt
und Claus K. Netuschil.

Viele der beteiligten KünstlerInnen haben ihr Kommen zur Eröffnung zugesagt.

 

Führung durch die Ausstellung:

Am 16. April 2010 um 19.00 Uhr mit Claus K. Netuschil

 

Öffnungszeiten: Di-Fr 14.30-19 Uhr, Sa 10-14 Uhr

 

 

 

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