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Dina4 Projekte
13.01. - 28.01. Schwarz war immer die Farbe der anderen
Nusser & Baumgart Contemporary
03.02. - 17.03. The Uncanny
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Alte Pinakothek
17.03. - 15.01. Schätze aus dem Depot
13.10. - 15.01 Perugino - Raffaels MeisterHaus der Kunst
30.11. - 01.04. Why I Never Became a Dancer;
03.02. - 13.05. Wilhelm Sasnal
kunstraum muenchen
bis 12.02. bankleer - Reality StateLenbachhaus
03.12. - 04.03. Egon Schiele. Das unrettbare Ich
31.03. -15.07. Marcel Duchamp in Münchenlothringer dreizehn
18.11. - 22.01. Daniel KnorrNeue Pinakothek
10.06. - 05.09. Arnulf RainerOsram Art Projects
09.11. - 15.05. Herlinde KoelblPinakothek der Moderne
27.11. - 26.02. Sabine Hornig
13.01. - 18.03. Uunplugged. Mirko Borsche. Design works!
16.10.2011. Jan Linnartz und Max Mayer
Links und Adressen
Sammlung Goetz
Kunstverein München
Sommer 2011 Cathy Wilkeshttp://www.museen-in-muenchen.de
Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
Museum Brandhorst
Forschungsprojekt
Die staatlichen und städtischen Museen in München starten zum 1. Juni 2009 ein von der Arbeitsstelle für Provenienzrecherche/-forschung in Berlin bundesweit erstmalig gefördertes Kooperationsprojekt mit dem Thema:
Das Schicksal jüdischer Kunstsammler und Händler in München 1933-1945.Das Projekt wird bearbeitet von Dr. Vanessa-Maria Voigt, Autorin des Buches über die Sammlung Sprengel von 1934 bis 1945, zuletzt für die Stadt Hannover tätig, und Horst Kessler M.A., bekannt als Autor über Karl Haberstock und Provenienzforscher für die Kunstsammlungen und Museen der Stadt Augsburg. Die Projektleitung liegt bei Dr. Andrea Bambi, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Dr. Irene Netta, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Bernhard Purin, Direktor des Jüdischen Museums. Das Forschungsprojekt ist für voraussichtlich drei Jahre angelegt.
Im Winter 1938/39 beschlagnahmte die Geheime Staatspolizei München im Rahmen der so genannten »Judenaktion« Kunstwerke aus jüdischem Privatbesitz. Diese wurden zunächst im Bayerischen Nationalmuseum und im Münchner Stadtmuseum deponiert, dann an die Pinakotheken, die Graphische Sammlung, das Nationalmuseum, das Münchner Stadtmuseum und die Städtische Galerie verteilt. Die jeweiligen Direktoren schätzten den Wert der Kunstwerke, die erfolgten Zahlungen standen jedoch den Eigentümern nicht mehr zur Verfügung, da die NS-Gesetze ihnen keinerlei freie Verfügung über ihr Vermögen mehr erlaubten. Nach Kriegsende fand man die Kunstwerke zusammen mit denen der bayerischen Museen in den Bergungsorten auf. Von dort wurden sie von den Alliierten an die Central Collecting Points in München und Wiesbaden verteilt und so weit möglich an die rechtmäßigen Eigentümer bzw. deren Rechtsnachfolger restituiert.
Auf Basis der im Münchner Stadtmuseum 2007 aufgefundenen Beschlagnahmungslisten von 1938/39 und der im so genannten ALIU Report (Art Looting Investigation Unit, Final Report, Washington 1. Mai 1946) erfassten Namen von Kunstsammlern und Händlern jüdischer Herkunft soll dieses Kapitel jüdischen Lebens in München erschlossen werden. Ziel des Forschungsprojekts sind Kurzbiografien der bislang circa 70 Sammler und 30 Händler, die Identifizierung ihres Kunstbesitzes sowie die Beschreibungen der Kunsthandlungen. Historisch bedingt hatte die Mehrzahl der Münchner Kunsthändler seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen jüdischen Familienhintergrund. Bekanntere Namen sind die von Otto Bernheimer, Heinrich Thannhauser und Fritz und Hugo Helbing. Die Kunsthandlung der letzteren wurde »arisiert« und weitergeführt. Heinrich Thannhauser verstarb 1934, sein Sohn musste das nationalsozialistische Deutschland verlassen und emigrierte 1939 von Paris aus in die USA, wo er sich in New York eine neue Existenz aufbaute. Sehr ausführliche Forschungen wiederum existieren beispielsweise zu den Sammlungen von Alfred Pringsheim und Siegfried Lämmle. Wer aber waren Siegfried und Johanna Adler, Julius Davidsohn und Margarethe Katzenstein, um nur einige der 70 Namen zu nennen, deren Sammlungen im Dezember 1938 beschlagnahmt wurden? Und woher stammten die präzisen Informationen, mit denen die Sammlungen aufgespürt werden konnten? Diesen Fragen stellt sich das Projekt und wird so auch die Sammlungsgeschichte der beteiligten Häuser und deren Erwerbungspolitik erhellen.
Beteiligte Museen sind die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, das Jüdische Museum München, die Städtische Galerie im Lenbachhaus, das Münchner Stadtmuseum, das Museum Villa Stuck, das Bayerische Nationalmuseum und die Staatliche Graphische Sammlung.
www.museen-in-muenchen.de
Ein Museumsportal für München jetzt online !München besitzt eine außerordentliche Fülle an Museen, Sammlungen und Ausstellungshäusern, die nicht nur von kulturell interessierten Münchnern, sondern auch jedes Jahr von vielen hunderttausend Touristen besucht werden. Um stets aktuelle und umfassende Informationen zu den einzelnen Institutionen bereit zu halten, wurde ein Museumsportal (deutsch/englisch) entwickelt, das am 24. Februar 2010 an den Start ging.
Das Portal www.museen-in-muenchen.de
Informationen von 50 Münchner Museen und Ausstellungshäusern zusammen und ermöglicht dem Besucher einen umfassenden Überblick über aktuelle Ausstellungen, Vermittlungsangebote und Veranstaltungen. Die Kerndaten der einzelnen Häuser sind übersichtlich in Bild und Text dargestellt. Alle Informationen sind über eine intelligente Nutzerführung, über Sortierungen (z. B. "Kunst/Kulturgeschichte" oder "Natur/Technik") und die professionelle Suche schnell und einfach verfügbar.
Highlights, Tipps, Bildergalerien und Tagclouds zu Sammlungen, Ausstellungen und Veranstaltungen inspirieren den User, Unbekanntes zu entdecken. Durch den Monatskalender kann der User seinen Museumsbesuch längere Zeit im Voraus planen; der stündlich aktualisierte Veranstaltungsticker lädt zum spontanen Besuch von Veranstaltungen und Führungen ein. GoogleMaps erleichtert das Verorten der Institutionen in der Stadt. Das Museumsportal spiegelt die gesamte Fülle von Münchens lebendiger Museums- und Ausstellungsszene wider und präsentiert alle Informationen leicht zugänglich und erstmals im Überblick.Das Museumsportal ist ein Projekt des Arbeitskreises der Münchner Museen und Ausstellungshäuser und wird von der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern koordiniert und administriert. Die Entwicklung und Umsetzung des Portals stammt von der Münchner Agentur Janusmedia.
Die beteiligten Häuser und die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern freuen sich, mit dem Münchner Museumsportal www.museen-in-muenchen.de <http://www.museen-in-muenchen.de/" eine serviceorientierte Plattform, zu präsentieren, an der alle Museen und Ausstellungshäuser Münchens unabhängig von ihrer inhaltlichen Ausrichtung, ihrer Größe und Trägerschaft mitgewirkt haben.
Beteiligte Institutionen:
Alpines Museum - Archäologische Staatssammlung - Architekturmuseum der TU in der Pinakothek der Moderne - Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Alte Pinakothek - Neue Pinakothek - Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne - Museum Brandhorst - Sammlung Schack - Bayerisches Nationalmuseum - Bayerische Schlösserverwaltung - Münchner Residenz - Schloss Nymphenburg - Neues und Altes Schloss Schleißheim - Bayerische Staatsbibliothek - Bayerisches Hauptstaatsarchiv - Bier- und Oktoberfestmuseum - BMW-Museum - Das Kartoffelmuseum - Deutsches Jagd- und Fischereimuseum - Deutsches Museum - Deutsches Theatermuseum - Die Neue Sammlung - Filmmuseum München - Glyptothek - Haus der Kunst - Infopoint Museen & Schlösser in Bayern und "Münchner Kaiserburg" im Alten Hof - Jüdisches Museum München - Kinder- und Jugendmuseum München - Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung - Kunstverein München - Landesamt für Vermessung und Geoinformation - Literaturhaus München - Lothringer 13 - Städtische Kunsthalle München - Monacensia Literaturarchiv und Bibliothek - Münchner Stadtmuseum - Münchner Volkshochschule - Museum für Abgüsse klassischer Bildwerke - Museum Mensch und Natur - Museum Reich der Kristalle - Museum Villa Stuck - MPZ - Museumspädagogisches Zentrum - Sammlung Götz - Städtische Galerie im Lenbachhaus - Staatliche Antikensammlung - Staatliche Graphische Sammlung München - Staatliche Münzsammlung München - Staatliches Museum Ägyptischer Kunst - Staatliches Museum für Völkerkunde München - Staatsarchiv München - Tourismusamt München - Valentin-Karlstadt-MusäumIdee, Planung und Projektaufsicht: Arbeitskreis der Münchner Museen und Ausstellungshäuser
Projektleitung und Betreiber des Portals: Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern
Konzeption, Entwicklung und technische Umsetzung: Janusmedia München
Gestaltung & Design: Essperanza Design, Köln
Premiumpartner: Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern und Zentralinstitut für Kunstgeschichte München / arthistoricum.net
Kulturpartner: Bayern 2
Medienpartner: sueddeutsche.de
Schack-Galerie | Prinzregentenstraße 9 | 80538 München
Mi-So 10.00-18.00
Eintritt: 4 Euro | ermäßigt 3 Euro
Sammlung Schack | 7000 Besucher in den Eröffnungstagen
Über 7000 Besucher strömten bereits in den ersten Tagen nach der Wiedereröffnung der Sammlung Schack in das zur Hundertjahrfeier renovierte Galeriegebäude in der Prinzregentenstraße. Sie überzeugten sich vom neuen Ausstellungskonzept, das die bedeutende Sammlung deutscher Malerei des 19. Jahrhunderts in frischem Glanz erstrahlen lässt. Die Gemälde Arnold Böcklins hängen jetzt auf atmosphärischen blauen Wänden, Franz Lenbachs »Hirtenknabe« und Anselm Feuerbachs berühmte Werke in terrakottafarbenen Sälen, die südliche Wärme ausstrahlen. Poetische Texte aus der Epoche des Dichters und Sammlers Graf Schack ermöglichen es dem Betrachter, in die Bild- und Themenwelten der Spätromantik einzutauchen. Eine zusätzliche Attraktion bildet der neue Kopiensaal, in dem überwiegend großformatige Kopien nach Hauptwerken der venezianischen Renaissance von Franz Lenbach und anderen ausgestellt sind ein neues Highlight in der an Höhepunkten nicht armen Münchner Museumslandschaft.
Museum Brandhorst
Im Medienraum (Saal -1,2) des Museums Brandhorst wird zurzeit "Vidéo" (2007) von Stan Douglas präsentiert. Die Arbeit bezieht sich in einer freien und zeitgemäßen Adaption auf Franz Kafkas Romanfragment "Der Prozess" sowie auf die filmische Adaption durch Orson Welles aus dem Jahr 1962. Das beständige Hin- und Herschwenken einer Überwachungskamera am Anfang und Ende des Films verdeutlicht eindringlich die Thematik Observation und Beschattung in einem auf Sicherheitsstreben bedachten Überwachungsstaat, dessen gläserne Bürger bei Verdachtsanzeichen leicht zum Opfer willkürlicher Staatsgewalt werden können.
Im Videoraum sind die Arbeiten "Imperfect Enjoyment" (2005) sowie "Frühlingserwachen | Spring Awakening" (2008) der Münchener Künstlerin Almut Determeyer zu sehen. In ihren animierten Kurzfilmen thematisiert Determeyer Verwandlungen innerer wie äußerlicher Art. In vibrierenden Strichzeichnungen, unterlegt mit Musik oder minimalistischen Tönen, schafft sie Figuren, die auf Begegnungen auf manchmal überraschende Weise reagieren.
In Raum 0.7 zeigt das Museum Brandhorst Arbeiten des österreichischen Künstlers Arnulf Rainer aus den eigenen Beständen: eine monochrome Übermalung aus den 1950er Jahren, ein "Stufenkreuz" (1968) sowie eine Anfang der 1980er Jahre entstandene Fingermalerei ("Schlag-Ruf", 1982) und die gestische Zeichnung "Schwung" (1960). Rainers Arbeiten werden zusammen mit Werken der österreichischen Künstler Hermann Nitsch und Franz West gezeigt.
Walter De Maria: Large Red Sphere, 2010
Im Türkentor, Türkenstrasse 17°Kunstareal München
Eröffnung am 23. Oktober 2010, 12-18 Uhr
im Rahmen eines Bürgerfestes auf der Wiese zwischen Türkentor und Pinakothek der Moderne.
Das Bürgerfest wird ausgerichtet von der Stiftung Pinakothek der Moderne in Kooperation mit den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und der Udo und Anette Brandhorst Stiftung.
Das Türkentor ist ab 10 Uhr geöffnet.
An diesem Tag freier Eintritt in das Türkentor, alle Pinakotheken, das Museum Brandhorst sowie weitere Museen im Kunstareal
Die 2002 entstandene Skulptur "Large Red Sphere" des amerikanischen Künstlers Walter De Maria (* 1935) wurde 2006 von der Udo und Anette Brandhorst Stiftung erworben. Am 23. Oktober 2010 wird die Installation der Skulptur in dem von sauerbruch hutton architects renovierten und umgestalteten Türkentor der Öffentlichkeit übergeben. Was nun gleichsam als Gesamtkunstwerk in Erscheinung tritt, stellt einen Meilenstein in der Entwicklung des Kunstareals dar.
Seit 2001 gab es Bestrebungen der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, eine zentrale Arbeit Walter De Marias für das Haus zu sichern. Damit sollte der Schwerpunkt amerikanischer Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entscheidend gestärkt werden. Als Partner dieser Bemühungen konnte die Udo und Anette Brandhorst Stiftung gewonnen werden, die selbst bereits über eine ganze Reihe von Werken des Künstlers verfügt. Durch "Large Red Sphere" im Türkentor wird dem Künstler eine überragende Präsenz in der Stadt ermöglicht, in der er bereits 1968 ein Schlüsselwerk seines einflussreichen "One Room One Work"-Prinzips verwirklicht hatte: den "Earth Room" in der Galerie von Heiner Friedrich.
Walter De Maria schlug eine Kugel aus poliertem rotem Granit vor und knüpfte damit an seine frühere Auseinandersetzung mit dieser geometrischen Form an. So hatte er 1990 eine vergleichbare Arbeit für die Assemblée Nationale in Paris realisiert. 2000 und 2004 folgten dann entsprechende Werke für die beiden Museen auf Naoshima Island in Japan (Noashima Contemporary Art Museum: "Seen / Unseen Known / Unknown"; Chichu Art Museum: "Time / Timeless / No time"). Seinen Vorstellungen entsprechend, sollte auch die Münchner Arbeit, die deutlich größer ist als ihre "Vorgänger", auf den umgebenden Raum bezogen werden. Zusammen mit dem Künstler entschied sich Reinhold Baumstark, der ehemalige Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, für das Türkentor als geeigneten Ort. Dieses seit Jahrzehnten brachliegende Gebäudefragment der ehemaligen Prinz Arnulf-Kaserne aus dem frühen 19. Jahrhundert im Volksmund wegen der angrenzenden Türkenstrasse auch "Türkenkaserne" genannt liegt zwischen der Pinakothek der Moderne und dem Museum Brandhorst bzw. genau gegenüber dem Klenze-Portal der Alten Pinakothek und markiert damit eine auch städtebaulich spezifische Position. Durch die enge Kooperation zwischen Walter De Maria und den Architekten sauerbruch hutton wurden der ruinöse Bau, unter Berücksichtigung seiner historischen Substanz, den neuen Anforderungen entsprechend umgestaltet und Skulptur und Architektur aufeinander bezogen.
Diese entscheidende Entwicklung war nur dank des Schulterschlusses zwischen den verschiedenen Partnern der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen möglich: Die Udo und Anette Brandhorst Stiftung erwarb das einzigartige Kunstwerk. Renovierung und Umbauarbeiten des Türkentors wurden in großzügiger Weise von der Stiftung Pinakothek der Moderne gefördert.
Walter De Marias "Large Red Sphere" vergegenwärtigt eine Urform. Die Kugel ist universelles Sinnbild der Welt, der Himmelskörper und des Kosmischen, Symbol des Ewigen und der zyklischen Erneuerung. Schon in ihren physikalischen Eigenschaften evozieren Material, Größe (Durchmesser 260 cm) und Gewicht (25 t) eine starke physische Präsenz, die durch zwei Momente besonders betont wird. Zum einen ruht die Kugel auf einem vom Künstler entworfenen dreistufigen Podest, zum anderen wird sie von vier borkigen Säulen umstellt, die eine geradezu archaisch anmutende Balkenkonstruktion mit zahllosen rostigen Nägeln tragen Reste der ehemaligen Zwischendecke des Türkentors. Die Diskrepanz zwischen der perfekten und hochglänzenden Kugelgestalt und der Raumhülle mit ihren vielfältigen Elementen, Formen und Materialien ist kaum größer vorstellbar und prägt den anschaulichen Charakter des Ganzen maßgeblich. Zudem steht die den Raum reflektierende Oberfläche von "Large Red Sphere" im Kontrast zu ihrer materiellen Verdichtung. In der Dualität zwischen Innen und Außen sowie zwischen der vollplastischen Form und ihrer vom Betrachterstandpunkt abhängigen, stets nur eingeschränkten Sichtbarkeit der gesamten Kugel liegt eine der Voraussetzungen, das Werk von Walter De Maria nicht nur zu sehen, sondern es in seiner evokativen Kraft auch kontemplativ zu erfahren. Die Einbringung von "Large Red Sphere" in einen so völlig anders gearteten kubischen Raum, der viele Spuren der Vergangenheit bewahrt, markiert einen Ort ästhetischer Erfahrung und historischer Vergegenwärtigung. Und in dieser Dialektik liegt das Besondere der Zusammenarbeit von Künstler und Architekt, d.h. in einem Resultat, das sich von früheren Werken Walter De Marias deutlich unterscheidet, wenngleich manche Parallelen zu "The Broken Kilometer" (1979) in New York nicht von der Hand zu weisen sind.
Walter De Marias "Large Red Sphere" im Türkentor bereichert das Münchner Kunstareal auf ungemein prägnante Weise und bildet ein wichtiges Scharnier zwischen den Pinakotheken und dem Museum Brandhorst.
Das Türkentor im Kunstareal Foto: Haydar Koyupinar
Öffnungszeiten deR "Large Red Sphere" im Türkentor
ab 24. Oktober 2010
täglich außer MO
Oktober bis März 10 bis 16 Uhr
April bis September 10 Bis 18 Uhr
Eintritt mit einem Ticket, das zum Besuch einer der Pinakotheken sowie des Museum Brandhorst berechtigt.