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Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig

Academy of Visual Arts
Wächterstraße 11
D-04107 Leipzig
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vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition

 

20.07. - 14.08. 2010

Diplomausstellung an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB)

Vergabe des" DAAD-Preises für ausländische Studierende" an Anna Lopez am 16. Juli 2010

 

Zum Ende des Sommersemesters zeigt die HGB Leipzig vom 20. Juli bis zum 14. August 2010 die Arbeiten der Absolventen im Rahmen der Diplomausstellung 2010. 

 

Folgende Studierende stellen sich in den kommenden zwei Wochen den Prüfungskommissionen:

 

Malerei / Grafik:

Claudia Arndt, Thomas Geyer, Raymond Grotegut, Valentin Just, Marie Carolin Knoth, Friederike Koch, Markus Krüger, Sabine Land, Wendelin Lippold, Albrecht Pischel, Petra Polli, Marko Raffler, Robert Schwark und Martin Stahberger

 

Fotografie:

Janik Ackermann, Max Benkendorff, Johanna Bieligk, Katja Bilo-Sauerborn, Eric Strelow, Andreas Enrico Grunert, Eduard Klein, Sebastian Pütz und Henrike Schoen

 

Buchkunst / Grafik-Design:

Karen Laube, Anne Löper, Julia Matzke, Christian Meyer, Gerlinde Meyer, Ralph Niese und Anna Sartorius

 

Medienkunst:

Jana Engel, Elitsa Filcheva, Robert Gommlich, Stephan Höhne, Paulina Markowska, Viola Márton, Tibor Müller, Franziska Pierwoß, Wolf Konrad Roscher und Nicolas Rossi

 

Die Ausstellung wird sich durch das ganze Haus erstrecken, inklusive der Galerie, dem Lichthof und dem Festsaal der Hochschule. Eine Arbeit (Robert Gommlich) ist an der Ecke Grassistraße / Beethovenstraße auf dem Gelände der Universitätsbibliotek Albertina zu sehen.

 

Eröffnung:                  Zum Diplom-/ Sommerfest am 16. Juli, ab ca. 19.00 Uhr

Dauer:                        20. Juli bis 14. August 2010

Öffnungszeiten:         Di ­ Fr 12.00 ­ 18.00 Uhr, Sa 10.00 ­ 15.00 Uhr

Ort:                             HGB Leipzig sowie Grünfläche Ecke Grassistr. / Beethovenstr.

 

 

 

DAAD-Preis

 

Preisvergabe:         16. Juli, 17.00 Uhr im Anschluss an die feierliche Verabschiedung der Diplomanden

 

Erstmals wird in diesem Jahr der "DAAD-Preis für ausländische Studierende" an der HGB vergeben. Er geht an Anna George Lopez. Sie studiert in der Klasse für System-Design bei Prof. Oliver Klimpel und in der Klasse für Installation und Raum bei Prof. Joachim Blank.

 

Anna George Lopez arbeitet in Fotos, Objekten, Installationen, Aktionen. Sie setzt sich in ihrer künstlerisch-gestalterischen Arbeit unter anderem mit dem Transfer kultureller Versatzstücke auseinander und beschäftigt sich damit, wie Übersetzung und Widerspruch sich einander bedingen und welche Fragen z.B. die Implantierung von Kulturen in andere Kontexte aufwerfen. Prof. Oliver Klimpel beschreibt sie mit den Worten: "Anna George Lopez ist eine mutige Grenzgängerin ­ im wahrsten Sinne des Wortes ­ die uns in Konversationen verstrickt, die ungewöhnlich, spekulativ und doch präzise sind und unsere Teilnahme provozieren."

 

Der Preis würdigt damit die besondere Arbeitsweise von Anna George Lopez, die sich auch durch ein bemerkenswertes gesellschaftliches sowie interkulturelles und soziales Engagement im Hochschulkontext auszeichnet und Integration und Interaktion als wesentliche Bestandteile ihrer künstlerischen Praxis ansieht.

 

Anna Lopez ­ geboren 1982 in Paris ­ studierte zunächst Theaterwissenschaften und Schauspiel in Paris, wechselte anschließend zur bildenden Kunst und absolvierte ihren Bachelor of fine art 2007 in Nantes. Von 2007 bis 2008 kam sie im Rahmen eines Erasmusaustausches an die HGB Leipzig und ist inzwischen regulär eingeschriebene Studentin in den beiden Studiengängen Buchkunst / Grafik-Design und Medienkunst.

 

Dieser Preis ehrt ausländische Studierende für herausragende Leistungen. Er ist mit 1000 Euro dotiert und wird an Universitäten und Hochschulen vergeben, an denen über 30 ausländische Studierende eingeschrieben sind und die sich um diese Fördermaßnahme bemüht haben. Die Auswahl der Preisträgerin/ des Preisträgers liegt in der Verantwortung der jeweiligen Hochschule.

 

 

 

 

Nach 450 Jahren Zukunft ­ das Geschenk der Gegenwart!

Die BONUSWOCHE des Leipziger Studiengangs "Kulturen des Kuratorischen" in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden feiern in diesem Jahr ihr 450-jähriges Bestehen mit der groß angelegten Jubiläumsausstellung "Zukunft seit 1560" und schenken sich selbst einen Blick ins Heute:

Martin Roth, Direktor der Staatlichen Kunstsammlungen, hat den Studiengang "Kulturen des Kuratorischen" der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst eingeladen, einen Blick in Gegenwart und Zukunft der Dresdener Sammlungen zu wagen. "Kulturen des Kuratorischen" ist ein weiterbildendes, transdisziplinäres Studienangebot, das sich an KulturvermittlerInnen aus den verschiedensten Disziplinen wendet. Die Studierenden kommen aus der bildenden Kunst, dem Theater, dem Film, der Architektur und den Kulturwissenschaften und haben zum Jubiläum ein paar ungewöhnliche Geschenke eingepackt. Anlässlich der Wiedereröffnung des Albertinums präsentieren sie ihre Präsente im Rahmen der BONUSWOCHE vom 29. Juni bis 4. Juli 2010.

Die "WunderKammer" bringt Schätze aus dem überbordenden Depotbeständen der Sammlung ans Licht und stellt dabei das Verhältnis zwischen gesammelter und gezeigter Kunst, zwischen Original und Reproduktion in Frage. Das Projekt "LAUF FEUER LAUF!" wirft einen spielerischen Blick ins Innere der einzelnen Museen und fragt danach, was eine Kunstinstitution dieser Größe und Komplexität in Zeiten wachsenden Drucks von außen zusammen hält. Auch der Workshop "Museum Postkolonial?" wendet sich an die Mitarbeiter der Sammlungen, die gemeinsam die Frage erörtern, wie Geschichte im Museum dargestellt werden kann. Ein überraschender "Sichtwechsel" erwartet die Zuschauer im Lipsius-Bau und die Berliner Künstlerin Bettina Hutschek wird in ihrer eigens für das Albertinum entwickelten Führung eine phantasievolle Erweiterung und Umdeutung der Geschichte der bestehenden Ausstellungen vornehmen. Schließlich lädt das Künstlerkollektiv UNWETTER zum "Discursive Picnic" im neueröffneten Albertinum. Besucher und Passanten sind ausdrücklich eingeladen, beim gemeinsamen Picknick zwischen den deutschen Impressionisten ihre eigenen Projekte, Aktionen, Speisen und Picknick-Utensilien auszupacken, auszutauschen und weiterzuentwickeln.

Doch Vorsicht: All diese Ergänzungen zur Inventarliste der SKD sind temporär. Schnappen Sie sich die Geschenke, bevor sie sich wieder auflösen in einer Ökologie des Vorübergehenden. Nehmen Sie Teil an künstlerischen und theoretischen Interventionen, die allesamt die Frage stellen, wohin die Reise gehen könnte.

Vielleicht nach 450 Jahren Zukunft zurück in die Gegenwart?

 

 

Studiengang "Kulturen des Kuratorischen"

Judith Krakowski

Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Wächterstraße 11, 04107 Leipzig

Pressekontakt: presse.kdk@hgb-leizpig.de, 0341/2135-175

Programminformation: www.kdk-leipzig.de <http://www.kdk-leipzig.de>

 

DIE EINZELNEN PROJEKTE (HINTERGRÜNDE UND DATEN)

 

WunderKammer

 

Gleich dem Eisberg unterhalb der Wasserlinie birgt das Depot als "Schatzkammer" temporär oder auch dauerhaft nicht zur Ausstellung gelangender Kunst den überwiegenden Anteil der eigentlichen Sammlung ­ im Verhältnis zu jener Kunst, die oberhalb des Wasserspiegels als Spitze des Eisbergs im Ausstellungsraum erscheint. Gemälde des Depots werden bildlich als mediale Projektion in die Ausstellungsräume eingeführt. Die in ihrer Fülle in Erscheinung tretenden Depotbestände ergänzen dabei dialektisch oder synthetisch oder aber auf ganz unvorhergesehene Weise die haptisch realen Ausstellungsstücke. Ein Geflecht zwischen Original, Reproduktion und virtuellem Statthalter wird evoziert, der physisch haptische Ausstellungsraum überlagert vom virtuellen und umgekehrt.

 

ab Di, 29. Juni, Albertinum, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Georg-Treu-Platz 2, 01067 Dresden

 

Sichtwechsel. Eine Inszenierung des Realen

 

Der Ausgang wird zum Eingang. Was kostet die Welt? Was kostet die Kunst?

Es gibt Abläufe, deren Regeln allseits bekannt sind und die wir nicht hinterfragen. Dazu gehört das Kaufen einer Eintrittskarte, die es gestattet sich in einem Museum eine Ausstellung anzusehen. Das Museum als ein Ort der Bedeutungsproduktion und der Wissensvermittlung steht im Dienst der Öffentlichkeit und ist allen Menschen zugänglich, die bereit sind das Eintrittsgeld zu bezahlen. Das wird anerkannt.

Eine andere Möglichkeit: Wir zahlen im Museum kein Eintrittsgeld. Wir bezahlen beim Hinausgehen. Quo vadis? Was sehen wir?

Die Banalität des Realen versus High Art ­ eine reale Handlungsanweisung wird zu einer symbolischen Handlung, die gewohnte institutionelle Abläufe hinterfragt und die Wirklichkeit in den Fokus des Betrachters rückt. Die Welt als Bild, Bühne, Ausstellung.

 

Fr, 2. Juli 2010, Kunsthalle im Lipsius-Bau, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Brühlsche Terrasse, 01067 Dresden

 

Performative Führung mit Bettina Hutschek

 

Bettina Hutschek verwebt Fakten mit eigener Fiktion, Erwiesenes und Gegebenes mit Erfundenem und Mythologischem. In ihrer eigens für das Albertinum entwickelten Führung vollzieht die Künstlerin eine phantasievolle Erweiterung und Umdeutung der Geschichte des Hauses und der bestehenden Ausstellungen. Deutungshoheiten und Ordnungsprinzipien, wie sie für eine Sammlung selbstverständlich sind, stellt sie gleich mit ihrer persönlichen Konstruktion einer "großen" Erzählung und führt damit alle Welterklärungsmodelle ad absurdum. Für die Besucher verwandelt sich das Albertinum so in einen Ort, der zu eigenen Sinnstiftungen und Bedeutungszuweisungen einlädt.

 

Sa, 3. Juli 2010, Albertinum, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Georg-Treu-Platz 2, 01067 Dresden

16 und 17 Uhr, Treffpunkt: Albertinum, Brühlsche Terrasse

 

UNWETTER: Discursive Picnic

 

Seit der Documenta11 verbindet das Künstlerkollektiv UNWETTER mit seiner Praxis der Discursive Picnics in einem fortlaufenden Prozess institutionelle und nicht-institutionelle Räume. UNWETTER ließ im Rahmen dieses Formats zum Beispiel den Projektraum Sparwasser HQ, Berlin, die Liverpool Biennale, das Museum of Contemporary Art, Sydney oder die Manifesta7 in Bozen, aber auch Passanten in der Fußgängerzone von Palanga, Litauen aufeinander treffen. Discursive Picnics funktionieren als Ereignisse, bei denen jeder zugleich Gast und Gastgeber ist. Anlässlich der Eröffnung des neuen Albertinums lädt UNWETTER Dresdner OFF-Räume, Kulturexperimente, Projekte, Soziale Initiativen, Kunstinteressierte und Passanten ein, am 4. Juli 2010 zwischen den deutschen Impressionisten Max Liebermann, Max Slevogt und Lovis Corinth ihre Projekte, Aktionen, Speisen und Picknick-Utensilien auszupacken, auszutauschen und weiterzuentwickeln: We are invited/You are invited!

 

So, 4. Juli 2010, 14 Uhr, Albertinum, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Georg-Treu-Platz 2, 01067 Dresden

 

LAUF FEUER LAUF!

 

Ein kommunikativer Funkenschlag

 

Über Gespräche mit MitarbeiterInnen in den elf Museen der SKD wird ein Lauffeuer entzündet, das sich selbst weiter entfacht. Sein Gegenstand: Feuer ­ als Thema der Kunst, als Bedrohung für die gesammelten Kunstwerke, aber auch als Moment der Inspiration im Entzünden einer künstlerischen Idee und als Movens für die tägliche Arbeit. Nach jedem Gespräch wird dem Gesprächspartner eine Streichholzschachtel überreicht. Sie ist das Pfand für ein Experiment, ein Spiel, in dessen Verlauf die Streichholzschachteln durch die Institution wandern und kommunikative Funken schlagen. In ihrem Schein kann etwas sichtbar werden: die zerstörerischen ebenso wie die kreativen Potentiale des Feuers. Und dabei vielleicht auch das, was die SKD zusammenhält?

 

"I have only one burnin' desire, let me stand next to your fire." (Jimmy Hendrix)

 

Mi, 30. Juni 2010

 

Museum Postkolonial?

 

In-House Workshop

 

In Museen und Ausstellungen begegnet uns die Gegenwärtigkeit von Geschichte: Objekte wie "Mohren", "Hottentotten" sowie Darstellungen von "Exotik" und "Orientalismus". So auch in Sammlungen der SKD. Museen und KuratorInnen stellen sich die Frage, wie sie Geschichte komplex darstellen können, ohne ein Publikum zu über- und auch zu unterfordern.

Wie helfen in diesem Kontext postkoloniale Perspektiven, einen reflektierten und zugleich differenzierten Blick auf Bedeutungsproduktion in Museen und Ausstellungen ­ jenseits des Eurozentrismus ­ zu fokussieren? Wie können Geschichtsdarstellungen und Repräsentationen von "Kultur(en)" zeitgemäß präsentiert werden? Und: Welche spannenden Geschichten können Ausstellungen erzählen, wenn sie postkoloniale Narrationen einbeziehen? Ziel des Workshops ist es, Fragen aufzuwerfen und Diskussionen zum Stand von postkolonialer Ausstellungs- und Museumskritik zu initiieren.

 

Do, 1. Juli 2010

 

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