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artothek

Am Hof 50
50667 Köln
Tel. 0221 - 221 23 32; Fax 221 32 65
Mo - Do 13 - 19 Uhr, Fr 10 - 17 Uhr
museumsref-tran@netcologne.de
www.museenkoeln.de
aktuelle Ausstellung / current exhibition
vorausgegangene Ausstellungen / previous exhibition

 

06.05. - 26.06. 2010

Kerstin Ergenzinger

insight

Bei der Realisierung der Ausstellung erhielt die artothek freundliche Unterstützung der igus® GmbH und der Köln Kartonagen Fabrik.
Kerstin Ergenzinger, 1975 geboren in Gomadingen. 1999-2004 Studium an der Universität der Künste Berlin, Bildende Kunst, Meisterschülertitel; 2002 am Chelsea College of Art and Design, London; 2005-2007 an der Kunsthochschule für Medien Köln, Diplom. 2000 Stipendium der Dorothea Konwiarz-Stiftung für junge Malerinnen; 2001-2006 Stipendium des evangelischen Studienwerks Villigst; 2007 Förderpreis 2007, Büro für Gleichstellung der Kunsthochschule für Medien Köln, 2007 Lux.us Lichtkunstpreis der Stadt Lüdenscheid; 2008 IASPIS international artists studio program in schweden, Malmö, Friedrich-Vordemberge-Stipendium der Stadt Köln, Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstler(innen), Sparte Medienkunst 2008; 2008-2010 Atelierstipendium des Kölnischen Kunstvereins und der Imhoff Stiftung; 2009 Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds.
"Treppen sind Architekturen, die direkt mit unserem Körper, mit der Rhythmisierung unserer Schrittfolgen, mit unserer Position im Raum, den Perspektiven und Blicken verbunden sind. Treppen sind hochfunktionale und normierte Konstruktionen, deren sakrale und rituell symbolhafte Wurzeln wir uns heute meist nicht vor Augen halten. Sie interessieren mich besonders als bewusst eingesetzte Konstruktionen, die unsere Wahrnehmung unterschwellig maßgeblich beeinflussen und steuern können. Die hier entstehende Arbeit wurde von der optisch und physisch eigentümlich weichen Erscheinung der artothek ausgelöst. Ihre Räume liegen im Erdgeschoss eines vierstöckigen, spätgotischen Bürgerhauses im Zentrum der Altstadt Kölns. Schräg gegenüber der Philharmonie und dem Museum Ludwig betritt man mittelalterliche, wehrturmartige Grundmauern, die ohne künstliche Beleuchtung, durch die schmalen Fenster knapp unter der Decke des etwa 6 m hohen Raumes immer in ein indirektes, diffuses Licht getaucht sind. In den 50-ern wurden eigenwillige Ein- und Wiederaufbauten integriert und alles vor etwa 10 Jahren ,minimalistisch' renoviert. Es gibt keinen Rechten Winkel, alle Ecken sind abgerundet oder verschoben. Das Geländer der Balustrade neigt sich mit einem leichten Überhang nach vorn. Räumliche Bezugspunkte, Schwerkraft, Rhythmus und Bewegung: ein Oszillieren der Horizontalen und Vertikalen sind immanentes Thema dieses Ortes."
Kerstin Ergenzinger 2010

 

 

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