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Ausstellungshalle zeitgenössische Kunst Münster

Hafenweg 28
Di - Fr 14 - 19 Uhr, Sa/So 12 - 18 Uhr
kulturamt@stadt-muenster.de
www.muenster.de/stadt/ausstellungshalle
aktuelle Ausstellung / current exhibition
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition

 

17.09. - 04.11. 2007

Transfer Türkei - NRW / 2005­2007

Der Transfer ist ein internationales Künstler- und Kunstaustauschprogramm des NRW KULTURsekretariats, das seit 1990 mit verschiedenen Kulturpartnern in NRW sowie wechselnden Partnerländern veranstaltet wird. Im Mittelpunkt des Kooperationsprojektes Transfer Türkei­NRW / 2005­2007 steht die Türkei. Im Dezember 2005 hat in Istanbul eine binationale Jury getagt. Zur Fachjury gehörten Dr. Gail B. Kirkpatrick (Ausstellungshalle zeitgenössische Kunst Münster), Harald Kunde (Ludwig Forum Aachen), Dr. Hans Günter Golinski (Museum Bochum), Prof. Dr. Jale Erzen (Middle East Technical University, Ankara), Prof. Atilla Atar (Anadolu Üniversitesi, Eskisehir), Prof. Ihsan Derman (Bilgi University, Istanbul) und Dr. Necmi Sömnez (Freier Kurator, Mannheim).
Aus 100 Künstlerbewerbungen wurden jeweils sieben nordrhein-westfälische und sieben türkische Künstler ausgewählt, die im März 2006 in den drei Partnerstädten Münster, Bochum und Aachen der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Die ausgewählten Künstler aus Nordrhein-Westfalen sind: Anja Jensen (Münster) und Max Sudhues (Antwerpen), Eva-Maria Kollischan und Heike Weber (Köln), Tatjana Doll (Berlin), Stefan Mörsch (Hamburg) und Matthias Schamp (Bochum). Die ausgewählten Gastkünstler sind: Elif Çelebi, Aksel Zeydan und Yasemin Özcan Kaya und Ferhat Özgür. Davon in Münster zu Gast: Burak Delier, Sener Özmen und Cengiz Tekin.

 

Eröffnung: 16. September 2007

 

 

Januar bis April 2008

Der Künstler als Geschichtenerzähler

Künstlerische Strategien der Authentifizierung und Enthüllung
Was ist Wahrheit? Was ist Lüge? Haben Künstler die Lüge oder die Wahrheit erfunden? Künstler sind Geschichtenerzähler mit wechselnden Strategien. Mal bedienen sie sich einer dokumentarischen Formsprache, kombinieren Worte und Bilder. Mal behaupten sie, dass nicht alles wahr ist, was schlüssig erscheint, mal Çlügení sie, um die Systematiken der Wahrheitsfindung zu entlarven.

Die wahren Geschichtenì und ihre Rhetorik
Die Methoden der künstlerischen Authentifizierung sind nicht immer auf den ersten Blick erkennbar, aber dort wo das Bild mit dem Text in Kombination auftritt, scheint zunächst jedweder Zweifel ausgeschlossen: ÇWahre Geschichtení werden erzählt, ein schlüssiger Zusammenhang entsteht. Der Künstler als Chronist: Wie Aufzeichnungen einer nicht hinterfragbaren Wirklichkeit werden Bilder mit erläuternden, interpretierenden Texten kombiniert. Mit dieser Methodik der Informationsvermittlung und Dokumentation suggerieren uns die Künstler einen Wahrheitsgehalt, der eigentlich dem objektiven Anspruch eines Tatsachenberichts vorbehalten wäre. Sie bedienen sich dabei einer gängigen Nachrichtensprache, bemühen die journalistische Form der Reportage oder des Erlebnisberichts. Dort, wo es noch privater sein soll, greifen sie persönliche Erinnerungsformen"wie das Tagebuch oder den Lebenslauf zurück. Auch hier fixierení Texte und Bilder eine Person mit ihren Erlebnisse in scheinbar chronistischer Glaubwürdigkeit.

 

 

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