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Galerie Ursula Walbröl

Kronprinzenstraße 9
40217 Düsseldorf
Tel. 0211 - 318 0223; Fax 0211 - 318 0225
Di - Fr 11 - 18 Uhr, Sa 12 - 16 Uhr
Ursula.Walbroel@t-online.de
www.galerie-walbroel.de
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition

 

 

23.02 - 29.03. 2008

James Geccelli

Bilder

 


Ich freue mich, Ihnen im Kabinettraum der Galerie zum ersten Mal Bilder von James Geccelli vorstellen zu können.
Geccelli begann nach seinem Studium der Fotografie und Kunst, einen neuen Dialog zwischen gebauten Objekten und Zeichnung herzustellen. Beide Arbeitsweisen wurden einander zum Denkanstoß. Seit einigen Jahren ist nun die Linie zum Gegenstand seines Interesses geworden ­ seine Werke operieren mit einem reduzierten Bestand von farbigen Linien auf Papier, auf Holz- und Alutafeln sowie auf Leinwand. Mit seinem Interesse an der farbigen Linie stellte sich für Geccelli auch die Frage nach dem Gegenüber des Bildgegenstandes: Der weiße Grund begann sich gegenüber der Linie immer mehr zu behaupten. Er wurde zum Fond und zum Gedächtnis seiner Versuche, das Verhältnis von Bild und Wand immer wieder neu zu bestimmen.

"Das Bild baut sich in aufeinander folgenden und ineinander übergehenden Schichten auf. Eine Linie wird gesetzt, eine andere an anderer Stelle mit Weiß übermalt. Von Schicht zu Schicht tritt eine Linie in die Fläche zurück, während eine andere auf dem Weiß stehen bleibt. Die Linien treten in Konkurrenz zu den Konturen des Bildkörpers, führen von den Bildkanten ins Bild hinein. Mit der Zeit gewinnen die Linien im Weiß an Intensität. Die Farbe einer Linie kann dem Weiß eine Ebene angeben, die vorher unbestimmt war. Zwischenräume kommen ins Spiel, Ordnungen und Markierungen verschieben sich." (James Geccelli)

"Aber genau genommen gibt es in Geccellis Bildern keine Elemente der Malerei. Was als einfachster Baustein gelten mag, erweist sich immer als ungeschieden, wandelbar, instabil. Geccellis Arbeit beginnt vor der Einfachheit, da das Sichtbare noch nicht unterteilt
und daher auch noch nicht zusammengesetzt ist... Die Linie zeugt nicht mehr ausschließlich von der Betrachtung, sondern ebenso von einer körperlichen Bewegung... Die Linie ist demnach nichts Elementares, vielmehr ein Indifferenzphänomen, das sich erst nachträglich verzweigt in Gesehenes und Gezogenes, in Optisches und Körperliches. Ähnlich verhält es sich mit dem Grund. So ist es schon viel zu einfach, den Grund als gegebene und stabile Größe anzunehmen. Zweifellos hat der Maler zunächst den Bildträger gespachtelt und weiß grundiert, er hat aber auch die farbigen Linien wieder soweit mit Weiß übermalt, dass ihre graphische und koloristische Wirkung mehr oder weniger stark gedämpft wird. Einen Grund legen, heißt für Geccelli also nicht nur, die Fläche für die Zeichnung zu präparieren; nicht weniger wichtig ist, dass die Zeichnung wieder in diesem Grund versinken kann. Der Boden der Malerei ist auch ihr Schleier... dabei spüren wir auch immer das Risiko der Neutralisierung, das mit dem Gebrauch dieser Farbe verbunden ist. Es ist eben diese Gefahr, die Geccelli sucht: weil sie allein es auch erlaubt, ein neues Bild zu malen."
(Ralph Ubl, University of Chicago)

Eröffnung: Samstag, 23. Februar 2008 von 17­20 Uhr

 

 

 

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