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Städtische Galerie Villa Zanders

Konrad Adenauer-Platz
51465 Bergisch Gladbach
Tel. 02202 - 14 23 34; Fax 02202 - 14 23 40
Di - So 11 -17 Uhr, Do 11 - 19.30 Uhr
www.villa-zanders-gl.de
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition

 

Eine Ausstellung der Artothek

09.04. - 13.06. 2010

Vorbilder - Bildzitate

von der Antike bis zur Gegenwart

Die bildende Kunst reflektiert nicht nur die Gegenstandswelt, berichtet nicht nur von Heilsbotschaften oder offenbart neue Formerfindungen usw., sondern wendet sich auch der Kunst anderer Künstler zu. Dies kann einerseits zu Studienzwecken geschehen oder bis zur kriminellen Fälschung reichen; ja, man erinnert sich in diesem Zusammenhang an den Niederländer Hans van Meegeren, der bekanntlich neue Jan Vermeers in den Kunsthandel schleuste. Mit umgekehrtem Vorzeichen führte durch einen demonstrativen Akt Robert Rauschenberg 1953 zur Vernichtung eines Kunstwerkes. Er radierte eine Zeichnung von Willem de Kooning aus und signierte das Blatt mit seinem Namen. Zwischen diesen Extremen bietet sich jedoch ein breites Spektrum möglicher Annäherung und Reflexion an ein Werk eines meist geschätzten Künstlers an, nicht nur die Hommage.

Die Ausstellung vereinigt vorwiegend Werke zeitgenössischer Künstler, die in unterschiedlichen Facetten Werke von historisch relevanten Künstlerkollegen als Vorbilder sich nutzbar machen oder unmittelbar deren Motive als Zitat in ihr eigenes Bild einfügen. Die Antike stellt nach wie vor offenbar ein brauchbares Bildarsenal zur Verfügung, aber auch Albrecht Dürer, Leonardo da Vinci oder Edouard Manet. Aus dem frühen 20. Jahrhundert werden vor allem Marcel Duchamp und Kasimir Malewitsch gerne als Gewährsleute gewählt. Von den Zeitgenossen seien der amerikanische Popartist Claes Oldenburg und Gerhard Richter als Inspirationsquelle genannt.

Letzterer wird auch von Thomas Baumgärtel in seinem Bild "Ema und Katharina" von 2007 aufgegriffen. Richter selbst steht mit seinem Bild "Ema" von 1966 Duchamps "Akt, eine Treppe hinabsteigend" von 1912 nahe, während Duchamp nachgesagt wird, dass er sich wiederum von den Fotos aus den 1880er Jahren von Eadweard Muybridge hat inspirieren lassen.

Die 44 Werke in der Ausstellung sind weitgehend der Artothek-Sammlung entnommen. Werke aus dem Galeriebestand, aus Privatbesitz und Leihgaben von Künstlern ergänzen die Auswahl.


 

 

14.03. - 02.05. 2010

molitor & kuzmin

öffentLicht

Ausstellung in der Reihe Ortstermin

 

Das seit 1997 bestehende Künstlerduo molitor & kuzmin ist in den letzten Jahren immer stärker mit gemeinsam erdachten und realisierten Arbeiten hervorgetreten, die nicht nur eine eigenständige künstlerische Position demonstrieren, sondern auch eine konsequente Hinwendung zum Arbeiten in und mit dem Raum erkennen lassen. Dabei ist für alle Arbeiten - ob Wandobjekt oder auch Raum füllende Installation - Licht von zentraler Bedeutung. molitor & kuzmin inszenieren Licht auf ungewöhnliche, überraschende Weise. Das Licht, dem sie zur Wirkung verhelfen, ist weder das unterschiedliche Stimmungen vermittelnde Tageslicht, noch ein mystisches, aus einer anderen Welt herüberleuchtendes Licht. Ihr Licht ist vielmehr ein entschieden diesseitiges, alltäglich-banales Licht, wie wir es aus der Lichtwerbung oder vom Arbeitsplatz her kennen. molitor & kuzmin arbeiten mit weißen marktüblichen Leuchtstoffröhren, die sie zu räumlichen Gebilden verdichten, so daß sie ihre skulpturale Form im gleißenden Licht zu verlieren scheinen. Es entstehen Lichtskulpturen, bei denen die Technizität der Teile und deren Materialität in der blendenden Helligkeit aufgehoben ist.

molitor & kuzmin haben für ihre Ausstellung in der Städtischen Galerie einen Dunkelraum entwickelt, der tastend durchschritten werden will und in dem nur einige wenige "Lichtblicke" Orientierung und Ausblick ermöglichen. Man fühlt sich an Platons Höhlengleichnis erinnert, weil man sich fragt, ob denn das, was man sieht, die Wirklichkeit oder nur ein Abbild oder ein ebenso zufälliger wie flüchtiger Ausschnitt von ihr ist. In einer Gegenwart, in der sich Realität und Virtualität mehr und mehr mischen und dabei unsere Wirklichkeitserfahrung erschweren, besitzt eine solche Installation Aktualität und wird unter die Haut gehen.

 

 


25.04. 2010 - 16.01. 2011

Johann Wilhelm Schirmer - die Druckgraphik

Die vervielfältigte Natur
Johann Wilhelm Schirmer und die Druckgraphik

Die Druckgraphik Johann Wilhelm Schirmers (Jülich 1807 - 1863 Karlsruhe) ist wenig bekannt und kaum erforscht. Sie ist mit wenig mehr als 30 Blatt zwar nicht sehr umfangreich, doch war sie ihm von Jugend an bis in die 1840er Jahre wichtig. Sie begleitet sein malerisches Werk als etwas Eigenes und zählt zu den herausragenden Leistungen der Düsseldorfer Graphik.

Während Schirmers Jugendzeit in Jülich entstanden erste autodidaktische Umrissradierungen. Später, als Schüler der Düsseldorfer Akademie, hat er sich auch vorübergehend mit der Lithographie beschäftigt, jedoch die Radierung bevorzugt. Sie war diejenige druckgraphische Technik, mit der die Kunst der Düsseldorfer Schule vervielfältigt und in alle Welt getragen wurde. Die Druckgraphik diente als akademisches Lehrmaterial und Wandschmuck der bürgerlichen Salons.

Wir wissen nicht genau, wer Schirmer das Radieren beigebracht hat. Vermutlich hat er seine Fähigkeiten im engen Austausch mit jungen Künstlern wie Hosemann und Sonderland entwickelt. Gleich die erste in Düsseldorf entstandene Radierung "Die betende Nonne" von 1829 zeigt eine erstaunliche Meisterschaft. Im Schwarz-Weiß erzeugt Schirmer eine "Farbigkeit", die eine zutreffende Vorstellung von der Gemäldevorlage ermöglicht. Weitere kapitale Blätter - zumeist in freier Anlehnung an seine Gemälde - folgten. 1847 zog er mit seinem Mappenwerk "Acht landschaftliche Originalradierungen" eine erste Bilanz. Dieses Sammelwerk vereinigt zu verschiedenen Zeiten entstandene Blätter. Sie zeigen Schirmers Souveränität und weisen ihn als überragenden Malerradierer aus.

Bei der Betrachtung der Radierungen, die nie sklavisch an der Vorzeichnung oder dem Gemälde kleben, sondern in gewissem Umfang ein dem Medium angepasstes Eigenleben führen, hat man nicht das Gefühl, dass die Radierung ein "blasser" Abklatsch des Bildes sei. Sie ist von ihrem Wesen her etwas anderes als das Bild, aber nicht unbedingt weniger. Sie variiert und interpretiert die parallel entstehenden Gemälde. In einzelnen Fällen geht sie den großen Gemäldefassungen sogar voraus und inspiriert sie. Bei Schirmer ist die Radierung große Kunst auf kleinstem Raum.

 

 

16.05. 2011 - 4.07. 2011

Heiko Tappenbeck

 

25.06. 2011 - 12.09. 2011

Wandelhalle II

Beatrix Opolka

 

11.07. - 25.08. - 12.09. 2011

Jubiläumsausstellung des AdK

 

19.09. - 16.01. 2011

Caspar Scheuren

 

 

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