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Schirn Kunsthalle

Römerberg
60311 Frankfurt am Main
Tel. 069 - 29 98 82 11; Fax 069 - 29 98 82 40
So + Di 11 - 19 Uhr, Mi - Sa 11 - 22 Uhr, Mo geschlossen
www.schirn.de
vorausgegangene Ausstellung /previous exhibition

 

22.02. - 01.06. 2008

Impressionistinnen

Berthe Morsot - Mary Cassatt - Eva Gonzales - Marie Bracquemond

Jeder kennt die Namen berühmter Impressionisten ­ Manet, Monet, Degas, Renoir,
Pissarro ­, doch weniger bekannt ist, dass es in ihrem Kreis auch bedeutende Malerinnen gibt. Berthe Morisot, erfolgreiche und geschätzte Kollegin, Freundin und Modell von Manet, wird von zeitgenössischen Kritikern wegen ihres lockeren Pinselstrichs als die "impressionistischste unter den Impressionisten" hoch gelobt. Die Amerikanerin Mary Cassatt entwickelt während ihres Studiums in Paris und durch den engen Kontakt mit Degas ihren unverwechselbaren Stil. Eva Gonzalès hat als Schülerin von Manet ein qualitätvolles, durch ihren frühen Tod jedoch weniger umfangreiches uvre hinterlassen. Marie Bracquemond stellt mit den Impressionisten aus, gerät aber in Konkurrenz zu dem Werk ihres Mannes Felix Bracquemond und gibt die Malerei schließlich auf. Die Ausstellung mit etwa 160 Werken aus internationalen Museen und Privatsammlungen wird am Beispiel dieser vier Malerinnen den weiblichen Anteil an der impressionistischen Bewegung präsentieren.

Kuratorin: Dr. Ingrid Pfeiffer (Schirn)

 

 

28.05. - 31.08. 2008

Terence Koh

Captain Buddha

Terence Koh ist es innerhalb kürzester Zeit gelungen, mit spektakulären Performances und intensiv erfahrbaren Installationen zum viel beachteten Gesamtkunstwerk zu werden. Wie kein anderer versteht es der Künstler chinesisch-kanadischer Herkunft, Einflüsse aus dem Postminimalismus und der Body-Art der Siebzigerjahre in einen eigenen Kosmos zu überführen, in dem Dekadenz und gezielte Überschreitung regieren. In der SCHIRN wird der Betrachter eingeladen, Koh auf eine Reise zu begleiten, die ihn auf der Suche nach sich selbst durch die Welt ­ Indien, China, Birma, Belgien, Afrika ­ ins Nirwana führen soll. Weiße Objekte in einem magisch anmutenden weißen Raum stehen für diese Erkundungen und ziehen den Betrachter in eine bleiche Welt ­ eine Hand, Schnüre, Eimer, eine Toilette, ein toter Vogel, eine Flagge. Koh sagt, er sei wie "der Kapitän in Moby Dick. Ich versuche in den weißen Objekten den weißen Wal zu finden, doch am Ende finde ich das Nichts."

Kuratorin: Dr. Martina Weinhart (Schirn

 


28. 05. - 31.08. 2008

Michael Sailstorfer

Umformungen, Kontextverschiebungen, räumliche Inbesitznahmen ­ sehr rasch verraten Michael Sailstorfers Arbeiten das Interesse des Berliner Künstlers an den Dingen des Alltags, den Materialien der unmittelbaren Umgebung sowie seine hemdsärmelige Faszination für die spezifische Identität und Geschichte dieser Objekte. Sailstorfer nimmt sich diese Gegenstände regelrecht vor, sie werden zerlegt, auseinandergenommen, deformiert, adaptiert, neu zusammengesetzt und zu kraftvollen Installationen umgedeutet. Dabei ist sowohl der Raum, den sie einnehmen, als auch der Raum, der sie umgibt, von essenzieller Bedeutung. Selbst kleinere Objekte sind in diesem Sinn Installationen, inhaltlich integral mit der Identität des Ortes der Aufstellung verbunden. Sailstorfers Arbeiten ist stets ein Gefühl für Sentiment eigen, das nicht konstruiert oder kalkuliert, sondern Bestandteil der Werke selbst ist und vom Künstler mit absoluter Sicherheit erspürt wird. Für die SCHIRN wird Sailstorfer eine neue Arbeit schaffen.
Kurator: Matthias Ulrich (Schirn

 

 

21.06. - 14.09. 2008

Die totale Aufklärung

Moskauer Konzeptkunst 1960-1990

 

Die Ausstellung bietet erstmals einen umfassenden Überblick über die im Westen immer noch wenig bekannte Konzeptkunst im spät- und postsowjetischen Russland. Der Moskauer Konzeptualismus begann bereits Ende der Sechzigerjahre im sowjetischen Untergrund, wobei sich in den Aktionen, Installationen und Texten die existenzielle Erfahrung widerspiegelt, Teil eines politischen Konzeptes zu sein. Da das Kunstleben in der Sowjetunion einer strengen ideologischen Zensur unterstand, wurde die Aktivität der Moskauer Konzeptualisten notwendigerweise politisch und kritisch, eigneten sie sich doch das Interpretationsprivileg an, das allein der Kommunistischen Partei zustehen sollte. Die Ausstellung präsentiert Künstler wie Erik Bulatov, Ilya Kabakov, Komar/Melamid, Alexander Kosolapov, Igor Makarevich/Jelena Jelagina, Andrej Monastyrskij, Boris Mikhailov, Dmitri Prigov, Leonid Sokov und Vadim Zakharov und schließt damit an die SCHIRN-Ausstellung "Traumfabrik Kommunismus" an, die sich mit der sowjetischen Kunst der Stalinzeit auseinandersetzte.

Kurator: Prof. Dr. Boris Groys

 

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