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Schirn Kunsthalle

Römerberg
60311 Frankfurt am Main
Tel. 069 - 29 98 82 11; Fax 069 - 29 98 82 40
So + Di 11 - 19 Uhr, Mi - Sa 11 - 22 Uhr, Mo geschlossen
www.schirn.de
vorausgegangene Ausstellung /previous exhibition

 

14.10. 2008 - 18.01. 2009

Orhan Pamuk: Das Museum der Unschuld



Parallel zur Frankfurter Buchmesse 2008 zeigt die SCHIRN die Ausstellung "Orhan Pamuk. Das Museum der Unschuld". Sie basiert auf dem gleichnamigen Roman des türkischen Nobelpreisträgers, der im Rahmen der Buchmesse in deutscher Sprache präsentiert wird. Der Roman spielt zwischen den 1970er- und 1980er-Jahren in Istanbul. Erzählt wird die Geschichte von Kemal, dem Erben einer sehr wohlhabenden Familie der Stadt, und dessen leidenschaftlicher Liebe zu Füsun, einer entfernten Verwandten aus der unteren Mittelschicht. In einer umfangreichen Sammlung von alltäglichen Gegenständen und Erinnerungsstücken rekonstruiert Kemal die Geschichte seiner gescheiterten Liebe. Pamuks Roman ist als Sammlungskatalog dieses imaginären Museums angelegt. In Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller wird der Roman "Das Museum der Unschuld" in der SCHIRN erstmals in die
überführt, um anschließend in Istanbul in einem Haus, das Teil der Handlung ist, dauerhaft installiert zu werden.

Kurator: Vasif Kortun (Istanbul)

 

 

05.02. - 03.05. 2009

Darwin, Kunst und die Suche nach den Ursprüngen

1859 publizierte Darwin sein epochales Werk "Über die Entstehung der Arten". Bald reagierten bildende Künstler nicht nur auf Darwins Erkenntnisse über den Ursprung, das Überleben und die Evolution der Arten, sondern auch auf die Deutungen seiner Befürworter und Kritiker. Während in Amerika Martin Johnson Heade bestrebt war, Darwins Vision der Natur als "dichtbewachsene Uferstrecke", unter deren äußerer Schönheit der Kampf um das Dasein tobt, in Bilder zu fassen, schuf in Deutschland Arnold Böcklin Seewesen mit menschlichen Zügen und Gebärden.
Gleichzeitig entwickelte in Frankreich Odilon Redon seine Vision des Ursprungs der Welt aus den Tiefen der Gewässer. Alfred Kubins skurrile Mischwesen zeugen von einer bedrohlicheren Sicht der Evolution. 1919 begann Max Ernst, angeregt von Abbildungen in populärwissenschaftlichen Büchern, in Collagen und Gemälden neuartige Szenen einer fernen Vorzeit zu schaffen, die nicht nur die Ursprünge, sondern ab 1933 auch die Zukunft der Menschheit hinterfragten.

Kuratorin: Dr. Pamela Kort (Berlin)

 

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