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Galerie Manfred RiekerFriedrich-Ebert-Brücke/beim Insel Hotel
74019 Heilbronn am Neckar
Tel. 07131 - 62 78 00, Fax 07131 - 62 78 80, mobil: 0172 - 73 5 94 64
Di - Fr 14 - 18.30 Uhr, Sa + So, Feiertag 11 - 13 Uhr, vormittags nach Vereinbarung
rieker-hn@gmx.de
www.galerie-rieker.de
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition
19.04. - 27.07. 2008
Enrique Asensi
Skulpturen und Wandarbeiten
ENRIQUE ASENSI
1950 geboren In Valencia, Spanien
1972-77 Studium an der Akademie San Carlos in Valencia
1977-2007 Aufenthalt in Deutschland
seit 2007 in Spanien bei BarcelonaDer bis auf den Grund vorangetriebene Kontrastreichtum des Materials von Stein und Eisen unter zugleich asketischstem Formbewusstsein charakterisiert die Skulpturen des Spaniers Enrique Asensi. In seiner zurückhaltenden, oft kargen Form scheint der häufig beinahe roh belassene Stein die individuelle Handschrift des Künstlers gleichsam auszulöschen. Was hier auf den Betrachter vielleicht zuallererst hereinbricht, ist der fast schon dem Verschwinden nahe, sehr distanzierte Blick des Künstlers auf sein Werk. Er schafft dies anhand seiner konzeptuellen Strenge und seines Verzichtes auf jedwede Erzählung. Hier prallen mehrere scheinbar unzusammenhängende Welten aufeinander, stehen in ihrer Materie und ihrem So-Sein, so scheint es zumindest, unversöhnlich gegen-einander - und werden dennoch vom Künstler in großartiger Weise geeint. Asensi versteht sich auf die Konfrontation, das stete Herantasten an Grenzen, letztlich aber auch auf ihre Überwindung. Die allgegenwärtige Distanz ermöglicht es ihm, eine vorschnelle, allzu romantisch verklärte Sicht einer Einheitlichkeit des Bildobjektes hinauszuzögern. Dem Wunsch noch einer unmittelbaren Ganzheit wird dabei nicht nachgegeben.
Von seinen Skulpturen könnte man sagen, daß Asensi versucht, ein Kräftefeld aufzubauen und Werke zu schaffen, bei denen der Gedanke der Ergänzung im Mittelpunkt steht. Dies unterscheidet ihn von all den Bildhauern, deren Werke lediglich auf der Spannung oder dem Dialog der Materialien beruhen. So scheint es, daß in einigen seiner Werke der Stahl den Stein erhöht und ihn verherrlicht, um ihn jenseits der menschlichen Dinge zu stellen. In anderen Werken dient der Stein dem Metall als Umrahmung. In einem seiner schönsten Werke ist es der überdimensionierte und doch schmucklose Metallrahmen, der zwei vertikal gearbeitete Oberflächen aus Stein hervorhebt.
Maria Luisa Borràs (Textauszug)
Preview: Samstag, 19 April, ab19 Uhr
Vernissage: Sonntag, 20. April, 11 bis 13 Uhr