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Pinakothek der Moderne
Barerstrasse 40
80333 München
Tel. 089 - 23805-360, - 0; Fax - 312
Di - Do 10 - 17 Uhr, Do und Fr zusätzlich bis 20 Uhr
info@pinakothek-der-moderne.de
www.pinakothek-der-moderne.de
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition
27.11.2011 - 26.02.2012
Sabine Hornig
Durchs Fenster
Sabine Hornig, geb. 1964, zählt zu einer der international gefragtesten deutschen Künstlerinnen ihrer Generation. Ihr fotografisches und bildhauerisches Werk entwickelt sich an den Schnittstellen zwischen Fotografie, Skulptur und raumbezogener Installation und stellt einen künstlerisch ebenso eigenständigen wie eigenwilligen Beitrag zum Verständnis von Fotografie als zeitgenössischer Kunstform dar.
Im Zentrum der Ausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin entstanden ist, steht die 2001 begonnene Werkgruppe »Fenster«, die heute rund fünfzig großformatige Fotografien umfasst, und aus der einige Arbeiten bereits 2003 im New Yorker Museum of Modern Art gezeigt wurden. Am Beispiel von Schaufenstern leerstehender Ladengeschäfte in Berlin Mitte untersucht die Künstlerin das subtile Verhältnis von Bild und Raum, von Abbild und Wirklichkeit stetig neu. Hornig fotografiert die Fenster maßstabsgerecht als Bilder, die mehrere Anschichten auf der zweidimensionalen Fläche vereinen: den Blick in den Innenraum, die Spiegelung des Außenraumes auf der Fensterscheibe sowie die Fensterscheibe und die darauf sichtbaren Spuren selbst. In einer präzisen, detailgenauen Bildsprache vereint Hornig dieses vielschichtige visuelle Gefüge aus Blicken, Durchblicken und Spiegelungen, aus Vorher und Nachher, und lässt am Beispiel des urbanen Raums und seiner Wahrnehmung neuartige Bild-Raum-Vorstellungen entstehen, die die Schaulust des Betrachters herausfordern.
Erweitert wird die Ausstellung durch eine Intervention in der Alten Pinakothek, in der einige von Sabine Hornigs Fotografien Gemälden der holländischen Genremalerei des 17. Jahrhunderts gegenübergestellt sind. Fenster und Rahmen, Durchblicke, Raumgefüge, Lichtsetzung, Stillleben und Vanitasmotive sind dabei Motive, mit denen die fotografischen Werke in einen spannungsreichen Dialog zu Gemälden der älteren Kunstgeschichte treten.
Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Werkmonographie (deutsch/englisch) im Verlag für moderne Kunst, Nürnberg, mit Texten von Hans Belting, Inka Graeve Ingelmann und einem Interview der Künstlerin mit Sophie Tottie.
Sabine Hornig hat mit »Das Glasfassaden-Projekt« 2005 auch eine dauerhafte, raumgreifende Installation in der Grundschule an der Pfeuferstraße 1, in München-Sendling, verwirklicht.
16.10.2011 - 2012
Jan Linnartz und Max Mayer
ELÁSTICO. (IVORY PRODUCTIONS). VIDEOPROJEKTION
Premiere der Videoprojektion ELÁSTICO von Jan Linnartz und Max Mayer am Samstag, 15.10.2011 (Lange Nacht der Museen) um 21.00 in der Neuen Sammlung
| Jede Nacht ab Einbruch der Dunkelheit bis 01.00 Uhr | Pinakothek der Moderne, WestseiteClown und Elefant, Kung Fu, Parkour und Breaking ... Dance Battles: ungezähmte Bewegung, pure Kraft, poetische Eleganz. In einem unermüdlichen Schaffensprozess formen Tänzer Gebilde aus farbigen Linien und verwerfen diese sogleich, um immer wieder ihren neuen Ideen Raum zu geben.
Die Videoarbeit ELÁSTICO der jungen Münchner Filmemacher Jan Linnartz und Max Mayer (Ivory Productions) entstand 2011 eigens für Die Neue Sammlung The International Design Museum Munich und deren spezifische Raumsituation in der Pinakothek der Moderne. Als Projektionsfläche für den Film dient die Wand-Installation »The Art of Car Design«, die 2002 durch BMW Design für Die Neue Sammlung konzipiert und realisiert wurde. Nacht für Nacht und nur von außen sichtbar, trägt ELÁSTICO Farbe, Licht, Dynamik und Leben aus dem Museum auf die Straße.
Um junge Videokünstler an der Schnittstelle zwischen Kunst und Design zu fördern, lobte BMW Group Design zusammen mit der Neuen Sammlung The International Design Museum Munich 2011 einen Hochschul-Wettbewerb aus. Eingeladen waren Studierende der Hochschule für Fernsehen und Film München als neuer Nachbar des Museums. Eine Jury, der u.a. die Filmproduzentin Sophie von Uslar und der Grafikdesigner Mirko Borsche angehörten, wählte das Gewinnerprojekt aus.
13.01.-18.03.2012
Mirko Borsche
UNPLUGGED. MIRKO BORSCHE. DESIGN WORKS!
Der junge, mehrfach ausgezeichnete Grafikdesigner Mirko Borsche (*1971) gestaltet erstmals eine Museumsausstellung seiner Entwürfe und gewährt so einen ungewöhnlichen Blick auf die Arbeit seines 2007 in München gegründeten »Bureau Mirko Borsche«.
Für die Ausstellung in der Neuen Sammlung reduziert Mirko Borsche die visuelle Sprache seiner originalen Arbeiten auf handgemalte Schwarz-Weiß-Plakate. Dabei werden die Komposition großer Plakate ebenso wie kleine CD-Hüllen oder Magazin-Cover auf das Format 70 x 100 cm gebracht. Indem Borsche die ursprüngliche Entwurfsidee durch schwarze Pinselstriche auf hellem Grund und das immer gleiche Format abstrahiert und die Exponate in eine serielle Reihung bringt, wagt er nichts Geringeres als die radikale Uminterpretation der Design-Aufgabe »Plakat« innerhalb einer Museumsausstellung.
Bureau Mirko Borsche arbeitet für Kulturinstitutionen und Unternehmen, unter anderem in den Bereichen Editorial Design, Buchgestaltung, Plakate, Typographie, Websites und Corporate Graphics. Für das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und das unabhängige Musiklabel Gomma, für die Münchner Subkulturszene und das Hamburger Thalia Theater, das MartA Herford und Die Neue Sammlung The International Design Museum Munich, die Bayerische Staatsoper und den Berliner Modeschöpfer Kostas Murkudis, das ZEITmagazin und die alternative Münchner Monatszeitung Super Paper.
Eine Ausstellung der Neuen Sammlung The International Design Museum Munich in Kooperation mit Bureau Mirko Borsche. Mit freundlicher Unterstützung durch Atelier Steffen Kehrle, München.
Zur Ausstellung erscheint ein Mappenwerk mit allen Exponaten im Format 297 mm x 210 mm. Mit Texten von Christoph Amend und Florian Hufnagl. Auflage 100 Exemplare. 74 lose Blätter, handgedruckt auf dem Risographen. Einband handkonfektioniert, Siebdruck. Entwurf: Mirko Borsche.
Arnulf Rainer übergibt 110 Werke der Pinakothek der Moderne - Größte Rainer-Sammlung außerhalb Österreichs
München, 18. Januar 2012. Der österreichische Maler Arnulf Rainer (*1929 in Baden bei Wien) schenkt der Pinakothek der Moderne in München 40 Gemälde und 70 Arbeiten auf Papier aus allen Perioden seines Schaffens. Dies ist nicht nur die größte Schenkung, die der Künstler jemals einem Museum übergab, sondern dank ihrer beherbergt die Pinakothek der Moderne nun die größte Rainer-Sammlung außerhalb Österreichs. Das Konvolut besteht aus Hauptwerken aus dem Privatbesitz des Künstlers aus den frühen fünfziger Jahren bis heute.
Festakt
Aus diesem Anlass feiern die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen Am 23. Januar, um 18.30 Uhr, in der Pinakothek der Moderne einen Festakt mit dem Künstler sowie Wolfgang Heubisch, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Die Laudatio hält der österreichische Kunstwissenschaftler Werner Hofmann, Weggefährte Arnulf Rainers und ehemaliger Direktor der Hamburger Kunsthalle. Im Anschluss liest Martin Kusej, Intendant des Residenztheaters München, aus den Schriften Arnulf Rainers. Der Abend wird gefördert durch die International Patrons of the Pinakothek.
Die Schenkung
Die 110 Werke, die nun für immer in München bleiben, wurden 2010 in der Alten Pinakothek anlässlich der Ausstellung "Arnulf Rainer. Der Übermaler" gezeigt, die die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen aus Anlass des 80. Geburtstags des Künstlers ausgerichtet haben. In der Pinakothek der Moderne bestimmt sein Werk nun mit den Sammlungsbeständen von Joseph Beuys, Georg Baselitz, Palermo und Sigmar Polke sowie großen Werkgruppen und Installationen US-amerikanischer Künstler wie Dan Flavin, Donald Judd, Fred Sandback oder Andy Warhol das Profil der Sammlung. Kunst nach 1945.
"Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen nehmen dieses großzügige Geschenk mit großer Dankbarkeit und Freude an", sagte Klaus Schrenk, Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. "Arnulf Rainer hat einen entscheidenden Beitrag zur Abstraktion in der Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts geleistet." Michael Semff, Direktor der Staatlichen Graphischen Sammlung, ergänzt: "Arnulf Rainer ist einer der autarksten Künstler unserer Zeit. Seine Arbeiten auf Papier entfalten die ganze Bandbreite der Themen und Materialien seines Schaffens."
Corinna Thierolf, Hauptkonservatorin an der Pinakothek der Moderne und Kuratorin der Ausstellung "Arnulf Rainer. Der Übermaler": "Arnulf Rainer gehört zu den international einflussreichsten lebenden Künstlern aus Österreich. Mit der heutigen Schenkung wird uns ein wahrer Schatz anvertraut; die Pinakothek der Moderne wird damit auch zu einem Zentrum für Arnulf Rainers gesamtes Schaffen."
Arnulf Rainer und die staatlichen Sammlungen
1984 kamen die ersten beiden Bilder aus der Sammlung Prinz Franz von Bayern/Wittelsbacher Ausgleichsfonds in die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Bis 1993 wuchs der Bestand durch drei weitere Gemälde, die dank der vereinten Kräfte von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne und staatlichen Mittel erworben werden konnten. Seit der Eröffnung der Pinakothek der Moderne vergrößerte sich die Sammlung mit vier Erwerbungen, die je hälftig mit Hilfe von privaten Förderern und durch Schenkungen des Künstlers ihren Weg in die Sammlung fanden. 2007 kamen sieben Übertragungen aus der Udo und Anette Brandhorst-Stiftung an die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen hinzu.
Auch die Staatliche Graphische Sammlung München war durch die Sammlung Prelinger und die Aktivitäten des ehemaligen Galerievereins (heute PIN.) bereits im Besitz mehrerer Dutzend Blätter Druckgraphik des Künstlers. Diese werden durch die Schenkung mit einer eine Fülle neuer Zeichnungen ergänzt, die das graphische Werk Arnulf Rainers von der Frühzeit bis heute exemplarisch vor Augen führen.
Während der Ausstellung "Arnulf Rainer. Der Übermaler" 2010 in der Alten Pinakothek konnten Ernst und Bedeutung seines Austauschs mit der Geschichte der Kunst durch die unmittelbare Nachbarschaft Alter Meister eindringlich vermittelt werden. In diesem Kontext erschien auch die Publikation "Arnulf Rainer. Schriften. Selbstzeugnisse und ausgewählte Interviews" (hrsg. von Corinna Thierolf).
Der Erfolg der Ausstellung "Arnulf Rainer. Der Übermaler" 2010 in der Alten Pinakothek und das in Europa einzigartige Sammlungsprofil der Pinakothek der Moderne sowie nicht zuletzt die Anerkennung und Wertschätzung seines Schaffen seit über 40 Jahren in München und Bayern, bewogen den Künstler dazu, die Werke der Ausstellung dauerhaft an die Pinakothek der Moderne zu übergeben.
Arnulf Rainer hierzu:
"Seit über 40 Jahren erfahre ich in München Anerkennung für meine Arbeit, ich hatte immer wieder wichtige Ausstellungen in Galerien und Museen. Seit 2002 gibt es die enge Zusammenarbeit mit den Pinakotheken. Ich bekam einen eigenen Raum in der Pinakothek der Moderne und 2010 die wichtige, schöne Ausstellung in der Alten Pinakothek.
Aus Dankbarkeit gegenüber der großen Wertschätzung, möchte ich, dass meine Bilder in München bleiben, - auch in der Hoffnung auf immer neue Ausstellungen."
Aus Anlass der Schenkung richtet die Pinakothek der Moderne zwei Räume ein und zeigt auf insgesamt 300 Quadratmetern eine Auswahl von 31 Gemälden der Schenkung: Von den zu fast vollkommener Ruhe überführten monochromen Bildern über die bewusst in hoher Geschwindigkeit geschaffenen, gestischen Fingermalereien, den "Kreuzen", den "Body-Poses" oder den "Face Farces" sowie den meditativen, um das Jahr 2000 entstandenen "Schleierbildern" und "Geologica".
Der Festakt wird gefördert durch die International Patrons of the Pinakothek.
Über die Stiftung Pinakothek der Moderne
Die 1994 gegründete Stiftung Pinakothek der Moderne ist aus dem Bewusstsein heraus entstanden, dass bürgerschaftliches Engagement notwendig ist, um unserer Gesellschaft entscheidende Impulse für ihre Weiterentwicklung zu geben. Mit Spenden in Höhe von rund 13 Millionen Euro ermöglichte sie den Bau der Pinakothek der Moderne. Seitdem unterstützt die Stiftung, die über den Einsatz ihrer Mittel selbst bestimmen kann, die Sammlungen der Pinakothek der Moderne besonders im Hinblick auf die räumliche und funktionale Vermittlung von Kunst. In diesem Sinne hat die Stiftung 2009 die Initiative ergriffen, eine stärkere Aktivierung des Kunstareals München zu fördern. Ziel ist es, den Zugang zu den Sammlungen zu vereinfachen, ihre Sichtbarkeit zur erhöhen und ihre Vernetzung untereinander zu fördern.
Weitere Informationen unter http://www.stipimo.de
Quelle. Newsletter Oktober 2010
100 Jahre Schack-Galerie
Festakt zur Eröffnung: Dienstag, 17.11. 2009, 16.30
Vor 100 Jahren am 18. September 1909 eröffnete die Schack-Galerie an der Prinzregentenstraße in München. Bauherr war seinerzeit Kaiser Wilhelm II., der auch die angrenzende Preußische Gesandtschaft errichten ließ. Die Pläne, die auf einen ersten Entwurf von Adolf von Hildebrand zurückgehen, lieferte Max Littmann, der Architekt des Münchner Prinzregententheaters.
Die Schack-Galerie ist mit ihren umfangreichen Werkkomplexen von Moritz von Schwind, Anselm Feuerbach und Arnold Böcklin eine der wichtigsten Sammlungen zur deutschen Malerei des 19. Jahrhunderts. Sie wurde durch Adolf Friedrich Graf von Schack begründet, der neben Ludwig I. der bedeutendste Sammler zeitgenössischer Malerei in Deutschland war. Bis zu seinem Tod im Jahr 1894 erwarb er rund zweihundert Gemälde von deutschen Künstlern und etwa siebzig Kopien nach Gemälden Alter Meister. Mit dem Tod des Grafen Schack fiel die Sammlung als Vermächtnis an den deutschen Kaiser, der 1909 das bestehende Galeriegebäude errichten ließ. 1939 ging sie in das Eigentum Bayerns über und wird seitdem durch die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen betreut.
Im Hinblick auf das Jubiläum wurden im vergangenen Jahr bereits die Galerieräume des Erdgeschosses renoviert. Die bisher hellen Säle und Kabinette erhielten einen Anstrich in dunkleren Farben, der die Bilder aus der Epoche der Romantik besser zur Wirkung kommen lässt. Wände in kräftigem Blau und Rot bilden seither den Hintergrund für die Werke von Schwind, Rottmann, Preller und Spitzweg.
Gleichzeitig wurde ein neues Beschriftungskonzept realisiert, das die einzelnen Werke mit Erläuterungen versieht. Die Beziehungen zwischen Malerei und Literatur, zwischen dem Sammler und Dichter Graf Schack und den Künstlern wie den Bildern seiner Sammlung werden auf diese Weise verdeutlicht. Der Besucher erhält einen Einblick in die Bilder- und Geisteswelt des deutschen 19. Jahrhunderts, die in kaum einem anderen Museum so intensiv erfahren werden kann wie in der Münchner Schack-Galerie.
In diesem Jahr wurde die Renovierung im I. Obergeschoss fortgesetzt. Dort sind mit den Gemälden von Arnold Böcklin und Anselm Feuerbach sowie Lenbachs "Hirtenknaben" Hauptwerke der Sammlung ausgestellt. Außerdem konnte der größte Saal der Galerie, der nach dem Zweiten Weltkrieg lange Jahre als Sitzungssaal der benachbarten Bayerischen Staatskanzlei gedient hat, umgebaut und als Kopiensaal neu eingerichtet werden. Hier werden zwanzig überwiegend großformatige Kopien nach venezianischer Malerei der Renaissance gezeigt werden, die einen Schwerpunkt innerhalb der Sammlung bilden. Der Kopiensaal wird Hauptwerke der venezianischen Malerei wie Giorgiones "Ländliches Konzert" im Louvre, Tizians Pesaro-Madonna in der Frari-Kirche und den Tempelgang Mariens in der Akademie in Venedig sowie das Bildnis Kaiser Karls V. im Prado vereinen. Zu den Malern der Kopien gehört neben August Wolf und Ernst von Liphart vor allem Franz von Lenbach, dessen Tizian-Kopien für den Grafen Schack zu den besten Gemäldekopien des 19. Jahrhunderts in Deutschland zählen. Damit wird ein in den Augen ihres Gründers wesentlicher Teil der Sammlung wieder in das Licht der Öffentlichkeit gerückt und zugleich die Münchner Museumslandschaft um einen einzigartigen Raum bereichert. Der Umbau und die Einrichtung des Kopiensaales wurden durch privates Mäzenatentum ermöglicht und bilden einen besonderen Höhepunkt im Jubiläumsjahr.
Die neu renovierten Räume und der neue Kopiensaal werden am 17. November 2009 der Presse vorgestellt und sind ab dem 18. November für die Öffentlichkeit zugänglich.
26 Tonnen schweben durch die Luft
Granitkugel in Türkentor eingelassen
München, 29. September 2009 | Eine Granitkugel mit einem Durchmesser von 2,60 Metern und einem Gewicht von 26 Tonnen zog am 29. September in das im Umbau befindliche Türkentor im Kunstareal München ein und komplettiert es auf diese Weise zu einer in Deutschland einzigartigen begehbaren Rauminstallation: "100 Billion Galaxies" des amerikanischen Künstlers Walter De Maria. Der Künstler hat die Kugel bei einer im Bayerischen Wald ansässigen Firma fertigen lassen, die in der Lage ist, diese technische Meisterleistung zu bewältigen. Sie wurde mit einem Kran durch das Dach transportiert, bevor es endgültig verschlossen wird.
Das Projekt verdankt sich einer Initiative der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, die sich für dieses Werk Walter De Marias für München engagiert haben. Die Stiftung Pinakothek der Moderne konnte gewonnen werden, einen Betrag in Höhe von 780.000 Euro für den Umbau des Türkentors zu spenden und damit ein Zeichen für die Weiterentwicklung des "Kunstareals München" zu setzen. "100 Billion Galaxies" wurde von der Udo und Anette Brandhorst Stiftung erworben, die weitere Werke des Künstlers besitzt. Sauerbruch Hutton, die Architekten des Museums Brandhorst, haben das Türkentor in enger Zusammenarbeit mit Walter De Maria neu gestaltet.
Die Fertigstellung und die feierliche Eröffnung sind für Mai 2010 geplant.
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