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Galerie Karl PfefferleReichenbachstr. 47-49
80469 München
Tel. 089 - 29 79 69; Fax 089 - 291 35 71
Di - Fr 14 - 18.30 Uhr, Sa 11 - 16 und nach Vereinbarung
www.galeriekarlpfefferle.de
aktuelle Ausstellung / current exhibition
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition
02.05. - 24.06.2000
Astrid StrickerZeichnungen
Astrid Stricker, Männer, Bleistift auf Papier, 29,5 x 21 cm
Wir freuen uns, Zeichnungen von Astrid Stricker, von der zurzeit Arbeiten im Frankfurter Museum für Moderne Kunst zu sehen sind, erstmals in München zeigen zu können. Die 1964 geborene Künstlerin hat unter anderem bei Ulrich Rückriem Bildhauerei studiert. Sie erhielt 1998/99 das Atelierstipendium für London der Hessischen Kulturstiftung und im letzten Jahr das Atelierstipendium "Künstlerhaus Balmoral", Bad Ems.
Astrid Stricker zeichnet Männer und Frauen. Doch illustrieren ihre Bilder keine Geschichten. Vielmehr erkundet die Künstlerin mit ihren häufig nackten, manchmal deformierten Figuren komplexe psychische Zustände - nicht selten diffuse Ängste, Wunschvorstellungen oder Schmerzen. Dabei scheint Astrid Strickers Phantasie für ihre ungewöhnlichen, mehrdeutigen Bildfindungen beinahe grenzenlos. Einige der kafkaesk-unheimlichen oder schamios radikalen Arbeiten vermögen bei den Betrachterinnen, Unwohisein oder gar Ekel hervorzurufen.
In ihren bis zu 2 x 1,50 Meter großen, pointierten Zeichnungen, die nichts Skizzenhaftes haben, legt Astrid Stricker ihre Figuren mit hartem Bleistift als Umrisse an.
Dennoch wirken sie nicht flächig, sondern bestechen durch das mit wenigen, sensiblen Strichen hervorgebrachte körperliche Volumen. Die sinnliche Betonung der Körperlichkeit wirft Fragen zur Wahrnehmung und zum Verständnis des Körpers über Klischees hinaus auf. Astrid Stricker entwickelt in ihrer Arbeit eine poetische Körper-Sprache. Eine reiche Lyrik des Körpers.
Kai Middendorff
Eröffnung am 2.5.2000
Zur Eröffnung spricht die Kunstkritikerin und Autorin Dr. Hanne Weskott