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Galerie Karl PfefferleReichenbachstr. 47-49
80469 München
Tel. 089 - 29 79 69; Fax 089 - 291 35 71
Di - Fr 14 - 18.30 Uhr, Sa 11 - 16 und nach Vereinbarung
www.galeriekarlpfefferle.de
aktuelle Ausstellung / current exhibition
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibitionÖffnungszeiten der Galerien am Gärtnerplatz am "Heißen Wochenende":
Fr, 26.6. 1998 18 - 21 Uhr
So, 28.6. 1998 14 - 18 Uhr
26.6. - 14.8. 1998
Sigmar PolkeBilder der letzten Jahre und Papierarbeiten
Sigmar Polke, o.T., 1993, 90 x 70 cm, Mischfarben, Stoff
Wir freuen uns sehr, zum "Heißen Wochenende am Gärtnerplatz" Sigmar Polke präsentieren zu können, mit dem Karl Pfefferle schon vor 17 Jahren zusammengearbeit hat. Unbestritten zählt der Rheinländer Sigmar Polke, der 1941 in Schlesien geboren wurde, zu den weltweit bedeutendsten lebenden Künstlern. Seine groß angelegte Retrospektive, die letztes Jahr in der Kunsthalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn und anschließend im Hamburger Bahnhof, Berlin zu sehen war, hat dies eindrucksvoll unterstrichen. Die Ausstellung in der Galerie Karl Pfefferle ist die erste Ausstellung Polkes in München seit seiner Schau im Haus der Kunst vor drei Jahren.
Polke ist ein Gegner jeder Eindeutigkeit. "Höhere Wesen befahlen: rechte obere Ecke schwarz malen!", so die Inschrift eines weißen Bildes von 1966, dessen obere rechte Ecke schwarz ist. Mit welchen Mächten ist ein Künstler wie Polke im Bunde? Vor allem dann, wenn er sich auf nie zuvor betretenes Terrain begibt? Beispielsweise hat er Bilder nach Streuung von Eisenspänen rosten lassen; er hat mit giftigen Farben gemalt. (Wollte er damit sich selbst, die Bilder oder die Betrachter vergiften?). Er hat aber auch, wie 1986 zur Biennale in Venedig ein Wandgemälde geschaffen, das auf die Luftfeuchtigkeit und damit auf die Zahl der Besucher reagierte. Mal schimmerte es rosa, mal himmelblau. Sehr häufig hat Sigmar Polke auf industriell bedruckte Stoffe gemalt. Also keine Tabula rasa. Kein Schöpfen aus dem Nichts! Polke beginnt einen Dialog mit fremden Stoffen. Seine Kunst ist eine Kunst der Begegnung.
So kommt es im Werk der Einladungskarte zu einem Treffen von Punkten. Auf dem Farbsee, den Polke auf dem Stoff anlegte, stellen schwarze und weiße Rasterpunkte Lichtspiegelungen auf einer Wasseroberfläche dar. Sie treffen auf die Punkte, denen man noch ansieht, daß sie einmal flüssig waren. Spürt Sigmar Polke mit diesem Bild dem 'wahrhaft Flüssigen' in der Malerei nach?
Kai Middendorff
Am Samstag, den 27. Juni um 16 Uhr spricht die Kunsthistorikerin Anne Erfle, Autorin des Buches "Sigmar Polke. Der Traum des Menelaos", das 1997 im DuMont-Verlag erschienen ist, in der Galerie Pfefferle.Katalog Sonderverkauf zu sehr günstigen Preisen am Heißen Wochenende in der Galerie Pfefferle.
Hinweise:
Bernd Zimmer15.5. - 5.7. 1998
Kulturspeicher im Schloß Oldenburg
"Bilder-Landschaften 1980 - 1997"21.8. - 18.10. 1998
Städtische Galerie Villa Zanders, Bergisch Gladbach
"Bilder-Landschaften 1980 - 1997"19.6. - 10.7. 1998
Verein für Originalradierung, München, Ludwigstr. 7
"Tiki. Lenz" - Großformatige Holzschnitte 1997 / 1998
Ekrem Yalcindag
4.7. - 18.8. 1998
Portikus, Frankfurt a. M. (Ausstellungsbeteiligung)
"Stuttgart, 17.7.1956 - Salem (WIS.)/USA, 3.3.1977"