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Galerie Karl PfefferleReichenbachstr. 47-49
80469 München
Tel. 089 - 29 79 69; Fax 089 - 291 35 71
Di - Fr 14 - 18.30 Uhr, Sa 11 - 16 und nach Vereinbarung
www.galeriekarlpfefferle.de
aktuelle Ausstellung / current exhibition
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition
30.06. - 05.08.2000
Ingo Maurer
Ingo Maurer, Tableaux Chinois, Metall, Wasser, Spiegel, Fische, Licht
Maße variabel, Wasserbecken 2,5 x 1,8 m
Tableaux Chinois Es ist eine Arbeit zu sehen, die ich 1989 in der Ausstellung bei der Fondation Cartier pour l'art contemporain gezeigt habe und bis zu diesem Jahr nie wiederholt habe. Im Frühjahr zeige ich sie bei Spazio Krizia in Mailand und dann - erstmals in Deutschland - in der Galerie Karl Pfefferle.
Ein Spiel mit Wasser, Spiegeln, lebenden Fischen und Bewegung - Bewegung, die von den Fischen venursacht wird. Zwei Wasserbassins jeweils 250 x 180 cm, 25 cm hoch; den Boden bedeckt ein Spiegel, die Bassins sind mit Wasser gefüllt, Spiegel schwimmen auf der Oberfläche. Die Beschreibung ist etwas kompliziert, denn ein weiterer Darsteller fehlt noch in dieser Beschreibung: ein starker Scheinwerfer. Dieser Scheinwerfer ist auf das Bassin gerichtet, das Wasser reflektiert seinen 'Inhalt' auf eine Fläche. Das Ergebnis: eine große chinesische Tuschezeichnung, aber kein Stillleben, sondern durch die Fische zum Leben erweckt.
April 2000
Ingo Maurer
Ingo Maurer zählt zu den bedeutendsten Licht-Designern der Gegenwart. Die Design Collection des Museums of Modern Art, New York, beherbergt allein neun Leuchten von Ingo Maurer. Unter ihnen die bahnbrechende "Bulb" (1966), eine Lampe in Form einer Glühbirne und der Geniestreich "YaYaHo" von 1984. Mit "YaYaHo" - an zwei durch den Raum gespannten Drähten werden kleine Halogen-Strahler aufgehängt - entwickelte er ein Niedervolt-Lichtsystem, wie es bis dahin nicht existierte. "Keiner hat so radikal mit den landläufigen Vorstellungen von einer Lampe gebrochen. Keiner hat uns so deutlich vor Augen geführt, daß es bei einer Leuchte nicht allein auf die gute Form ankommt, sondern auf die Inszenierung von Licht. Und keiner hat es vermocht, den Benutzer an der Gestaltung einer Lampe zu beteiligen. Seit drei Jahrzehnten versteht es Ingo Maurer, uns mit seinen innovativen, poetischen Entwürfen zu überraschen und zu verzaubern. Sie sind ein Lichtblick im trockenen sachlich-kühlen Design. Und sie gehören zum Besten, was die Welt, wenn es dunkel wird, zu bieten hat." (Architektur & Wohnen 1/98).
Biografie Ingo Maurer
Geboren 1932 auf der Insel Reichenau, Bodensee. Ausbildung als Typograph in Deutschland und in der Schweiz. 1954 bis 1958 Graphikstudium in München.
1960 in die USA ausgewandert. Arbeit als freier Designer in New York und San Francisco. 1963 Rückkehr nach Europa.
1966 Gründung von "Design M" in München. Erste Lampe: Bulb. Mehrere Design-Auszeichnungen. Aufnahme von einigen Lampen in Sammlungen verschiedener Museen. In der Design Collection des Museum of Modern Art in New York befinden sich: Bulb, Gulp (beide 1969), Light Structure (1970 als Co-Designer), Little Black Nothing, YaYaHo (1988), Los Minimalos Dos, Lucellino Wall, Wo bist Du, Edison...? und Zettel'z (1999).
Juni 1985: Installation von YaYaHo in Paris im Centre Georges Pompidou für die Ausstellung "Lumières Je pense à vous".
Mai 1986: Ausstellung "Ingo Maurer Lumière aha SoSo" in Paris im Institut Français d'Architecture.
Oktober 1986: spezielle Lichtinszenierung für die Ausstellung "Design à la Villa Medici" in Rom; vom französischen Kulturminister ausgezeichnet mit dem Orden "Chevalier des arts et des lettres".
Mai 1988: Installation eines Lichtsystems für die Ausstellung "Design heute. Maßstäbe: Formgebung zwischen Industrie und Kunst-Stück" im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt/Main.
Mai 1989: Erstmals werden nicht-kommerzielle Licht-Arbeiten in der Fondation Cartier pour l'art contemporain in Jouy-en-Josas (Paris) gezeigt unter dem Titel "Ingo Maurer: Lumière Hasard Réflexion".
Juli/August 1989: Ausstellung im Museum für Ethnographie der Völker der UdSSR, Leningrad: "Design ... ?? --- !! Beleuchtung von Ingo Maurer und seinem Team/Kommando".
Februar 1991: Teilnahme an der Ausstellung "Münchner Räume" im Stadtmuseum München.
Januar 1992: Ausstellung "Ingo Maurer: Arbeiten mit Licht" im Museum Villa Stuck, München.
März 1993: Ausstellung im Stedelijk Museum in Amsterdam mit dem Titel "Licht licht".
November 1994: Teilnahme an der Ausstellung "Identità e differenze. l racconti dell'abitare" in der Triennale di Milano mit Einzel- bzw. Sonderobjekten.
März 1995: Teilnahme an der Ausstellung "die kunst und das schöne ding" im Neuen Museum Weserburg, Bremen.
Januar 1998: Wahl zum "Designer des Jahres 1997" durch die Zeitschrift "Architektur & Wohnen".
November 1998: Ausstellung im Museum of Modern Art, New York, "Projects 66" (mit Fernando und Humberto Campana).
März 1999: Zusammenarbeit mit dem japanischen Modedesigner Issey Miyake. Installation mit Spezialeffekten für Miyakes Modenschau in La Villette.
September 1999: Verleihung des Designpreises 1999 der Landeshauptstadt München.
2000: Designpreis der Stadt Barcelona.