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Museum Pfalzgalerie KaiserslauternMuseumsplatz 1
D-67657 Kaiserslautern
Telefon 0631.3647 -201
Telefax 0631.3647 -202
E-Mail: info@pfalzgalerie.bv-pfalz.de
www.pfalzgalerie.de
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition
12.04. - 13.07. 2008
Phil Sims
Color in my Mind
Das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern zeigt vom 12. April bis zum 13. Juli 2008 Gemälde, Zeichnungen, Pastelle, Aquarelle, Skulpturen und keramische Objekte, "Tea Bowls", des amerikanischen Künstlers Phil Sims. Die Arbeiten sind zwischen 1973 und 2008 entstanden. Zahlreiche von ihnen werden zum ersten Mal in einem Museum präsentiert. 164 Werke bieten einen umfassenden Überblick; sie verdeutlichen unterschiedliche Schaffensphasen des Künstlers und stellen Verbindungen innerhalb seines vielschichtigen uvres dar. Eine Reihe keramischer Skulpturen und die neunteilige Serie der "Sea Paintings" sind eigens für unsere Ausstellung entstanden. Sie betonen die für Phil Sims charakteristische Arbeitsweise, sich mit vorgefundenen Räumlichkeiten oder Kunstwerken zu beschäftigen. In diesem Sinne sind die "Sea Paintings" von 2007 das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Ölgemälde "Walchensee bei Mondschein" aus dem Jahre 1920 von Lovis Corinth. Es befindet sich in der Gemäldesammlung des Museums Pfalzgalerie.Phil Sims geht es um die emotionale Wirkung und sinnliche Präsenz der von ihm verwendeten Farben. Seine Malerei aus zahlreichen übereinander liegenden Farbschichten wirkt lediglich auf den ersten Blick monochrom. Bei näherer Betrachtung verbinden sich Farblagen von jeweils unterschiedlicher Deckkraft zu einem neuen Farbklang aus mehreren Tönen.
handgedrehte und verformte Teeschale im japanischen Stil
1984 fand am Williams College of Art in Massachusetts eine Ausstellung mit Werken europäischer und amerikanischer Maler statt. Unter ihnen war auch Phil Sims. Der Titel "Radical Painting" (Radikale Malerei) wurde hier eingeführt. Die Künstler standen in der Tradition der 1950er und 1960er Jahre, der Maler der New York School mit Barnett Newman, Mark Rothko und Clifford Still. Sie grenzten sich jedoch von deren "Colorfield-Painting" (Farbfeldmalerei) ab. Phil Sims arbeitet mit dem Prinzip des "Allover" und stellt die Farbe in den Mittelpunkt seiner künstlerischen Aussage. Die erlebnishafte Begegnung mit der konkreten Materialität von Farbmasse, Struktur, Licht und Bildträger ermöglicht einen Zugang zur radikalen Malerei Phil Sims' und eröffnet dem Betrachter eine besondere Art der Farbwahrnehmung.
1940 in Richmond, Kalifornien (USA) geboren, studierte Phil Sims nach einer Ausbildung zum Keramiker von 1964 bis 1965 am San Francisco Art Institute Malerei. Von 1968 bis 1970 unternahm er Reisen nach Europa, in den Nahen Osten und nach Indien. Nach seiner Rückkehr lebte er bis 1977 in San Francisco und ließ sich danach in New York nieder. Im Anschluss an einen einjährigen Aufenthalt in New Mexico 1999, zog Phil Sims im Jahre 2000 nach Pennsylvania. Hier lebt und arbeitet er.
Die Gemälde von Phil Sims waren in zahlreichen Ausstellungen in Europa und in den USA zu sehen. Sie befinden sich im Besitz internationaler Sammlungen und Museen, u.a. in der Sammlung Panza, Varese (I), in der Albright-Knox Art Gallery, Buffalo, New York (USA), im Williams College Museum of Art, Williamstown, Massachusetts (USA), im Erzbischöflichen Diözesanmuseum Köln (D), im Kunstmuseum Bonn (D), dem Karl Ernst Osthaus-Museum, Hagen (D), den Staatlichen Museen Kassel, Neue Galerie (D), der Kunsthalle Kiel (D), dem Musée d'Art Contemporain, Lyon (F) und in der Malmö Konsthall (S).
Es erscheint ein Katalog in deutscher und englischer Sprache mit Beiträgen von Britta E. Buhlmann, Annette Reich und Brigitte Tietzel. Umfang ca. 144 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen, Preis 19,80 Euro , ISBN 3-89422-152-6.
Schirmherrschaft: Dr. Giuseppe Panza di Biumo (Sammlung Panza, Varese)
Eröffnung: Freitag, 11. April 2008, 19 UhrEs sprechen:
Theo Wieder, Vorsitzender des Bezirkstags Pfalz
Richard Aker, Stellvertretender Generalkonsul, Amerikanisches Generalkonsulat, Frankfurt am Main
Dr. Susanne Wimmer-Leonhardt, Bürgermeisterin der Stadt Kaiserslautern
Dr. Britta E. Buhlmann, Direktorin des Museums Pfalzgalerie und
Dr. Annette Reich, Kuratorin der Ausstellung.Das "Sam Kennedy Trio" übernimmt die musikalische Gestaltung.
Während der Eröffnung bieten wir, unter pädagogischer Leitung von Trude E. Deubig und Dr. Elisabeth Voigtländer, ein Programm für Kinder ab 6 Jahren an.
02.08. - 21. 09. 2008
Michael Croissant
Figuren und Köpfe
und
Jan Wawrzyniak
Gezeichnete Bilder
Bildhauerische Werke von Michael Croissant und gezeichnete Bilder von Jan Wawrzyniak werfen die Frage nach existenziellen Befindlichkeiten des Menschen auf und lassen in ihrer Zusammenschau vielfältige, neue Aspekte der Wahrnehmung zutage treten.
Michael Croissant (1928 Landau/Pfalz 2002 Haar-Gronsdorf bei München) geht von der menschlichen Figur aus, die er in geometrisch-abstrakter Form künstlerisch umsetzt. Neben den Torsi, den stehenden und liegenden Figuren sind Köpfe ein zentrales Thema in seinem Schaffen. Ihnen liegt eine scheinbar einfache, reduzierte Formensprache zugrunde. Statik und Dynamik sowie Ruhe und Bewegung gehen eine spannungsreiche Verbindung ein. Croissants Arbeiten sind eine Gratwanderung zwischen organischer Naturform und geometrischer Vereinfachung.
2008 wäre Michael Croissant, Mitglied einer bekannten Pfälzer Künstlerfamilie und Pfalzpreisträger für Plastik, 80 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass zeigen wir eine repräsentative Auswahl seines bildhauerischen Werkes. Die Exponate stammen überwiegend aus dem Nachlass des Künstlers sowie aus dem eigenen Sammlungsbestand.
Es erscheint ein Katalog.
Der 1971 in Leipzig geborene und heute in Halle lebende Jan Wawrzyniak ist Zeichner. Seine zum Teil großformatigen Arbeiten sind in ihren Bildmitteln radikal reduziert. Wawrzyniak trägt auf grundierte weiße Leinwände mit Kohle Linien und subtile flächige Grauabstufungen auf. Dabei verunsichern multiperspektivisch gesetzte Konstruktionen und gebrochene Perspektiven die Raumorientierung des Betrachters. Die Irritation der Seheindrücke, das vergebliche Verifizieren von Perspektiven erinnern an die Erzählwelt Franz Kafkas: Die Bilder Jan Wawrzyniaks werden in diesem Zusammenhang zu Metaphern von Bedrohung und Entfremdung.
Zur Ausstellung, die in kleinerem Umfang zuvor in der Kunsthalle Erfurt zu sehen war, ist ein Katalog mit einem Text von Karen van den Berg erschienen.
03.10. - 23.11. 2008
Saar Ferngas Förderpreis Junge Kunst 2008
Seit 1986 vergibt die Saar Ferngas AG einen Förderpreis für Kunstschaffende, die jünger als 35 Jahre alt sind. Der Preis stellt die Kontinui-tät des Wirtschaftsunternehmens in seinem Engagement für die zeitgenössische Kunst unter Beweis. Die Ausstellungen zum Förderpreis werden wechselweise vom Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern, dem Saarlandmuseum Saarbrücken und dem Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen organisiert und präsentiert. Eine bundesweite Ausschreibung, die keine thematischen oder gestalterischen Vorgaben macht, erfolgt für das Jahr 2008 zum 12. Mal. Neben den traditionellen Darstellungsformen haben Foto, Video, Objektkunst und Installation, die Verbindung verschiedener Medien sowie neue Techniken an Bedeutung gewonnen. In einem spannenden Überblick zeigen junge Künstlerinnen und Künstler ein breites Spektrum zeitgenössischen Kunstschaffens.
Es erscheint ein Katalog mit umfangreicher Dokumentation der von einer prominent besetzten Jury für die Ausstellung ausgewählten jungen Künstlerinnen und Künstler.
Bewerbungsunterlagen: www.saar-ferngas-jungekunst.de
06.12. 2008 - 15.02. 2009
Franz Bernhard
Anthropomorphe Zeichen
Der Mensch ist Ausgangspunkt und Ziel des künstlerischen Schaffens von Franz Bernhard. Der in Jockgrim/Pfalz lebende Bildhauer und Pfalzpreisträger für Plastik realisiert anthropomorphe, menschenähnliche Zeichen, keine naturnahen Abbilder. Seine bevorzugt verwendeten Materialien sind Eisen und Holz. Eine einfache, klare Formensprache, die auf eindrucksvolle Art und Weise die Auseinandersetzung mit Schwere und Leichtigkeit, Lasten und Schweben, Stabilität und Instabilität vor Augen führt, ist kennzeichnend für sein Werk. Bernhards Plastiken repräsentieren das Körperhaft-Belebte menschlicher Existenz im Bezug zum Raum.
Das Ausstellungsprojekt zum 75. Geburtstag des Künstlers entsteht in Zusammenarbeit mit dem Edwin Scharff Museum in Neu-Ulm und der Galerie Ruppert, Landau. Es erscheint ein Katalog mit Texten von Britta E. Buhlmann, Helga Gutbrod, Annette Reich und Peter Anselm Riedl.