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Oldenburger Kunstverein
Damm 2a
26135 Oldenburg
Tel. 0441 - 271 09; Fax 0441 - 271 01
okv@kunstverein-oldenburg.de
Di - Fr 14 - 17 Uhr, Sa + So 11 - 17 Uhr
www.kunstverein-oldenburg.de
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition
bis 25.05. 2008
Thomas Helbig
Stern der Musen
Thomas Helbigs Skulpturen lassen sich als Ausdruck psychischer Kräfte lesen. Er scheint das Unbewusste zu organischen Zerrbildern zu verformen, zu zerstückeln und wieder zusammenzusetzen.Der Eindruck von Gewalt, der sich dem Betrachter vermittelt, ist bereits im Schaffensprozess angelegt. So bestehen Helbigs Mischwesen neben natürlichen Fundstücken aus den Fragmenten figürlicher Plastikfiguren. Diese fügen sich dann mittels PU-Schaum, Epoxidharz und einem weitgehend einheitlichen Lack zu verkrusteten Gebilden, bei denen Körperteile mit vegetabilen Elementen eine labile Einheit bilden. Das Thema Natur wird von Helbig als Bloßlegung von Prozessen des Wachsens, Formens und Vergehens behandelt.
Doch sein Blick ist dabei keinesfalls romantisch. Seine aus dem Erd-, Tier- und Pflanzenreich fusionierten Kreaturen lassen eher an zeitgenössische Horrorvisionen gentechnischer Manipulation denken. In ihrer dramatischen Lebendigkeit und Beseeltheit erscheinen sie als tragische Zeugnisse blinder wissenschaftlicher oder staatlicher Mächte.
Eröffnung: Mittwoch, den 2. April 2008, um 19.30 Uhr
Begrüßung: Gertrude Wagenfeld-Pleister
Einführung: Dr. Zdenek Felix, Berlin. Dr. Veit Loers, Cesiomaggiore
Finissage mit Führung: 25.05.2008, 17 Uhr
06.06. - 20.07. 2008
Markus Sixay
In seiner Kunst be- und verarbeitet Markus Sixay die westliche Kulturgeschichte - von Kunst über Philosophie bis hin zur Populärkultur und Alltagsphänomenen.
In seinen Werken, in denen er unterschiedliche Medien und Materialien benutzt, finden sich unzählige Zitate, Referenzen und Anspielungen, bei denen der kunsthistorisch geschulte Betrachter angesichts der hintersinnigen Arrangements ins Schleudern gerät.
Kein Objekt, kein Bild ist nach Sixays Behandlung mehr wie vorher auch wenn der Künstler es selbst gar nicht verändert oder angerührt hat: In einer Ausstellung hat Sixay aus einem Kellerraum vergessene Gegenstände ins Museum holen lassen, deren Anordnung er vorab telepathisch mitgeteilt hat.
Sixays Verfahren basiert also nicht auf blinder Zitierwut, sondern ist vielmehr die reflektierte Auseinandersetzung mit den Phänomenen unserer Lebenswelt.
Die Kultur selbst wird somit Sixays eigentliches Material.Eröffnung: Freitag, 6. Juni 2008, um 19.30 Uhr
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