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Neue Pinakothek

Barerstrasse 29
80333 München
Tel. 089 - 23805 - 195, Fax - 185
Mi - So 10 - 17 Uhr, Mi zusätzlich bis 20 Uhr,
montags von 10 - 17 Uhr, dienstags geschlossen
info@pinakothek.de
www.pinakothek.de
aktuelle Ausstellung / current exhibition
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition

 

 

27.10.1999 - 16.1.2000


Zen '49

 

Vor 50 Jahren, im Juli 1949 schlossen sich sieben Künstler - Willi Baumeister, Rolf Cavael, Gerhard Fietz, Rupprecht Geiger, Willy Hempel, Brigitte Meier-Denninghoff und Fritz Winter - in der Münchner Galerie Stangl zur Gruppe der Gegenstandslosen zusammen, die sich später den Namen "ZEN 49" gab. Ihr Ziel: Die von ihnen praktizierte abstrakte Malerei sollte verständlicher werden, breitere Akzeptanz finden, sie sollte als ''moderne" künstlerische Ausdrucksform anerkannt werden. Bis 1957 organisierte die Gruppe Aussteliungen und Veranstaltungen zu denen Künstler, Kunsthistoriker, Galeristen und Kritiker aus dem In- und Ausland eingeladen wurden.

Nach der großen, 1987 in Baden-Baden organisierten Retrospektive ZEN 49, zeigt die Neue Pinakothek nun "Fragmente der Erinnerung", eine Auswahl von vierzig charakteristischen Gemälden und Arbeiten auf Papier der Mitglieder und Freunde von ZEN 49 aus den Jahren 1949 bis 1958. Die Ausstellung ist der Versuch, in angemessener Form an einen Abschnitt deutscher Kunstgeschichte zu erinnern, eine Epoche wachzurufen, in der die Frage der Erinnerung zum zentralen Anliegen einer ganzen Generation wurde. Abstraktion im Nachkriegsdeutschland - dieses Phänomen und sein theoretischer Hintergrund sind eingebettet in eine Diskussion, die um das Reizwort "Neubeginn" kreiste. Die Gründung von ZEN 49 ist eine der zahlreichen Reaktion auf diese Problematik.

In diesem Sinn - als eine Erinnerung an die Situation, Rezeption und Selbstreflexion der abstrakten Malerei in Deutschland nach dem Krieg - ist auch der Katalog (ca.100 Seiten,20 Farblabb.: 28.- DM) konzipiert, der neben einer Einführung und dem Werkverzeichnis mit Abbildungen auch eine Auswahl wichtiger zeitgenössischer Texte aus Kunsttheorie, Philosophie und Literatur vorstellt, die einen Gedankenaustausch wiederaufleben lassen, von dem die Diskussion um die Abstraktion in jener Zeit in Deutschland nicht zu lösen ist.

Eröffnung: 26. Oktober,18.00 Uhr

 

 

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