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NGBK
Oranienstr. 25
10999 Berlin-Kreuzberg
Tel. 030 - 616 513-0, Fax 616 513-77
täglich 12 - 18.30 Uhr
ngbk@ngbk.de
www.ngbk.de
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition
03 03. - 15 04. 2012
In anderen Worten
Der Schwarzmarkt der Übersetzungen - mit zeitgenössischen Kulturen handeln
Eröffnung: 2 März, 19h
NGBK & Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
In anderen Worten
PAOLO W. TAMBURELLA, World Languages, 2012
NGBK & Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
Vorgänge des Übersetzens - Lesen, Verstehen, Interpretieren und Neuschreiben - können als eine kulturelle Strategie verstanden werden, um Brücken zu anderen Kulturen zu schlagen. Die Ausstellung zeigt das Geschäft mit dem Fremden und dem Andersartigen. Eingeladen sind Künstler_innen, die die Sprache des "Anderen" erforschen und dabei zwischen den Kulturen arbeiten, in sie eindringen und sie schließlich inkorporieren und in die eigene Sprache einschmuggeln.
Adel Abidin, Marwa Arsanios, Kader Attia, Julien Audebert, Elena Bellantoni, Emilio Chapela Pérez, Cherimus, Julian D'Angiolillo, Detanico Lain, Yoel Díaz Vázquez, Braco Dimitrijevic´, Mounir Fatmi, Ofir Feldman, Graciela Guerrero Weisson, Christoph Keller, Moridja Kitenge Banza, Daniel Knorr, Takehito Koganezawa, Oliver Laric, Karl Larsson, Adrian Lohmüller, Miguel Monroy, Muntadas, Timo Nasseri, Olaf Nicolai, Jorge Pedro Nuñez, Nana Oforiatta-Ayim, Timea Oravecz, Bernardo Oyarzún, Soledad Pinto, Rosângela Rennó, Gabriel Rossell Santillán/Nik Nowak, Sona Safaei-Sooreh, Mariateresa Sartori, Demian Schopf, Lorenzo Scotto di Luzio, Paolo W. Tamburella, Mihalis Theodosiadis, Dani Umpi, Sandra Vásquez de la Horra, Humberto Vélez, Luca Vitone, James Webb, Dilek Winchester u.a.
Bei der Auswahl der künstlerischen Arbeiten konzentrierte sich das Projektteam auf vier Handlungsfelder zeitgenössischer Übersetzung:
· die kritische Analyse globaler Operationen des Englischen sowie dominanter Sprachen einer Nutzer_innengemeinschaft
· die Produktion neuer Sprachen und/oder Übersetzungen, die die Bildsprache, Metaphorik und identitäre Konzeption des "Anderen" aufdecken
· die Pflege und Wiederherstellung vergessener Sprachen und Kulturen
· Versuche des Neuschreibens, des Entschlüsselns und des Transfers von einem Code oder Medium in ein anderes
Im Sinne eines Schwarzmarkts stellt die Ausstellung Handlungen der kulturellen Transaktion, des Transfers und des Übersetzens spezifischer Kulturökonomien zur Schau. Dabei wird die Frage aufgeworfen, ob eine Übersetzung Unterschiede der Sprachen, Identitäten und Kulturen wieder zusammenführen kann. Vorgeschlagen wird eine Form der "kulturellen Übersetzung", die ein Konzept für künftige Kooperation und Verhandlung zwischen zeitgenössischen Kulturen sein könnte.
Der Schwarzmarkt als Metapher für illegale Tauschgeschäfte stellt Raum für vielfältige Gegen-Übersetzungen. Die Ausstellung versammelt populäre, alternative und informelle Erfahrungen der Globalisierung und multiple Übersetzungsaktionen große und kleine, dominierende und widerständige, offizielle und zensierte.
Die Ausstellung ist an zwei Orten zu sehen.
NGBK Neue Gesellschaft für Bildende Kunst
Oranienstraße 25
10999 Berlin
Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
Mariannenplatz 2
10997 Berlin
täglich 12-19 Uhr
Do-Sa 12-20 Uhr
Es erscheint eine Publikation [Deutsch / English]. ISBN: 978-3-938515-46-4
Projektgruppe: Elena Agudio, Stéphane Bauer, Elena Bellantoni, Paz Guevara, Giulia Piccini
28 04. - 03.06. 2012
La Zona
Die Ausstellung La Zona identifiziert verschiedene Kategorien von "Zone". Inhaltlicher Bezugspunkt ist die Zone in Andrej Tarkowskijs Film Stalker: ein Territorium, das gleichzeitig abgesichert und verlassen, tödlich und heilbringend, unkontrollierbar und ständig in Veränderung ist. Sieben Jahre vor der Nuklearkatastrophe in Tschernobyl gedreht, gilt Stalker als Vorwegnahme dieses Ereignisses und seiner Folgen. La Zona begreift sich als Science-Fiction-Erzählung über die vielgestaltige Realität der "Zone" und der in ihr mehrfach gebrochenen Idee von Fortschritt und Aufklärung.
Beteiligte: Büro für Konstruktivismus, Michael Danner, Katja Davar, Amin Farzanefar, Kim Feser, Ulrike Feser, Nina Fischer & Maroan El Sani, Ralf Homann, Ins A Kromminga, Tara Mahapatra, Steven Matheson, Chris McGrane, Esther Neumann, Lina Selander, Dylan Spaysky, Charles Stankievech, Ashok Sukumaran, Florian Wüst, Daniel Young & Christian GirouxPublikation Deutsch / English
Projektgruppe: Sandra Bartoli, Michael Danner, Ulrike Feser, Silvan Linden und Florian Wüst
Juni bis September 2012
Alfredo Jaar
The way it is
Eine Ästhetik des Widerstands
NGBK: 15 Juni 19 August 2012
Berlinische Galerie: 15 Juni - 17 September 2012
Alte Nationalgalerie: 15 Juni - 16 September 2012
Eröffnung: Donnerstag, 14 Juni, 19h
[RealismusStudio]
Die NGBK zeigt die deutschlandweit erste Retrospektive des international renommierten Künstlers Alfredo Jaar. Der in New York lebende chilenische Künstler machte sich in Deutschland mit spektakulären Einzelprojekten einen Namen, etwa mit einer politisch aufgeladenen Neon-Installation im Pergamonmuseum (NGBK/DAAD, 1992) oder der zweifachen documenta-Teilnahme (1987 und 2002). Seine frühen künstlerischen Arbeiten hochpolitische Interventionen im öffentlichen Raum, die zwischen 1978 und 1981 in Chile entstanden sind hierzulande noch völlig unbekannt und werden nun in der NGBK erstmals präsentiert. Weitere wichtige Werke des Künstlers werden im Rahmen der Retrospektive in der Berlinischen Galerie und der Alten Nationalgalerie gezeigt.Publikation Deutsch / English
Projektgruppe RealismusStudio: Christin Lahr, Jan Ketz, Frank Wagner, Susanne Weiß, Edda Wilde
01.09. - 14.10.2012A Burnt-Out Case?
Wir freuen uns, Ihnen nun die künstlerischen Positionen benennen zu können, die von der Jury zur Realisierung empfohlen wurden:
Ulf Aminde/ Anders Smebye, Franziska Angermann, Gesa Glück, Kaoru Hirano, Henry Kleine, Julia Lazarus, Thomas Mader, Karin Michalski, Sabrina Schieke, Cathleen Schuster/ Marcel Dickhage und Linda Weiss.
Eine Vielzahl eingereichter Projektvorschläge zeugt von der zeitdiagnostischen Relevanz des Themas und vielfältigen gegenläufigen, assoziativen, aktivistischen und utopischen Wegen der Auseinandersetzung. Der interdisziplinären Jury gehörten, neben den Mitgliedern der NGBK-Projektgruppe, Dr. Jule Reuter (Kuratorin, HfBK Dresden), Susanne Weiß (Direktorin Kunstverein Heidelberg) und Axel John Wieder (freier Kurator und Autor) an. Jenseits des populären, oft pseudotherapeutischen Diskurses der Medien will das Ausstellungsprojekt "A Burnt-Out Case?" einen anderen Blick auf das Phänomen Burnout
provozieren. Mit einem Open Call waren Künstler_innen, Künstler_innengruppen, Aktivist_innen und interdisziplinäre Arbeitsgruppen eingeladen, den Blick aus der Zukunft zurück aufs Heute zu richten und dabei vielschichtige Sichtweisen auf den Burnout zu entwerfen nicht nur als ein individuelles, sondern vor allem auch als ein gesellschaftliches Symptom. Auf welche Potenziale verweist das Phänomen Burnout? In welchem Zusammenhang steht es mit gesellschaftlichen Strukturen und Mechanismen der Arbeitsgesellschaft? Wie lässt sich der Vereinnahmung und den Opferdiskursen entkommen? Und wie wird man sich in 50 Jahren an die erschöpfte Gesellschaft von 2012
erinnern? Die Ausstellung in der NGBK wird von einem umfassenden Rahmenprogramm und einer Publikation begleitet. NGBK-Projektgruppe: Andrea Hense, Annika Niemann, Nadin Reschke, Sabine Richter und Karen Weinert. Kontakt: burntout@ngbk.de Kommende NGBK-Projekte: