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Neuer Berliner Kunstverein

Chausseestrasse 128 / 129
10115 Berlin
Tel. 030 - 280 70 20; 280 70 19; Fax 030 - 280 70 19
e-mail: nbk@berlin.snafu.de
Di + Fr 12 - 18 Uhr, Sa + So 14 - 18 Uhr
www.nbk.org
aktuelle Ausstellung / current exhibition
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition

 

 

09.09. - 22.10.2000


Zeitgenössische Fotokunst aus Australien


Pat Brassington - Destiny Deacon - Jane Eisemann - Anne Ferran - Fiona Foley - Bill Henson - Peter Kennedy - Rosemary Laing - Fiona MacDonald - Tracey Moffatt - John Nixon - Susan Norrie - Mike Parr - Patricia Piccinini - Robyn Stacey


Als konsequente Fortsetzung einer Sehe, die sich mit zeitgenössischer Fotografie verschiedener Länder auseinandersetzt, zeigt der Neue Berliner Kunstverein vom 9. September bis zum 22. Oktober 2000 die Ausstellung "Zeitgenössische Fotokunst aus Australien". Sie ist Teil der Kunst eines fernen Kontinents, der zwar durch den zu erwartenden Femsehübertragungsmarathon der neuesten Olympischen Spiele gerade wieder in unser Bewußtsein gerückt wird, dessen künstlerische Situation aber meistens nur mit kommerziell verbreiteter Aboriginal Art oder vielleicht noch mit der Sydney Biennale in Verbindung gebracht wird. Von der australischen Fotokunst steht zur Zeit die weltweit bekannte Tracey Moffat als deren einzige Vertreterin im internationalen Rampenlicht. Ihr Ruhm ist ohne Zweifel verdient, wie auch ihre letzten Arbeiten in dieser Ausstellung beweisen, aber es gibt noch manch andere australische Künstler und - interessanterweise in der Mehrzahl - Künstlerinnen, die ihr ebenbürtig sind und verdienen, in Deutschland vorgestellt zu werden. Es kommt noch hinzu, daß nach einstimmiger Beurteilung der in- und ausländischen Beobachter die interessanteste und stärkste Seite des australischen Kunstgeschehens gegenwärtig die fotografischen Werke sind.

Unsere Ausstellung, die von Bernice Murphy, Exdirektorin des Museum of Contemporary Ad in Sydney und Vizepräsidentin des ICOM, einer der kenntnisreichsten Experten der Materie, kuratiert wurde, befasst sich mit neueren, auf fotografischen Verfahren beruhenden Arbeiten und ist ein Beleg für die große Vielfalt, die in diesem Bereich im heutigen Australien anzutreffen ist. Sie vermittelt zudem einen Eindruck von den gewaltigen Entwicklungssprüngen innerhalb des Genres, der unermüdlichen Auseinandersetzung mit bestimmten Formen und Zielvorstellungen. Somit eröffnet sie einen Blick auf das heutige Kunstschaffen und auf den Werdegang jener seit den 70er Jahren entwickelten Ideen, die die fotografische Repräsentation im zeitgenössischen Australien unermesslich bereichert haben.

Die Fotoarbeiten dieser Ausstellung vermittelt eine mehrstimmige Reflexion über die kulturellen Praktiken in Australien und bestätigen die wichtige Rolle der Kunst als engagierter Kommentar zur Diversität der australischen ethnischen, sozialen und kulturellen Realität. Liegt zwar die Betonung immer in der heutigen Wirklichkeit, bleiben das soziale und kulturelle Gedächtnis, die Erbschaft der Vergangenheit und die historische Determinierung Wichtige Termini in der australischen Fotokunst. Die Verarbeitung der kolonialen Vergangenheit beschränkt sich nicht nur auf die Aborigines, wie manchmal unterstellt wird, sondern sie vereint schwarze und weiße Künstler gleichermaßen in der Revision ihres Geschichtsbewußtseins. Das Reflektieren des gemeinsam Erlebten und der individuellen Lebensgeschichten geht mit der Rückbesinnung auf das historische Erwachselnwerden des Landes einher. Die kulturelle Verortung findet gleichzeitig mit der Klärung des eigenen geistigen Standortes statt.

Die Ausstellung, die anschließend auch im Schloßmuseum Hardenberg in Velbert, in den Kunstsammlungen Chemnitz und im Kulturzentrum der Stadt Stuttgart gezeigt wird, erhielt eine großzügige finanzielle Förderung durch das Visual Ads/Craft Fund of the Australia Council.

Der Katalog, der in der Edition Braus erscheint und während der Ausstellung 38,- DM kostet, ist Teil unseres Konzepts, die Fotokunst der Gegenwart mit einer fortgeführten Serie von Publikationen vorzustellen. Der Textbeitrag stammt von der australischen Kuratodin, Bernice Murphy.


Eröffnung
8. September, zwischen 11 und 13 Uhr. Die Kuratorin, Frau Murphy ist anwesend.

 

In unserer Veranstaltungsreihe Treffpunkt NBK werden während der Ausstellungslaufzeit drei Mittwochabende (jeweils 19 Uhr) dem Thema gewidmet:

13. September "Kunst der Gegenwart in Australien"

Vortrag von Bernice Murphy, Sydney (in englischer Sprache)

11. Oktober "lnteractive Portraits - the Creation of Visual Characters"

Vortrag der australischen Medienkünstlehn Professor Dr. Jill Scoft mit eigenen Werkbeispielen als Illustration zum Thema (in englischer Sprache)

18. Oktober "Australische Künstlerinnen und Künstler in Berlin"

Vortrag von Dr. Anne Marie Freybourg, Berlin

 

 

 

September/Oktober 2000

 

6.9.2000
Senatsstipendiaten Bildende Kunst zu Gast im NBK
Alberto Simon zeigt den Dokumentarfilm
"Our Lady on the Rocks", 1999-2000 (120 min.)

 

13.9.2000
"Kunst der Gegenwart in Australien"
Vortrag von Bernice Murphy, Sydney, anläßlich unserer Ausstellung "Zeitgenössische Fotokunst aus Australien" (in englischer Sprache)

 

20.9.2000
"Tanzskulptur", Performance von Susanne Kirchner
Einführung von Christian Schneegass, Akademie der Künste, Berlin-Brandenburg, begleitet von einer Buch- und Fotopräsentation von Marianne Fleitmann

 

 

27.9.2000
"30 Jahre Artothek" - ein Fest mit Künstlern
Zum Jubiläum spricht Dr. Lucie Schauer
"BÜRO", eine still life performance von 1999 und Videos früherer Performances von Johan Lorbeer
"Gib mir ein Zeichen", Ausstellung, Installation und Aktion von Birgit Maria Wolf

Der Neue Berliner Kunstverein leistete mit seiner 1970 gegründeten Artothek, die im Geist des kulturellen Aufbruchs der bewegten, späten 60er Jahre geboren wurde, einen wichtigen Beitrag zu der damaligen, inzwischen legendären Forderung "Kunst für Alle!" und fand eine begeisterte Resonanz bei der Berliner Bevölkerung.

Die anhaltende Popularität unserer Artothek, deren Bestand bis heute auf 3.500 Werke angewachsen ist, läßt sich - auch nach 30 Jahren ihrer Gründung - nicht nur durch die Demokratisierung des Kunstgenusses erklären, sondern auch mit dem Bedürfnis nach dem privaten, stillen Dialog mit "unbewegten Bildern" im Zeitalter der zunehmenden Hektik der technischen Medien.

Am Mittwoch, den 27. September, 19 Uhr, möchten wir das 30jährige Jubiläum unserer Artothek feiern und Sie dazu herzlich einladen.

Nach einer Ansprache der langjährigen NBK-Direktorin, Dr. Lucie Schauer, die einen bedeutenden Anteil an der positiven Entwicklung der Artothek hafte, werden zwei Berliner Künstler, Johan Lorbeer und Birgit Maria Wolf, ihren künstlerischen Beitrag zu diesem Jubiläum zeigen. Das Programm entnehmen Sie bifte der beiliegenden Einladungskarte.

 

 

4.10.2000
Senatsstipendiaten Bildende Kunst zu Gast im NBK
Andreas Koch und Sybil Kohl

 

11.10.2000
"Interactive Portraits - the Creation of Virtual Characters"
Vortrag der australischen Medienkünstlerin Prof. Dr. Jill Scott (in englischer Sprache)
mit eigenen Werkbeispielen als Illustration zum Thema
- eine Veranstaltung des Video-Forums -

 

18.10.2000
"Australische Künstlerinnen und Künstler in Berlin"
Vortrag von Dr. Anne Marie Freybourg, Berlin
(anläßlich unserer Ausstellung von australischer Kunst)

 

25.10.2000
"Diese treffliche Einsamkeit macht mich glücklich"
Das Künstlerhaus Schloß Wiepersdorf wird von seiner Direktorin Doris Sossenheimer vorgestellt

 

mittwochs, jeweils um 19 Uhr

An diesen Tagen bleiben unsere Ausstellungen bis 19 Uhr geöffnet

200. Treffpunkt NBK

 

Sehr geehrte Damen un,d Herren,

 

am 11. Oktober 2000 findet der zweihundertste "Treffpunkt NBK" statt.. Die im Herbst 1995 begonnene, inzwischen sehr populäre Mittwochsreihe im Neuen Berliner Kunstverein bietet allwöchentlich (außer in der Sommerpause und einer kurzen zweiwöchigen Winterpause) Vorträge, Künstlergespräche und verschiedene Kunstaktionen: Performanceund Videokünstier stellen sich vor, Senatsstipendiaten berichten über ihre Arbeit, Kunstpraktiker und -vermittler präsentieren aktuelle Kunstprojekte.

 

Die Veranstaltungsreihe dient, wie der Name schon sagt, als Treffpunkt für Künstler und Kunstinteressierte, um Informationen über Kunstaktivitäten der Gegenwart zu erhalten, auszutauschen und darüber zu diskutieren. Gerade angesichts der zunehmenden Event-Kultur, deren belebende Wirkung wir nicht aberkennen wollen, bemühen wir uns um Kontinuität der Vermittlung und des Gesprächs über Fragen der zeitgenössischen Kunst.

 

An diesem zweihundertsten Treffpunkt-Abend wird die australische Medienkünstlerin Jill Scott mit eigenen Werkbeispielen als Illustration zum Thema "lnteractive Portraits - the Creation of Virtual Characters" einen Vortrag (in englischer Sprache) halten.

 

 

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