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ZKM - Museum für Neue Kunst
Lorenzstraße 9
76135 Karlsruhe
Tel. 0721 - 81 00 13 00; Fax 81 00 13 09
mnk@zkm.de
Mi - Fr 10-18 Uhr, Sa/So 11-18 Uhr, Mo/Di geschlossen
Medialounge/Mediathek: Di-Fr 12-18 Uhr, Sa/So 12-16 Uhr, Mo geschlossen
http://on1.zkm.de/zkm/
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition
21.10. 2007 - 06.01. 2009
YOU_ser: Das Jahrhundert des Konsumenten
Mit der Ausstellung »You_ser: Das Jahrhundert des Konsumenten« widmet sich das ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie anlässlich seines Jubiläums »10 Jahre ZKM im Hallenbau A« den Auswirkungen der netzbasierten, globalen Kreation auf Kunst und
Gesellschaft.
Im Rahmen seiner Sammlung interaktiver Kunst, der größten weltweit, präsentierte das ZKM | Medienmuseum bereits in den vergangenen Jahren die wichtigsten Wegbereiter und Strömungen partizipativer Kunst des 20. Jahrhunderts: Op-Art, kinetische und kybernetische Kunst, Arte Programmata, Konzeptkunst, Fluxus und Happening, interaktive computergestützte Installationen und virtuelle Umgebungen. Handlungsanweisungen und veränderbare Objekte aktivierten die BetrachterInnen. Sie nehmen so Teil an der Konstruktion des Kunstwerkes. Im Internet bieten Portale wie www.flickr.com, www.youtube.com, www.myspace.com, virtuelle Welten wie www.secondlife.com oder Blogs nun einen neu strukturierten Raum für die kreativen Äußerungen von Millionen von Menschen. Kreativität ist nicht länger das Monopol des Künstlers.
Der Benutzer liefert oder generiert selbst den Inhalt oder stellt ihn zusammen. Er wird selbst zum Produzenten und Programmgestalter und damit zum Konkurrenten von Fernsehen, Radio und Zeitungen, den historischen Monopolmedien. Die Teilnahme des Publikums formt sich neu zur Emanzipation des Konsumenten.
Diese Transformationen betreffen nicht nur die globalen Weiten des Internet, sondern auch das Museum. Es reagiert auf die veränderten kulturellen und sozialen Verhaltensweisen und unterstützt jene Tendenzen, die sich im Geiste der Aufklärung für Demokratie und die Idee des Zugangs zur Bildung für Alle einsetzen.Die in der Ausstellung präsentierten,neuen Installationen übertragen das im Internet entwickelte Potenzial der Mitgestaltung durch den Benutzer in einen künstlerischen Kontext und ermöglichen den BesucherInnen, sich zu emanzipieren. Sie können als KünstlerInnen, KuratorInnen und ProduzentInnen agieren. Die AusstellungsbesucherInnen stehen als Nutzer, als emanzipierte Konsumenten im Zentrum. DU (YOU) bist der Inhalt der Ausstellung! Das Museum ist an einen Ort und feste Zeiten gebunden. Durch das Internet kann es sich zu einer von Raum und Zeit unabhängigen kommunikativen Plattform der Kultur entwickeln. Das historische Modell der Kultur, in dem darwinistisch selektiert wird und in dessen Speicher- und Distributionsapparat nur wenige Auserwählte Aufnahme finden, verkörpert vom Prinzip Arche Noah, wird abgelöst.
Die neue Arche Noah des Internet verfügt über einen unendlichen Speicherraum, der prinzipiell allen Bewohnern der Industrie- und Schwellenländer offen steht. Ist dies der neue Kulturraum für den emanzipierten Konsumenten, den Besucher als Benutzer, an dem sich nach dem Sklaven, dem Arbeiter, dem Bürger als Subjekte der Geschichte das Schicksal des 21. Jahrhunderts entscheiden wird?
Kuratiert von Peter Weibel
Projektleitung: Bernhard Serexhe
Werke von: Giselle Beiguelman, Joseph Beuys, Michal Bielicky, Ludger Brümmer, Chandrasekhar Ramakrishnan, Götz Dipper, Martin Burckhardt, Shane Cooper, Götz Dipper Pierre Dutilleux, Christian Müller-Tomfelde, Monika Fleischmann, Wolfgang Strauss, Ronald Genswaider, Matthias Gommel, Stefan von Huene, Norman Klein, Andreas Kratky, Susanna Kraus, Marc Lee, David Link, Armin Linke, Michael Mangold, Julie Woletz
Catalina Ossa, Enrique Rivera, Nam June Paik, PIPS:lab, Philip Pocock, Mehi Yang, Axel Roch Herbert Schuhmacher, telewissen, Michael Schuster, Jill Scott, Jeffrey Shaw, Jeffrey Shaw, Peter Weibel, Susigames, Franz Erhard Walther
Eine Ausstellung im ZKM | Medienmuseum
Eröffnung Sa 20.10. 18 Uhr im ZKM_Foyer. Mit Ansprachen von
Günther H. Oettinger, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg,
Heinz Fenrich, Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe,
Hubert Burda, Verleger und Vorsitzender der Hubert Burda Media GmbH,
Gottfried Langenstein, ARTE-Präsident
Veranstaltungen
Jeweils FrSo Installation
30.11.02.12. / 07.09.12. / 28.30.12. / 04.06.01.
Pierre Henry zum 80.
Une maison de sons | Ein Haus der Klänge
Klangkompositionen von Pierre Henry 19822002
Raumklang-Installation im ZKM_Kubus, freitags ab 16 Uhr,
samstags und sonntags ab 13 Uhr, Eintritt frei
Mit einer Hommage ehrt das ZKM | Karlsruhe Pierre Henry, Grandseigneur der elektro-akustischen Musik und der Musique Concrète, anlässlich seines 80. Geburtstags am 9. Dezember. In drei Programmen werden Werke, die er von 1982 bis 2002 für das »Studio Akustische Kunst« des WDR Köln realisiert hat, vorgestellt.
Als wegweisender Medienpionier hat Pierre Henry seit den fünfziger Jahren in seinen Kompositionen neue ästhetische Erfahrungsbereiche erschlossen und Genregrenzen überschritten. 1958 gründete er in Paris sein eigenes Studio »Apsome«, das erste private Atelier
für elektronische Musik, das seit 1990 als »Studio Son/Ré« international bekannt ist. Bis heute realisiert er dort seine komplexen, elektroakustischen Kompositionen, die er in großen Lautsprecher-Anlagen wirkungsvoll zur Aufführung bringt. In einer dreiteiligen Raumklang-Installation setzt das ZKM die von Pierre Henry für das WDR »Studio Akustische Kunst« komponierten, neun poetisch-musikalischen Radio-Werke, einen Hörfilm und mehrere Studio-Gespräche um.
Kuratiert von Klaus SchöningProduktionen des WDR »Studio Akustische Kunst« und des Studios »Son/Ré« Paris
Freitags
Tagebuch meiner Töne /Journal de mes sons 1982 mit Ingrid Caven
Die kleinen Arbeiten / Les petits métiers 1995 Remix der Filmkompositionen
20 Uhr La Ville. Die Stadt. Metropolis Paris Berlin 1985 HörFilm von Walter Ruttman: »Berlin. Die Sinfonie der Großstadt«, Komposition von Pierre Henry: »Metropolis Paris«Samstags
Futuristie 1988 für Luigi Russolo
Kristall der Erinnerung I/II / Crystal mémoire I/II 1988 nach Marcel Proust mit Heinz Bennent
und Hanna Schygulla
La Ville. Die Stadt. Metropolis Paris 1984Sonntags
Une maison de sons / Ein Haus der Klänge 1990 aus 3000 Geräuschen des Son/Ré-Klangarchivs
Phrases de Quatuor 1996 für Franz Schubert zu »Schubertnotizen« von Friederike Mayröcker
Antagonismen / Antagonismes 1996 (Karl-Sczuka-Preis 1997)
Equivalences 2002
Pierre Henry mit Ingrid Caven und Klaus SchöningFrSa 07. 08.12.07
Von der Guten Form zum Guten Leben.
100 Jahre Werkbund
Tagung im ZKM_Medientheater, Eintrittspreise und weitere Informationen über bw@deutscher-werkbund.de oder 0721/55 2547
Der Deutsche Werkbund wurde 1907 als Zusammenschluss von Künstlern, Handwerkern und Industriellen gegründet. Er entwickelte eine bis heute moderne Formensprache, die den Anforderungen der sich industrialisierenden Produktionsprozesse des beginnenden 20. Jahrhunderts entsprach. Das Qualitätssiegel »Made in Germany« war geboren.
Das Bauhaus, noch heute weltweit als führende Instanz der Klassischen Moderne anerkannt, wurde von Werkbundmitgliedern gegründet. Nach dem 2. Weltkrieg war es die Hochschule für Gestaltung in Ulm, an der maßgebliche Gestaltungspositionen formuliert wurden, und auch heute noch gründen weltweit renommierte Institutionen wie die Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und das ZKM I Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, gelegentlich das »Digitale Bauhaus« genannt, auf dem geistigen Erbe des Deutschen Werkbunds.
Die Jubiläen »100 Jahre Werkbund« und »10 Jahre ZKM im Hallenbau A« fallen beide in das Jahr 2007. Das »Digitale Bauhaus« ZKM bietet den geeigneten Ort, der Verbundenheit beider Institutionen sichtbaren Ausdruck zu verleihen.Anlässlich der Festivitäten zu »100 Jahre Werkbund« sollen vor allem Prozesse des gesellschaftlichen Wandels in Vergangenheit und Gegenwart und ihre Auswirkungen auf die Gestaltung der Lebensumwelt deutlich werden. Interventionen in Form gelesener Texte werden einen augenzwinkernden Rückblick auf die letzten 100 Jahre geben, ebenso wie das abendliche Menü des Jahrhunderts mit zeittypischen Speisen.Lucius Burckhardt »Kleine Geschichte des Deutschen Werkbundes 1907 1930 1960 1980 «
Tagungsprogramm
Fr 07.12.
18:00 Begrüßung durch Peter Weibel ZKM | Karlsruhe und Klaus Lehmann Deutscher Werkbund
18:30 Hermann Glaser TU Berlin
Festvortrag: »Schöne Form und gutes Leben? Von der Dialektik der ästhetischen Erziehung des Menschen«
19:30 Alfred Frei FH Merseburg »Gute Form und gutes Essen«, historisches Buffet
22:00 Begegnung
Sa 08.12.
10:00 Begrüßung durch Peter Weibel ZKM | Karlsruhe und Klaus Lehmann Deutscher Werkbund
10:15 Lutz Fügener Hochschule für Gestaltung, Technik und Wirtschaft Pforzheim
»Funktion und Emotion Beispiel Automobil«
11:00 Intervention 1 »Erziehung zur neuen Sachlichkeit und die ewige Unsachlichkeit der Menschen«
11:15 Jochen Wagner Evangelische Akademie Tutzing
»Mythos Topform und das Ideal des Kaputten. Schönes, Gutes, Wahres einmal anders«
12:00 Intervention 2 »Was ist schön im Werkbund?«
12:15 Pause
13:30 Peter Weibel ZKM | Karlsruhe
»Das Virtuelle im Realen: Von der Möglichkeitsform«
14:00 Wolfgang Ullrich HfG | Karlsruhe
»Fiktion als Funktion.Von Dingen, die den Alltag überhöhen«
14:30 Intervention 3 »Der Werkbund und der Internationale Stil«
14:45 Peter Sloterdijk HfG | Karlsruhe »Die Oberfläche«
15:15 Gernot Böhme TU Darmstadt »Die Atmosphäre«
15:45 Intervention 4 »Die Dinge des Werkbundes. Vom Sofakissen bis zum Städtebau«
16:00 Pause
16:30 Vittorio Magnago-Lampugnani ETH Zürich
»Die neue Einfachheit, vierzehn Jahre später«
17:00 Intervention 5 »Zur Dialektik des Einfachen«
17:15 Gerhard Schulze Universität Bamberg
»Fortuna und Felicitas. Der hinkende Gang der Moderne«
Sa 08.12.07
Preisträgerkonzert Bourges
ZKM_Kubus, 20 Uhr, Eintritt ¤ 8 / 6
Das Centre National de Création Musicale (CNCM), gegründet 1970 in der französischen Stadt Bourges, gehört weltweit zu den ersten Adressen avancierter elektronischer Klangkunst. Der dort jährlich verliehene Preis für elektroakustische Musik und Klangkunst gilt als Ritterschlag in diesen musikalisch und technisch zukunftsweisenden Genres. Das ZKM | Institut für Musik und Akustik ist über einen Gastkünstleraustausch mit dem CNCM seit langem eng verbunden und präsentiert in einem Konzert Werke de diesjährigen Preisträgers João Pedro Oliveira aus Portugal.
Di 11.12.07
DaimlerChrysler-Stipendium
der Casa di Goethe in Rom 20032006
ZKM_Kubus, 20 Uhr, Eintritt frei
Für fast 10 Jahre hat DaimlerChrysler das Stipendienangebot der Casa di Goethe für Literaten, Publizisten, Wissenschaftler, Übersetzer und Künstler gefördert. Ein Bezug zu Goethe war dabei möglich, aber nicht zwingend; gefördert wurden Projekte im Kontext eines deutsch-italienischen Kultur- und Wissenschaftsaustausches.
Die Casa di Goethe, die in diesem Jahr 10 Jahre alt wird, stellt eine Publikation mit Beiträgen der letzten 12 Stipendiaten vor und präsentiert Werke der Komponisten Friedrich Jaecker und André Werner.Grußworte Begrüßung durch
Prof. Ludger Brümmer, Leiter des ZKM | Institut für Musik und Akustik
Prof. Dr. Susanne Popp
Stellv. Vorsitzende des AsKI e.V., Vorsitzende der Jury für das DaimlerChrysler-Stipendium der Casa di Goethe, Leiterin des Max-Reger-Instituts
Ursula Bongaerts
Leiterin der Casa di Goethe Präsentation Publikation »DaimlerChrysler-Stipendium der Casa di Goethe Rom. 20032006«Konzert
André Werner »Petrarca-Lieder«, 2005/06
für Bariton und KlavierMax Reger »5 Lieder aus op. 75«, 1903 für Bariton und Klavier
Bariton Peter Schöne Klavier Axel BauniFriedrich Jaecker »Schatten, Bilder«, 2004 für Kontrabass und Schlagzeug
Kontrabass Gottfried Engels Schlagzeug Carlos Tarcha
DoSa 13.15.12.07
PIANO+ 2007
Musik für Klavier und Elektronik im ZKM_Kubus, ZKM_Medientheater,
ZKM_Vortragssaal, Eintritt: Festivalticket ¤ 25/15, Einzelpreise ¤ 8/5
Das Streben nach der Erzeugung bisher ungehörter Klänge ist seit jeher Ziel von Instrumentalisten und Komponisten. Beim »round table« mit dem ZKM-Vorstand Peter Weibel erläutern der Musikwissenschaftler Prof. Dr. R. Frisius, zwei Pianisten und zwei Komponisten unter anderem die Frage, unter welchen Bedingungen Klangforschung betrieben werden kann.
Am Freitag stellt der Komponist Philippe Manoury seine Arbeit »PLUTON« vor. Der bei Besuchern der »Piano+«-Konzerte wohlbekannte Christian Nagel wird dieses Hauptwerk des Festivals präsentieren.
Der Musikwissenschaftler Prof. Dr. Siegfried Mauser wird am »round table« am Samstag teilnehmen und abends ein farbiges Programm für Klavier und Elektronik mit Werken u.a. von Haas und Neuwirth vortragen. In »Voices and Piano« von Peter Ablinger wird am Samstag Abend eine sehr spezifische Musikalität der Sprache synchron mit einem »sprechendem« Klavier vorgestellt. Zwei Uraufführungen Martin Bergandes »madu 0.8 pyong« und Peter Ablingers zweiminütiges Werk bilden am Freitag Abend den Abschluss des diesjährigen Festivals.Do 13.12. 20 Uhr, ZKM_Kubus
Michael Edwards »I Kill by Proxy«, 20067 für Klavier, Schlagzeug und Computer Kompositionsauftrag des ZKMFr 14.12. 20 Uhr, ZKM_Kubus
Philippe Manoury: »PLUTON«, 1988 für Midi-Klavier und Computer in Echtzeit
Werkeinführungen durch den Komponisten
Klavier Christian Nagel Elektronik Philippe Manoury22 Uhr, ZKM_Kubus
Werke für zwei Klaviere von:
Martin Bergande (UA), Ph. Manoury
Klavier Pi-hsien Chen und Catherine VickersSa 15.12. 16 Uhr, ZKM_Vortragssaal
round table »Mikrobereiche der Klangerzeugung
Klangforschungen im ZKM und am IRCAM« mit Peter Weibel, Rudolf Frisius, Philippe Manoury, Siegfried Mauser, Catherine Vickers
Moderation Ludger Brümmer20 Uhr, ZKM_Kubus
Gesprächskonzert mit Siegfried Mauser
mit Werken von Georg Friedrich Haas, Olga Neuwirth, Hans Jürgen von Bose, Jan Müller-Wieland, Gerd Kühr, Benedict Mason22 Uhr, ZKM_Musikbalkon
Werke u.a. von Peter Ablinger, Daniel Smutny
Klavier Catherine Vickers, Tomomi Fujii, Hye Lee Chang, Florian Wäldele
14.12.0706.01.08
The Wooster Group: »THERE IS STILL TIME . . BROTHER«, 2007
ZKM_Medientheater
Der erste 360°-Film der renommierten New Yorker Performancegruppe verbindet Versatzstücke der aktuellen Medienkultur mit politischen Motiven. Der Benutzer kann als Regisseur seine eigene Sicht auf dieses komplexe filmische Szenario bestimmen.
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