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Museum für Kunst und Gewerbe

Steintorplatz
20099 Hamburg
Tel. 040 - 4281 3427 32; Fax 040 - 4281 3428 34
täglich 10 - 18 Uhr außer Montag, Donnerstag bis 21 Uhr
E-mail: service@mkg-hamburg.de
http://www.mkg-hamburg.de
aktuelle Ausstellung / current exhibition
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition

 

 

17.9.1999 - 16.1.2000


Meisterwerke russischer und deutscher Kunstphotographie um 1900

Sergey Lobovikov und die Brüder Hofmeister

 

Zu Beginn dieses Jahrhunderts entwickelte sich durch die Anwendung besonderer Vergrößerungsverfahren, der Edeldrucke, eine in der Photographiegeschichte bis dahin unbekannte Bildkunst, die Kunstphotographie. Der "Bauernphotograph" Sergej Lobovikov war ihr bedeutendster russischer Vertreter. Mit ähnlichen Motiven trat in Deutschland die Hamburger Schule mit dem Kreis um die Brüder Hofmeister besonders hervor. In der Ausstellung wird dem russischen Meister der international anerkannte Beitrag der deutschen Kunstphotographie um 1900 gegenübergestellt.

Lobovikov hat die Welt der Bauern in Rußland in ungewöhnlichen, meisterhaften Genrebildern festgehalten, die durch ihre Schönheit und Aussagekraft eine zeitlose Faszination besitzen. Die Spezialität von Theodor und Oscar Hofmeister, die mit ähnlichen Motiven hervortraten, waren das Figurenbildnis und die Landschaftsdarstellung.

Ein binnen weniger Jahre herausgebildeter eigener Stil führte sie zu einer beachtlichen Sonderstellung innerhalb der internationalen Kunstphotographie-Bewegung, deren Entwicklung zwischen etwa 1890 und 1910 zum einzigen Male nicht von Berufsphotographen, sondern von Amateuren bestimmt wurde.

Die Anwendung besonderer Vergrößerungsverfahren, den sogenannten Edeldrucken führte zu einer gänzlich neuen, in der Photographiegeschichte bislang unbekannten Bildkunst. Aus heutiger Sicht kann die Kunstphotographie als Teil eines experimentellen, innovativen Umgangs mit dem Medium verstanden werden, wie er seit den Anfängen im 19. Jahrhundert zu beobachten ist.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (Prestel-Verlag).

 

 

1.10. bis 21.11.1999


Horst Janssen

Plakat-Kunst-Stücke

Entwürfe, Vorzeichnungen, Variationen

Weniger bekannt als die gedruckten Plakate Horst Janssen sind die Entwürfe, die ihnen zu Grunde liegen. Oft hat Janssen mehr als nur eine Vorlage geschaffen, hat bereits Gedrucktes erneut überarbeitet und viele Zeichnungen verworfen.

Horst Janssen lernte bereits als Schüler des Gebrauchsgraphikers Alfred Mahlau die Gestaltung von Plakaten kennen und es scheint nur folgerichtig, daß sie seinen Werdegang von Anfang an begleiteten. Bereits die ersten Atelierausstellungen seit 1957 kündigte er mit Plakaten an, die von Hand abgezogen waren und heute zu den großen Raritäten Janssens graphischen Oeuvres gehören. Strichätzungen und Lithographien machten seine Ausstellungen in den sechziger Jahren bekannt; 1968 begann er mit Offsetdrucken.

Die Plakatentwürfe gehören zu den schönsten Werken des Künstlers, großformatig und überlegt in der Komposition, reich an graphischem Raffinesse und motivischer Vielfalt.

Die Ausstellung zeigt 200 selten gezeigte Arbeiten aus den Jahren 1957 bis 1994: Original-Lithographien, Strichätzungen, Siebdruck, Original-Druckvorlagen (Feder, Pastell, Farbstift), Aquarelle und Collagen.

Zur Ausstellung erscheint im Verlag St. Gertrude ein umfangreicher Katalog mit einem Werkverzeichnis aller Plakate.

 

 

 

15.10. - 14.11.1999


Kyoko Muraki

Pinselspuren

Japanische Kalligraphie

Asienabteilung

 

 

 

20.10. - 31.10.1999


Zu Gast im Forum K:

Mojoclub

Ein Rückblick auf zehn Jahre Hamburger Clubkultur

 

 

 

24.10.- 12.12.1999


Griechenland

Bilder von Klaus von Woyski

 

Als der Maler, Grafiker und Restaurator Klaus von Woyski im Jahre 1970 als restauratorischer Betreuer der Ausgrabungen des Deutschen Archäologischen Instituts nach Griechenland ging, ahnte er noch nicht, daß es für ihn ein Aufenthalt von 27 Jahren werden sollte. In dieser Zeit entstanden, neben seiner Arbeit am DAI, zahlreiche Gemälde, Aquarelle, Rohrfederzeichnungen und Grafiken, von denen die Antikensammlung eine Auswahl zeigt.

In strengen Kompositionen zeigt von Woyski eine neue, auf das Wesentliche verdichtete Sicht griechischer Landschaften und antiker Stätten.

 

 

 

5.11.1999 - 9.1.2000


Markus

Cartoons

50 Jahre Politik und Alltag in Deutschland (Arbeitstitel)

Forum K

 

 

 

12.11.1999 - 16.1.2000


André Lützen

Hamburg

Forum Fotografie

SMARA

André Lützen, Hamburg

Photographien

(12.11. 1999 bis 16.1.2000)

 

 

 

 

 

25.11. - 15.12.1999


Jahresmesse des norddeutschen Kunsthandwerks

 

Hauptausstellungsräume, Ausstellungsräume 2. Stock

 

Semper idem? Same procedure as last year? Keineswegs. Die Jahresmesse des norddeutschen Kunsthandwerks präsentiert sich in diesem Jahr jung und frisch wie eh und je. Im 120sten Jahr ihres Entstehens verkörpert sie ein Stück gewachsener Repräsentation, wie es sie auf diesem Gebiet kein zweites Mal in einem deutsschen Museum gibt. 80 Aussteller präsentieren Unikate und Kleinserien auf dem Gebiet des Möbels, Textils, Silbers, der Keramik und des Glases. Anerkannte, preisgekrönte Künstler zeigen ihre Arbeiten selbst und erläutern ihre Entstehung. Mehr als zehn Jungkünstler offerieren in diesem Jahr hochmoderne Möbel, Hüte und andere modische Accessoires.

Der diesjährige Förderpreis der Justus Brinckmann Gesellschaft geht an Beate Leonards, Silberschmiedin, die erstmalig zur Messe zugelassen wurde und auf Anhieb die begehrte Auszeichnung erhielt.

Beiträge zu einem konzentrierten Angebot liefern als Gast die Hochschule für Angewandte Kunst, Prag, die in erster Linie aufsehenerregende Glaskreationen vorstellt, und der eingeladene Münchner Gold- und Silberschmied Gerd Rothmann. Dieser arbeitet seit den 70er Jahren an einer Verbindung von Schmuck und Körperabdrücken und gilt inzwischen international als Klassiker. In einer begleitenden Dokumentation stellt die Messe preisgekrönte Aussteller der letzten 50 Jahre vor.

 

 

 

25.11. - 27.2.2000


Jan Bontjes van Beek

Zum 100. Geburtstag des Keramikers

Modeme Abteilung

 

 

 

5.11.1999 - 9.1.2000


Deutschland Total

Markus-Cartoons

 

Über vier Jahrzehnte lang hat der Hamburger Cartoonist Jörg Mark-Ingraban von Morgen, genannt MARKUS, als Zeichner im Auftrag des 'STERN' Politik, Seele und Alltag der Deutschen nachgezeichnet. Sein gesamtes Werk, das über 4000 Karikaturen umfaßt, hat MARKUS 1996 als großzügige Stiftung der Graphischen Sammlung des Museums übereignet.

Eine umfangreiche Ausstellung zeigt jetzt eine Auswahl der überaus beliebten Zeichnungen. Ihr unverwechselbarer Strich ist fast jedem Deutschen vertraut, der die letzten vier Jahrzehnte bewußt erlebt hat.

Schmunzelnd erlebt der Betrachter fast fünfzig Jahre Alltag der Bundesrepublik: das verzweifelte Ringen des Zeitgenossen mit dem Zeitgeist, den alltäglichen Hochseilakt ehelicher Harmoniestiftung - irgendwo zwischen ambitioniertem Wandschmuck, modernem Design und gemütlicher Einrichtung - und schließlich die von MARKUS zu liebenswerten Kasperbudenfiguren stilisierten Akteure der Bonner Politik.

Aus Anlaß der Ausstellung gibt das Museum für Kunst und Gewerbe den zweiten Teil der MARKUS-Memoiren heraus.

 

 

 

19.12.1999 - 13.2.2000


Tomi Ungerer zwischen Marianne und Germania

Zeichnungen, Karikaturen, Objekte, Photographien

 

Tomi Ungerer wuchs zur Zeit der deutschen Besatzung im Elsaß auf. Als 14jähriger zeichnete er Hitler als "Schwarzer Peter" im Kartenspiel. Seither hat sich sein Umgang mit den Mächtigen nicht grundsätzlich geändert:

Genaue Beobachtung mischt sich mit treffendem Spott sowie einem phantasievollen Einsatz von Bildmotiven und findet sich umgesetzt in einem äußerst präzisen und effektiven Zeichenstil. Tomi Ungerers bewegter Lebenslauf, der ihn nach New York führte und in die Hamburger Herbertstraße, schließlich nach Irland und zurück ins Elsaß, spiegelt sich in seiner prallen Bilderwelt. Aus ihr zeigt die Hamburger Ausstellung eine reichhaltige Auswahl, die sechs Jahrzehnte überspannt. Die mehr als 200 Leihgaben stammen aus dem Ungerer-Museum in Straßburg, das im Jahr 2001 seine Pforten öffnen wird.

 

 

 

4.12.1999, 10-24 Uhr


TAG DER KUNSTMEILE

Verschiedene attraktive Angebote

 

 

 

11.2. - 18.6.2000


Gladiatoren und Cäsaren

Die Macht der Unterhaltung im antiken Rom

 

 

 

3.3. - 24.4.2000


Reinhardt Wolf-Preis 2000

Vor ein paar Jahren fand André Lützen in einem Antiquariat das Tagebuch von Michel Vieuchange ,Smara - Reise zu den wilden Völkern des Rio del Oro'. Der junge französische Schriftsteller war 1930 in der Kleidung einer Berberfrau mit zwei Führern 90 Tage durch die Westsahara gereist, um als erster Europäer in die Ruinenstadt Smara zu gelangen. Unterwegs erkrankt, bezahlte er seine Besessenheit mit dem Leben. Übrig blieb ein Respekt einflößendes Dokument der Willenskraft und Bereitschaft, jede Entbehrung auf sich zu nehmen, um das gesteckte Ziel zu erreichen. André Lützen wiederholte diese Reise und setzte dem Text ein visuelles Tagebuch entgegen, in dem er die eigenen Erlebnisse in Bilder faßte. Ca. 45 eindrucksvolle Schwarzweißaufnahmen führen Gegenwart und historische Schilderung eines Ortes zusammen.

 

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