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Martin-Gropius-Bau

Niederkirchnerstr. 7
10963 Berlin
Tel. 030 - 254 86-0
Fax 030 - 254 86-107
Email: presse@gropiusbau.de
http://www.gropiusbau.de
Mi - Mo 10 - 20 Uhr geöffnet, Di geschlossen
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition

 

 

Berlin, 10. August 2010

Frida Kahlo Retrospektive Besucheransturm im Berliner Martin-Gropius-Bau bei Frida Kahlo und Olafur Eliasson

Über 235.000 Besuche zählte am Abend des 9. August 2010, am letzten Ausstellungstag, die Frida-Kahlo-Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau ein Rekord. Es war die erfolgreichste, einer Künstlerin gewidmete Schau im Gropiusbau, wie der Direktor des Hauses, Gereon Sievernich, heute mitteilte. Mit 150 Werken, geliehen aus Mexiko und den USA, ist es die größte Frida-Kahlo-Ausstellung in Europa. Ab 1. September bis zum 5. Dezember ist die Ausstellung im Kunstforum Wien zu sehen (www.bankaustria-kunstforum.at). Frida Kahlo ist die wohl berühmteste Künstlerin aus Lateinamerika. Der vor wenigen Jahren gedrehte Hollywood-Film mit Selma Hayek zeigte ihr bewegtes Boheme-Leben.

Mit 180.000 Besuchen endete - ebenfalls am 9. August 2010 - die Ausstellung Olafur Eliasson. Der Künstler lebt und arbeitet in Berlin wenige Kilometer vom Gropiusbau entfernt am Prenzlauer Berg. Es war die erste große Einzelausstellung dieses weltweit berühmten Künstlers in Berlin. Eigens für den Martin-Gropius-Bau gestaltet, war diese, wie Sievernich meint, die poetischste und schönste Ausstellung eines zeitgenössischen Künstlers seit Wiedereröffnung des Hauses.

Wegen der beiden Ausstellungen Frida Kahlo und Olafur Eliasson reisten viele Menschen aus Deutschland sowie aus Ost- und Westeuropa eigens nach Berlin.

Im September 2010 geht es weiter mit neuen Ausstellungen:

Dann ist ab dem 24.9.2010 die große Ausstellung WeltWissen geöffnet, verantwortet von den großen wissenschaftlichen Instituten Berlins: Humboldt Universität, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Max-Planck-Gesellschaft und andere. Sie zeigt, was in Berlin seit dreihundert Jahren zur wissenschaftlichen Erkenntnis beigetragen wurde. (Bis 9.1.2010)

Ab 2. Oktober ist dem großen Meister der abstrakten Malerei, dem französischen Künstler und documenta-Teilnehmer Pierre Soulages (geb. 1919) , eine große Ausstellung gewidmet - kuratiert von Alfred Paquement, Direktor des Centre Pompidou Paris. (Bis 17. Januar 2011).

Presse: artpress-Ute Weingarten, Marie Skov, Tel.: (030) 25486 236, Fax: (030) 25486 235 E-Mail: presse@gropiusbau.de Öffentlichkeitsarbeit: Ellen Clemens, Tel.: (030) 25486 123, Fax: (030) 25486 107 E-Mail: organisation@gropiusbau.de Weitere Hinweise zu den Veranstaltungen und Ausstellungen finden Sie auf unserer Homepage unter http://www.gropiusbau.de

Allgemeine Öffnungszeiten der Ausstellungen im Martin-Gropius-Bau Mi - Mo, 10 - 20 Uhr, Di geschlossen, 24.12. und 31.12.2010 geschlossen, Di nach Weihnachten (28.12.) und Neujahr (1.1.) geöffnet
Der Martin-Gropius-Bau wird betrieben vom Geschäftsbereich Berliner Festspiele in der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH im Auftrag des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

 

 

 

02.10. 2010 - 17.01. 2011

Pierre Soulages

Pierre Soulages ist einer der weltweit bedeutendsten abstrakten Maler der letzten Jahrzehnte. Anlässlich seines 90. Geburtstages wurde er mit einer Retrospektive im Centre Pompidou in Paris geehrt. Ab 2. Oktober 2010 zeigt der Martin-Gropius-Bau Berlin diese Ausstellung in veränderter Form.
Drei Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, 1948, beteiligte er sich an der damals wegbereitenden Ausstellung "Französische abstrakte Malerei", die auch in Berlin zu sehen war. Er war der jüngste einer Gruppe von Meistern der abstrakten
Kunst: Kupka, Doméla, Herbin. Über 100 Bilder aus allen Schaffensperioden, von den Arbeiten mit Nussbeize (1947 bis 1949) bis zu den radikal schwarzen bis zu drei Meter hohen Gemälden der letzten Jahre werden gezeigt. Viele werden erstmals in Deutschland ausgestellt. Sie verdeutlichen die Dynamik einer künstlerischen Entwicklung im Werk dieses berühmten zeitgenössischen französischen Künstlers.

Pierre Soulages, geboren am 24.12.1919 in Rodez, einem kleinen Ort nördlich zwi-schen Toulouse und Montpellier gelegen, verweigerte sich der Ausbildung auf der "Ecole nationale superieure des beaux arts" in Paris. Er konnte mit der für ihn rück-wärtsgewandten Kunstvermittlung nichts anfangen. Im Jahre 1939 widmete er sich daher in Paris statt seinem ursprünglich vorgesehenen Studium vor allem Ausstel-lungsbesuchen, in welchen er die Werke von Picasso und Cézanne kennenlernte. Doch schon im selben Jahr verließ er Paris und ging in den Süden nach Montpellier, um dort die "Ecole-des-beaux-arts" zu besuchen. Er lernte in jener Zeit Sonia Delaunay kennen, die ihm Kataloge zeigte, in denen die damaligen Machthaber die ihrer Meinung nach "entartete Kunst" zeigten. Das stellte für Soulages die Legimitation dar, selbst abstrakt zu arbeiten. Nach dem Krieg zog er nach Paris, stellte im Salon der Surindépendants aus und hatte mit seinen Werken Erfolg. Die Bekanntschaft mit Francis Picabia und Hans Hartung im Jahr 1947, sowie die Bekanntschaft mit der amerikanischen Szene und ihren Vertretern wie Marc Rothko, Robert Motherwell und Wilhelm de Kooning zeigen, wie sehr sich das Interesse an seiner Kunst internationalisierte. Durch seine Teilnahme an der documenta I, II und III erreichte er in Künstler- und Fachkreisen Anerkennung. Sein eigenwilliger Stil, der durch seine fast ausschließliche Beschränkung auf die Farbe Schwarz gekennzeichnet ist, lässt sein Werk im Kunstbetrieb singulär stehen. Der Amerikaner Robert Motherwell kam übrigens wie Soulages in einigen Werken auf ähnliche Ergebnisse. Nur Soulages jedoch hatte die Konsequenz, seine Arbeiten durch Jahrzehnte der Farbe Schwarz und letztlich dem Licht zu widmen.

Sein "outre-noir", eine Bezeichnung, die Soulages sich für die Verwendung von Schwarz in seinem Werk ausdachte, schluckt das Licht ganz besonders in den Pa-pierarbeiten und erzielt eine besondere Tiefenwirkung. "Outre-noir", was übersetzt soviel bedeutet wie "das Schwarz von der anderen Seite", oder auch das "jenseitige Schwarz", verschließt nicht, sondern zieht den Betrachter in die Tiefe, verleitet zum genauen und nahen Betrachten der Arbeiten und fesselt den Blick.

Pierre Soulages ist ­ wie zahlreiche Maler ­ vom Phänomen des Lichts fasziniert. Er sucht akribisch nach Möglichkeiten, Licht in der Farbe Schwarz arbeiten zu lassen. Arbeiten, in denen sich zu Schwarz auch eine zweite Farbe wie Blau oder Rot gesellt, bleiben in seinem Werk Ausnahmeerscheinungen.

Die eigene Handschrift, verdeutlicht in breiten, kräftigen Linien und teilweise kalligraphisch anmutenden Passagen, ist ein wichtiges Gestaltungsprinzip in seinen Arbeiten. "Ich fand kleine Pinsel nur für das exakte Arbeiten, so wie es im 19. Jahrhundert und davor in der Kunst notwendig wichtig war­ auch Picasso selbst hat noch in seinen frühen Werken mit zarten Pinseln gearbeitet. Für mich kam das aber überhaupt nicht infrage. Ich wollte etwas gänzlich anderes probieren und so ging ich in Paris in ein Farbengeschäft und kaufte mir breite Pinsel wie zum Ausmalen von Räumen, Walzen und große Bürsten." In Kombination mit einer dunklen Nussbeize, der sogenannten "brou de noix" schuf er seine ersten Meisterwerke, von welchen eines bereits 1948 vom Museum of Modern Art in New York angekauft wurde.

Seine Gemälde befinden sich in den Sammlungen von über 100 Museen weltweit: so im Solomon R. Guggenheim Museum, New York, Australian National Gallery, Canberra, Eremitage, St. Petersburg, Museum Sammlung Essl, Klosterneuburg,
Musée national d'Art moderne, Paris, Staatsgalerie Stuttgart, Instituto Valenciano de Arte Moderno, Valencia, Museum of Modern Art, Toyama, Tate Gallery, London,
Museum of Fine Arts, Houston, Musée d'Art contemporain, Montréal, um nur einige, wenige zu nennen.

Soulages erhielt vielfache Auszeichnungen, darunter den Gran Prix des Arts der Stadt Paris, den Rembrandt-Preis der Stadt Hamburg sowie in Japan den Praemium Imperiale.

Die Stadt Rodez widmet Pierre Soulages ein eigenes Museum. Es soll 2012 eröffnet werden.

 

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Montag 10 - 20 Uhr, Di geschlossen
24.12. und 31.12.2010 geschlossen, Di nach Weihnachten (28.12.) und Neujahr geöffnet

Veranstalter:
Berliner Festspiele.
Eine Ausstellung des Centre Pompidou, Musée national d'art moderne - Centre de Création Industrielle, Paris. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds Berlin. Unterstützt durch CULTURESFRANCE und die Botschaft der Republik Frankreich in Berlin.

Kuratoren: Alfred Paquement und Pierre Encrevé

Pressearbeit:
artpress ­ Ute Weingarten, Marie Skov
Tel.: +49 (0)30 / 25486-236, Fax: +49 (0)30 / 25486-235
E-Mail: presse@gropiusbau.de / artpress@uteweingarten.de

Öffentlichkeitsarbeit:
Katrin Mundorf
Tel.: +49 (0)30 / 25486-112, Fax+49 (0)30 / 25486-107
E-Mail: organisation@gropiusbau.de

Medienpartner:
rbb kulturradio, Exberliner, Le Monde Diplomatique, Berlin Poche

Kooperationspartner:
Wall AG

Eintritt:
10 ¤ / ermäßigt 8 ¤
Gruppen (ab 10 Personen) p.P. 8 ¤
Schüler- und Studentengruppen (über 16 Jahre, ab 5 Personen) p.P. 5 ¤
Eintritt frei bis 16 Jahre

Führungen:
Öffentliche Führungen
Sonntags 14 Uhr
p.P. 3 ¤ zzgl. Eintritt p.P. 8 ¤
Führungen sind auch individuell und nach Vereinbarung buchbar (siehe Anmeldung für Führungen)

Angemeldete Führungen für Gruppen und Schulklassen:
Gruppen: Führungen (60 min.)
55 zzgl. Eintritt p.P. 8 ¤
Führungen für Schüler- und Studentengruppen (60 min.)
40 ¤ zzgl. Eintritt von p.P. 8 ¤

Anmeldung für Führungen:
MuseumsInformation Berlin
Tel. +49 (0)30 / 24749-888, Fax +49 (0)30 / 24749-883
museumsinformation@kulturprojekte-berlin.de
www.kulturprojekte-berlin.de

 

01.07. - 10.10. 2010

Teotihuacan - Mexico's Mysterious Pyramid City

on Wednesday 30 June 2010 at 11 a.m.
in the Martin-Gropius-Bau, Berlin

The Martin-Gropius-Bau presents the exhibition Teotihuacan ­ Mexico's Mysterious Pyramid City. In its Classical Epoch (100 B.C. to 650 A.D.), Teotihuacan was the first, largest and most influential metropolis on the American continent. Some thousand years later, in the 14th century, when the Aztecs discovered the abandoned ruins of the city, they gave it the name of Teotihuacan ­ "the place at which men become gods" ­ and used it as the setting for their own creation myth.
More than 450 outstanding objects giving a comprehensive insight into the art, everyday life and religion of this enigmatic culture will be on view in Europe for the first time. They include specimens of monumental architecture, filigree vessels and figures, costly stone carvings, masks, statues of gods and representations of animals as well as examples of highly symbolic murals which have retained their brilliant colours since their creation some 2,000 years ago. Permission has been given for the first (and probably the last) time for the 15 large-format fragments of murals to

 

The exhibition opening is on Wednesday, 30 June at 8.30 p.m. in the Martin-Gropius-Bau

Organizers:
Berliner Festspiele. An exhibition of the Consejo Nacional para la Cultura y las Artes (CONACULTA) and the Instituto Nacional de Antropología e Historia (INAH), México D.F. supported by the Fundación Televisa A.C. in association with the Musée du Quai Branly, Paris, the Rietberg Museum, Zurich, and the Martin-Gropius-Bau, Berlin. Sponsored by the Capital Cultural Fund, Berlin, and supported by the Mexican Embassy in Berlin.

 

01. Juli bis 10. Oktober 2010

Teotihuacan ­ Mexikos geheimnisvolle Pyramidenstadt

am Mittwoch, 30. Juni 2010, 11 Uhr
im Kinosaal des Martin-Gropius-Bau

Der Martin-Gropius-Bau präsentiert vom 1. Juli bis 10. Oktober die Ausstellung
Teotihuacan ­ Mexikos geheimnisvolle Pyramidenstadt.
Teotihuacan war in der Klassischen Epoche (100 v. Chr. bis 650 n. Chr.) die erste, die größte und die einflussreichste Metropole auf dem amerikanischen Kontinent. Als die Azteken rund tausend Jahre später, im 14. Jahrhundert, die verlassene Ruinenstadt entdeckten, gaben sie ihr den Namen Teotihuacan ­ "der Ort, an dem die Menschen zu Göttern werden" ­ und siedelten hier ihren eigenen Schöpfungsmythos an.
Mehr als 450 herausragende Objekte, die erstmals in Europa einen umfassenden Einblick in Kunst, Alltag und Religion dieser rätselhaften Kultur geben, werden im Martin-Gropius-Bau zu sehen sein. Unter anderem monumentale Architekturelemente, filigrane Gefäße und Figuren, kostbare Steinarbeiten, Masken, Götterstatuen und Tierdarstellungen sowie Beispiele symbolreicher Wandmalereien, die ihre leuchtenden Farben seit ihrer Entstehung vor ca. 2000 Jahren bewahrt haben.

 

Die Eröffnung findet am Mittwoch, 30. Juni um 20.30 Uhr im Martin-Gropius-Bau statt.

Veranstalter: Berliner Festspiele. Eine Ausstellung des Consejo Nacional para la Cultura y las Artes (CONACULTA) und dem Instituto Nacional de Antropología e Historia (INAH), México D.F. Mit Unterstützung der Fundación Televisa A.C. In Zusammenarbeit mit dem Musée du Quai Branly, Paris, dem Museum Rietberg, Zürich und dem Martin-Gropius-Bau, Berlin. Gefördert vom Hauptstadtkulturfonds. Unterstützt von der Botschaft von Mexiko in Berlin.

 

 

04.11. 2010 - 16.01. 2011

László Moholy-Nagy

Kunst des Lichts



László Moholy-Nagy (1895-1946) ist einer der bedeutendsten Vertreter der Moderne. Von Walter Gropius wurde er 1923 an das Weimarer Bauhaus und dann nach Dessau geholt. Signifikant sind Moholy-Nagys zukunftsweisende und bis in die Gegenwart hineinwirkenden Theorien sowie seine utopischen künstlerischen Entwürfe. Bühnenbilder und Filme, Fotogramme und Fotografien, Gemälde und Zeichnungen, Collagen und Skulpturen. Mit über 200 Arbeiten zeigt der Martin-Gropius-Bau Berlin eine große Gesamtschau.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem beigefügten PDF-Anhang.

Ausstellungseröffnung: 3. November 2010, 19 Uhr, Martin-Gropius-Bau

 

 

 

 

 

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