german galleries / index cities / index galleries / index artists / index Munich


Städtische Galerie im Lenbachhaus

Luisenstraße 33
80333 München
Tel. 089 - 23 33 20 00; Fax 089 - 23 33 20 04
täglich außer Mo 10 - 18 Uhr
lenbachhaus@muenchen.de
www.lenbachhaus.de
über das Lenbachhaus
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition

 


17.10. - 31.01. 2009

Erwin Wurm


KUNSTBAU

PRESSE: DONNERSTAG, 15. OKTOBER, 11 UHR
ERÖFFNUNG: FREITAG, 16. OKTOBER, 19:30 UHR
DIENSTAG BIS SONNTAG, 10 BIS 18 UHR

Wenn Erwin Wurm eine Form aus der unerschöpflichen Asservatenkammer des Gegenständlichen herausgreift und zum Gegenstand seiner Bildnerei macht, dann wird dieses Ding zu etwas anderem und trägt fortan einen weiteren, besonderen Sinn mit sich. Autos, Kartoffeln, Gurken, Kleidung, um nur einige Objekte aus der Welt des Realen zu nennen, hat er in seinen Skulpturen "behandelt", sie in ihrem Sinn verdreht und so neue Bilder gewonnen. Der Gedanke des Performativen spielt dabei eine wesentliche Rolle. So verwandelt er scheinbar banale Situationen, Gesten oder Handlungen in "One Minute Sculptures" zu Ausdrucksformen einer "verfestigten Zeit". Allein einen Gestus über eine Minute lang auszuhalten, verdeutlicht Sinnbezüge, die in der Geschwindigkeit des "normalen" Ablaufs verloren gehen. Fotografien helfen, die plastischen Situationen zu bannen und in Bildern zu verdichten. Ähnliches kann sich auch in Filmen ereignen: Ein Mann steht unbeweglich von Sonnenaufgang bis -untergang und wird so durch die eingefangene Dauer zur Skulptur, fester, konstanter als die Sonne, die während dessen ihren Bogen zieht. Autos werden unter dem scharfen, auch ironischen Blick des Bildhauers zu "schrägen" Objekten, indem sie sich verbiegen, seitlich neigen, an der Wand lehnen, oder wie im Film zu sehen ist, Hauswände emporfahren und das Lot- wie Waagrechte verkehren.

Von all dem wird die Ausstellung im Kunstbau "bebildert" sein. Der vielfältige Umgang mit "Skulptur" soll dabei zur Anschauung kommen, in einem ungeschiedenen Nebeneinander der Ausdrucksmöglichkeiten, die Wurm insbesondere in den letzten sieben Jahren entwickelt hat. Hierzu zählen neben den genannten plastischen Formen auch Texte, einfache Sätze und Behauptungen, die auf plakative Weise populistische Gedanken zum Ausdruck bringen. Wurm begreift diese Sprüche als eine Form "sozialer Plastik", die den Widerspruch in sich birgt. So wird es einen Katalogbeitrag geben, in dem Wurm die an ihn gerichteten Fragen mit Fragen beantwortet.

Nach der Präsentation im Lenbachhaus Kunstbau, München, wird die Ausstellung auch im Kunstmuseum Bonn, im Museum Sammlung Essl in Klosterneuburg bei Wien, sowie im Ullens Center for Contemporary Art Beijing, China zu sehen sein.

Kurator: Helmut Friedel, Direktor der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München

PUBLIKATION
Zur Ausstellung erscheint ein Künstlerbuch im Dumont Verlag, 336 Seiten, reich bebildert, mit Essays von Helmut Friedel, Stephan Berg, Franz Schuh u.a.

PROGRAMM
LESUNGEN
Fr, 13. November 2009, 19 Uhr
Liebe, Macht und Heiterkeit, Franz Schuh liest aus seinen Büchern.

Mi, 2. Dezember 2009, 19 Uhr
Robert Menasse liest aus seinem neuen Buch "Ich kann jeder sagen". Erzählungen vom Ende der Nachkriegsordnung, erschienen im Suhrkamp Verlag 2009.

VORTRÄGE
Do, 10. Dezember 2009, 19 Uhr
Edelbert Köb, Direktor MUMOK Wien über das Werk von Erwin Wurm

Di, 12. Januar 2010, 19 Uhr
Helmut Friedel, Direktor Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kurator der Ausstellung im Gespräch mit Erwin Wurm

 

 

14.12. 2009 - März 2010

Jan Christensen

 

Jan Christensen befasst sich in seinen Wandmalereien, Installationen, Videos und Fotografien mit dem Wesen der Kunst. Dabei geht der norwegische Künstler häufig von der kreativen Praxis aus. Seine Wandarbeiten der Reihe "Titles for Which I don't Know What to Make" bestehen etwa aus gesammelten Bezeichnungen für noch nicht ausgeführte Werke. Notizen legt Christensen in Schichten aus verschiedenen Schrifttypen und Farben übereinander, so dass die Summe potentieller Titel selbst zu einem Bild wird. Bei der Serie "Painting Myself into a Corner" malt er in einer Ecke stehend nur die drei Flächen mit einem Farbroller an, die er mit seinen Armen erreichen kann. Das Video "No Disc" zeigt den Menütext eines DVD-Players ohne Datenträger. Der überlange Titel "What Could Possibly be Missing from an Artwork with Complex References, Conceptual Considerations and Universal Poetic Impact?" schließlich steht im Gegensatz zu dem Objekt, auf das er verweist, einem Knäuel von Wollmäusen. Durch dieses Missverhältnis verleiht Christensen dem Dreckbündel unerwartete, allegorische Qualitäten: Das Kunstwerk ist ähnlich verstrickt in ein Geflecht aus Ikonografie und Referenzen wie Staub und Haare in dem kleinen Fusselballen.

Im KUBUS zeigt der Künstler "Still More Titles for Which I don't Know What to Make", eine neue Fassung aus seiner Reihe von Wandmalereien, die auf unvollendeten Ideen aus seinen Skizzenbüchern basieren.

Jan Christensen, geboren 1977 in Kopenhagen, lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte am National College auf Art and Design in Oslo und erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, beispielsweise 2005 von der Pollock-Krasner-Foundation. Seine Arbeiten wurden u.a. im Stenersenmuseet, Oslo, im Astrup Fearnley Museet, Oslo, dem Stedelijk Museum voor Actuele Kunst, Ghent, und dem Kunsthaus Baselland, Muttenz/Basel gezeigt.

Die Präsentation von Jan Christensen bildet den Auftakt zur KUBUS-Reihe WRITTEN ON THE WALL, bei der Wandarbeiten im Vordergrund stehen.

Kurator: Sven Beckstette

KUBUS
im Petuelpark, Klopstockstr. 10, 80804 München
Der KUBUS ist nicht betretbar, aber immer von außen einsehbar.
Ein Projekt im Rahmen von www.quivid.de <http://www.quivid.de>
öffentliche Verkehrsmittel: Bus 54 Barlachstraße, U 3 Petuelring, U2/U8 Milbertshofen

 

ERÖFFNUNG: MONTAG, 14. DEZEMBER 2009 // 20 UHR

 

 


Februar - Mai 2010

Maria Lassnig


Maria Lassnig (*1919 in Kappel am Krappfeld, Kärnten Österreich) gehört zu den bedeutendsten Künstlerinnen der Gegenwart. Anlässlich ihres 90. Geburtstags in 2009 richtet ihr das Lenbachhaus eine umfangreiche Einzelpräsentation im Kunstbau aus. Die Ausstellung fokussiert dabei auf die Arbeiten der letzten Jahre, wobei die 2009 entstandenen Bilder hier erstmals präsentiert werden. Begleitend zur Würdigung ihres malerischen Spätwerks werden im Medienraum des Kunstbaus ihre Animationsfilme zu sehen sein.
Kurator: Matthias Mühling

 

 

Juni - September 2010

Ein Tanz in Farben - träumerisch, lyrisch, abstrakt

Die schönsten Aquarelle und Zeichnungen des Blauen Reiter
aus der Sammlung des Lenbachhauses
Kandinsky, Klee, Kubin, Marc, Macke, Münter, Jawlensky, Werefkin u.a.

Mit dieser Ausstellung präsentiert das Lenbachhaus erstmals seine herausragende Sammlung an graphischen Blättern der Künstler des >Blauen Reiter< ­ Aquarelle, Zeichnungen und auch Druckgraphiken ­ in einer zusammenfassenden Schau.
Dabei werden die graphischen Bestände von Albert Bloch, Heinrich Campendonk, Robert Delaunay, Alexej Jawlensky, Eugen von Kahler, Paul Klee, Else Lasker-Schüler, August Macke, Franz Marc, Alexander Sacharoff, Eugen Schiemann und Marianne von Werefkin komplett und zum Teil zum ersten Mal überhaupt der Öffentlichkeit gezeigt.
Kuratorin: Annegret Hoberg

 

 

November 2010 bis Februar 2011

Gabriel vom Max


Gabriel von Max (1840­1915) war als Künstler, Spiritist und Darwinist eine außerordentliche Gestalt; gleichzeitig kann er als paradigmatische Figur der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts betrachtet werden. Sein zentrales Interesse galt der Entwicklungsgeschichte des Menschen, dessen Ursprung, Wesen und Weiterleben. Die Ausstellung in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München strebt erstmalig eine spektakuläre Zusammenschau von Max' Vorstellungswelt an; alle Facetten sollen gezeigt werden: das künstlerische uvre wie auch die naturgeschichtlichen, ethnologischen und esoterischen Interessen. In Max' Malerei, Forschungs- und Sammeltätigkeit spiegeln sich Kunst, Kultur und Wissenschaft der Zeit in enzyklopädischer Weise und und erlauben eine visuelle Begegnung mit verschiedensten Aspekten des 19. Jahrhunderts.
Kuratorin: Karin Althaus

 

Das Lenbachhaus ist bis voraussichtlich Sommer 2012 für eine umfangreiche Renovierung sowie Um- und Neugestaltung nach Plänen der Architekten Foster + Partners geschlossen. Bis dahin zeigt die Städtische Galerie weiterhin Ausstellungen im Kunstbau im Zwischengeschoß U-Bahnhof Königsplatz und im Kubus im Petuelpark.

Der Kunstbau befindet sich im Zwischengeschoß des U-Bahnhofes Königsplatz, 80333 München /

................................................................................................................................................................................................................................

 

 

 

german galleriesindex citiesindex galleriesindex artists