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Kunstverein Passau

Ausstellungslokal: St. Anna Kapelle
Hl.-Geist-Gasse 4
D - 94032 Passau
Tel. 0851 / 37659
Di - So 13 - 18 Uhr
Kontakt Pressearbeit:
Uta Spies c/o Museum Moderner Kunst Passau
u.spies@woerlen-mmk.de
www.kunstverein-passau.de
aktuelle Ausstellung / current exhibition
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition

 

28.08. - 04.10. 2009

Manfred Mayerle

Der Kunstverein Passau zeigt von 28. August bis 4. Oktober eine Auswahl aus dem zeichnerischen und malerischen Werk Manfred Mayerles aus den letzten fünf Jahren mit Schwerpunkt auf den neuesten Arbeiten aus dem Jahr 2009. Farbe und Licht, sind die zentralen Themen des Münchner Künstlers, der in Passau schon häufig durch seine künstlerische Gestaltung von Architektur und öffentlichem Raum hervorgetreten ist. Beispiele hierfür sind u.a. die Giselakapelle in der Klosterkirche Niedernburg, die Pfarrkirche St. Bartholomäus, die Gebäude Domplatz 6 und 7, das Hallenbad in Kohlbruck, das Parkhaus am Güterbahnhof und der Kindergaren in Neustift.

Scheinbar monochrome Flächen, welche sich bei genauerem Hinsehen als vielschichtige Überlagerungen mit Zwischenzonen enthüllen, in denen sich feine Adern der auslaufenden Felder abzeichnen, zartes Gitterwerk, wie poetische Partituren über das Blatt gelegt ­ so begegnen uns die Arbeiten Manfred Mayerles der letzten Jahre. Er ist ein Meister des subtilen Klanges, der feinen Töne, der nachhaltigen Präsenz. Seine Farben lassen einen nicht mehr los, sie begleiten den Betrachtenden und man wünscht, sie immer bei sich behalten zu dürfen. Vielleicht ist genau dies das Geheimnis des
Künstlers: dass seine Bilder erfüllen, was wir uns in Wahrheit von Malerei und Zeichnung erwarten. Nicht den konkreten Gegenstand, nicht die trügerische Realität, sondern ihre Überwindung und Transzendenz durch den Malprozess, ihre ,Vergeistigung' quasi durch die ästhetische Reflexion und ihr Fortleben in der künstlerischen Materie ­ eine Verschlüsselung, eine Metapher, eine Transformation, eine Reise in das Innerste der Kunst. []
Das Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München (1959_1970) prägte die anfänglich figurative Orientierung, von der sich Mayerle langsam verabschiedete, auch dies ein bedachter und bewusster Vorgang, der sich schrittweise vollzog. Konsequenterweise besitzt heute seine Malerei innewohnende körperliche und räumliche Qualitäten, in dem seine Kompositionen Tiefe und Volumen vermitteln ­ ,Farbausdruck' unmittelbar und im wahrsten Sinne des Wortes. Mayerle versteht sich daher weiterhin in gewisser Weise als gegenständlicher Künstler.
Das Skizzenbuch bleibt ihm stets an der Seite. Jede Minute des Rückzugs wird genutzt, um festzuschreiben, was der Augenblick freigibt. Die Zeichnung dominiert das feine Netzwerk der Linien und ihrer Verschleifung, die fließende Textur, das transparente Licht der Farben ­ "Innen- und Außenwelt im Dialog" (M.M.) ­ und eine Fortschreibung dessen, was seit den romantischen Fensterbildern zum Emblem der Moderne und der Abstraktion des 20. und 21. Jahrhunderts schlechthin wurde: "the Grid" (das Raster) als Metapher der Kunst, als Manifestation ihrer Autonomie: "It is what art looks like when it turns its back on nature" (Rosalind Krauss), ohne jedoch an Inhaltlichkeit zu verlieren. Oder wenn Kunst ­ wie bei Manfred Mayerle ­ universale Struktur gewinnt.

Aus einem Text von Dr. Ellen Maurer-Zilioli

Biographisches: Manfred Mayerle, 1939 geboren in München, Studium an der Akademie der Bildenden Künste München, lebt in München, zahlreiche Preise und Stipendien, Mitglied im Aufsichtsrat der Stiftung Haus der Kunst, Vizepräsident der NM, www.mmmartmayerle.de

 

Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 27. August 2009, 19 Uhr
Öffnungszeiten: Di bis So 13 bis 18 Uhr, Eintritt frei

 


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