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Kunstmuseum Heidenheim

Hermann Voith Galerie
Picasso Plakate- und Druckgraphiksammlung
Marienstr. 4
89518 Heidenheim
Tel. 07321 - 327 392 oder -393
Fax 07321 - 327 689
Di - Fr 10-12 Uhr, 14-17 Uhr, Mi 10-12 Uhr, 14-19 Uhr, Sa/So 11-17 Uhr
kunstmuseum@heidenheim.com
www.kunstmuseum.heidenheim.com
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition

 

04.05. - 29.06. 2008

Leibesübungen. Vom Tun und Lassen in der Kunst

In dieser Ausstellung, die am Samstag, den 3. Mai 2008 im Kunstmuseum Heidenheim eröffnet wird, gibt es viel zu sehen und noch mehr zu erleben:
Ein Besucher balanciert in liegender Position eine WC-Ente auf
seiner Schläfe. Laut Anweisung denkt er über seine Verdauung nach. Ein anderer presst sich mit ganzer Kraft gegen eine Wand. Wieder ein anderer malt das Bild seiner Mutter, während noch ein anderer mit Backen beschäftigt ist. Es gibt ein Motorrad, das nicht fährt, dafür aber laute
Geräusche produziert; es gibt Bonbons zum Lutschen und Mitnehmen. Wenn man sich traut, kann man einen Looping wagen oder einen Stunt aus einiger Höhe
auf einen Haufen aus Karton. Tun oder lassen lautet die Devise!
Insgesamt 28 internationale Künstlerinnen und Künstler fordern ihr Publikum auf: zur Kooperation, zur Kollaboration, zum spielerischen Umgang, zum Miterleben und Ausprobieren: Do it! Nicht selten mischt sich in den abwechslungsreichen Parcours der Kunst zum Anfassen aber auch ein ernster Moment, der dem Spiel Einhalt gebietet und ihn auf spannende Weise
bereichert.
Der Titel "Leibesübungen" ruft gewollt Assoziationen an
körperliche Ertüchtigung, an Sport und physische Arbeit hervor. Ebenso kündigt er bewusst eine Ausstellung an, die das spannende Wechselspiel zwischen Ernst und Albernheit, zwischen subjektivem leiblichem Erleben und Exhibitionismus (Ausstellen) in der Öffentlichkeit erfahrbar macht. Auf
vielerlei Weise loten die Exponate die Grenze zwischen Aktion und Skulptur, zwischen Aktivität und Passivität, zwischen Objekthaftigkeit und Erlebnischarakter aus. Alles geschieht nach dem Motto: Come in and work
out!
Sämtliche Kunstwerke der Ausstellung lassen sich erproben, werden aufgeführt, nehmen den Betrachter wirklich und mit Leib und Seele in
Anspruch. Ist es nicht ein (immer noch) ungelöstes Stück Utopie in der Kunst, teilzuhaben und mitzumachen? In der Ausstellung, die u.a. in der Kunsthalle Göppingen und der Ausstellungshalle der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig zu sehen war, löst sich dies ein.

Beteiligte Künstler:
Sonja Alhäuser, Claus Böhmler, George Brecht, Tania Bruguera, Baldur Burwitz, Robert Filliou, Patrycja German, Felix Gonzalez-Torres, Ottmar Hörl, Fabrice Hyber, Tünde Kovacs, Antal Lakner, Via Lewandowsky, Atelier van Lieshout, Bianca Muckelmann, Bruce Nauman, Yoko Ono, Kristian
Pettersen, Laercio Redondo, Santiago Sierra, Tomas Schmit, Franz Erhard Walther, Mirja Wellmann, Franz West, Emmett Williams, Georg Winter, Erwin
Wurm.

Die Ausstellung, die in Kooperation mit der Kunsthalle Göppingen und der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig entstanden ist, wird von einer ausgefallenen Publikation begleitet, welche die Handlungsorientierung der Ausstellung in Text und Bild konsequent und witzig fortsetzt. Studierende der HBK Braunschweig haben ein Buch gestaltet zum Schauen, zum Lesen, zum Handeln, Üben, Turnen (Glossar, 180 Seiten, 58 Bildkarten, beides im
Schuber, Taschen-Matte und Do it-Aufkleber, 25 Euro

Eröffnung Samsatg, 3. Mai, 17:00 Uhr

 

 

13.07. - 07.09. 2008

Albrecht Briz

JeMiNe

Möbel, Teppiche, gebräuchliche Baumaterialien und alltägliche Gebrauchsgegenstände sind das "Rohmaterial", aus dem der Steinheimer Künstler seine Installationen entwickelt. Vom vorhandenen Ausstellungsraum ausgehend, arrangiert Albrecht Briz diese Gegenstände   zu abstrakten Raumkompositionen, die auf faszinierende Weise die spezifischen Qualitäten des jeweiligen Ausstellungsraums freilegen und zugleich unerwartete plastische und ästhetische Qualitäten seiner "Rohmaterialien" sichtbar machen.  
               


 

21.09. - 23.11. 2008

Großstadtbilder

Zeitgenössische Malerei aus der Sammlung Biedermann

Mit den "Neuen Wilden" erlebte die gegenständliche Malerei in den späten 1970er Jahren eine Wiederbelebung, die bis heute ­ man denke an die "Neue Leipziger Schule" - ungebrochen anhält. Die Renaissance der Gegenständlichkeit war dabei auch mit der Wiederbelebung eines Themas verbunden, das schon zu Beginn des   20. Jahrhunderts viele Künstlerinnen und Künstler beschäftigt hatte: die Großstadt als Lebensraum des modernen Menschen. Wie sich Maler heute damit auseinandersetzen, zeigen in der Ausstellung Werke von Helmut Middendorf, Rainer Fetting, Matthew Radford u. a., die aus der Sammlung Biedermann stammen.  
               
 

 

16.11 2008 - 01.03. 2009

Albrecht Dürer

75 druckgraphische Meisterwerke

  Die Druckgraphiken von Albrecht Dürer zählen zu den Höhepunkten der Kunstgeschichte. Kaum 100 Jahre nach der Erfindung des Holzschnitts und Kupferstichs gelingen dem Nürnberger Künstler Graphiken von einer Perfektion und Ausdruckskraft, die bis heute unübertroffene Maßstäbe setzen. Doch seine Holzschnitte und Kupferstiche sind nicht nur Glanzlichter in der Geschichte der Druckgraphik, sondern zugleich herausragende Zeugnisse der Renaissance, also jenes Zeitalters, mit dem die Neuzeit beginnt.   Neben einer tiefen, teilweise noch mittelalterlichen Religiosität spiegeln Dürers Graphiken so auch das erwachende Interesse an der Antike und den exakten Wissenschaften.
Die 75 Meisterwerke von Albrecht Dürer stammen aus der Sammlung Ernst Riecker (1844 ­ 1918), die sich heute im Besitz der Stadt Backnang befindet. Das Kunstmuseum Heidenheim zeigt sie im Tausch mit seiner Picasso Plakate- und Druckgraphiksammlung, die vom 21. November 2008 bis 8. Februar 2009 in der Galerie der Stadt Backnang zu sehen sein wird.  
               
 

 

07.01 - 08.02. 2009

Daniel Hausig

licht.bad
 
Den an sich unsichtbaren elektrischen Strom sichtbar zu machen, ist das Anliegen des Schweizer Künstlers Daniel Hausig. Hierzu bedient er sich der Elektrolumineszenz, das ist ein technisches Verfahren mit dem Farbpigmente durch elektrische Energie zum Leuchte n gebracht werden. Die Faszination der Elektrolumineszenz liegt dabei in ihrem sanften, xxx farbigen Leuchten, welche das Licht überraschend stofflich wirken lässt und ­ im Unterschied zu anderen elektrischen Lichtquellen - keine blendenden Lichtstrahlen zu erzeugen vermag. Für die Ausstellungshalle des Kunstmuseums plant er ein farbiges Lichtfeld, das sich als illusionistische Projektion auf einer Wand fortsetzt.  

  Ausstellungseröffnungen immer am Samstag um 17 Uhr, vor Beginn der Ausstellung

  Änderungen vorbehalten

 

 

Dauer-
Ausstellung

Eine repräsentative Auswahl von Picasso-Originalplakaten und Druckgraphik aus der Sammlung des Museums wird in der Hermann Voith Galerie dauerhaft präsentiert.
      

 

 

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