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Kunsthalle Nürnberg

Lorenzer Straße 32
90402 Nürnberg
Tel. 0911 - 231 24 03 / 28 53, Fax 0911 - 231 37 21
Di - So 10-18 Uhr, Mi bis 20 Uhr, montags geschlossen
kunsthalle@stadt.nuernberg.de
www.kunsthalle.nuernberg.de
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition

Blaue Nacht
31. Mai 2008, 19-1.30 Uhr
www.blauenacht.nuernberg.de

 

24.04. -15.06. 2008

Beate Gütschow

Ganz woanders


Die großformatigen Fotografien von Beate Gütschow (geb. 1970) zeigen Natur- und Stadtlandschaften, die zwar an vertraute Bilder erinnern, jedoch keine konkrete Ortsbestimmung mehr zulassen. Die Landschaftspanoramen sind aus vielen Einzelbildern digital zusammengesetzt und spannen den Bogen von der Idylle arkadischer Landschaften bis zu den Steinwüsten zerfallender Metropolen. Mit den Mitteln der Fotografie und der Computertechnologie reflektiert Beate Gütschow Kompositionsschemata, die in der Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts etwa von Claude Lorrain, Nicolas Poussin oder Jacob van Ruisdael entwickelt wurden und welche sich ebenso als artifizielle Konstruktionen erweisen wie Gütschows fiktive, monumentale Architekturen, Brachflächen und Fragmente urbaner Zivilisation, die einst Träger moderner Utopien gewesen sein könnten. Im Gegensatz zu den idealtypischen Landschaftsidyllen der Vergangenheit wirken die Menschen in Gütschows unwirtlicher Welt fremd und verloren.
Die Ausstellung Ganz woanders erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Haus am Waldsee in Berlin und wird von einem umfangreichen Katalog begleitet.

 

 

06.07. - 31.08. 2008

Das Gelände


Das von den Nationalsozialisten von 1933 bis 1938 für ihre jährlichen Parteitage genutzte Gelände dokumentiert bis heute mit seinen riesigen Dimensionen und den Relikten der monumentalen Architektur, wie der Großen Straße oder der Zeppelintribüne, Größenwahn und Machtanspruch. Das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände und ein Informationssystem auf dem Gelände informieren über dessen Geschichte und die ideologischen Strategien des Naziregimes. Daneben wird das Areal heute als Sport- und Freizeitpark genutzt, in dem mehr als 200 Kultur- und Sportveranstaltungen jährlich stattfinden, von Open Air Klassikkonzerten bis zu ,Rock im Park´, vom Volksfest vor der Kulisse der Kongresshalle bis zum Norisring-Rennen, um nur die bekanntesten zu nennen. Die Ausstellung versammelt u.a. Arbeiten von Winfried Baumann, Ross Birrell, Claus Föttinger, Susanne Kriemann, Bernhard Prinz, Jürgen Teller und Artur Zmijewsky, die sich auf individuelle Weise und aus eigener Initiative mit dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg auseinandersetzen. Die vorgestellten Werke werfen Fragen auf nach dem Verhältnis von historischer Aufladung und heutiger Nutzung des Geländes, nach der Relation (auto)biografischer Aspekte zu solchen von kollektiver und nationaler Bedeutung oder danach, welche Formen und Mittel künstlerischer Produktion im Umgang mit diesem Thema überhaupt möglich sind.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit dem Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände statt.
Das GrashalmInstitut wird die Ausstellung mit temporären künstlerischen Interventionen begleiten (Konzeption: Thomas May).

Eröffnung: Samstag, 5. Juli, 20 Uhr

 

Parallel zur Ausstellungseröffnung findet das Projektwochenende "SchattenOrt ­ Die profane Nutzung der Kongresshalle auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg" statt; ein Projekt des Schauspiels am Staatstheater Nürnberg und des Instituts für Theater- und Medienwissenschaft der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen ­ Nürnberg.

 

 

18.09. .- 16.11. 2008

Kiki Smith. Neue Arbeiten


Die Reflexion über die menschliche Existenz, über Leben und Tod, standen von Beginn an im Zentrum des Werkes der in New York lebenden Kiki Smith (geb. 1954 in Nürnberg). Ihre ebenso traumatischen wie poetischen Darstellungen des menschlichen Körpers machten sie Ende der achtziger Jahre international bekannt. Nach ihrer großen Retrospektive A Gathering 1980-2005, die durch fünf amerikanische Museen wanderte (2006-07), hat Kiki Smith nun für die Ausstellung in der Kunsthalle Nürnberg, die in Kooperation mit dem Museum Haus Esters in Krefeld vorbereitet wird, überwiegend neue Arbeiten geschaffen. Thematisch umspannt die aktuelle Ausstellung Her Home das Leben der Frau von der Geburt bis zum Tod. Ausgehend von der historischen Perspektive häuslichen Lebens, wie es im protestantischen Neuengland tief verwurzelt ist, entwickelt Kiki Smith ein metaphernreiches Spektrum von Lebensweisen für Frauen jenseits der Ehe. Diese finden Ausdruck in einer Vielzahl von Kunstgattungen und Materialien: Skulpturen aus Porzellan, Gips und Bronze wechseln mit großformatigen Zeichnungen, Drucken, Fotografien, Glasarbeiten oder Tapeten.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Eröffnung: Mittwoch, 17. Sept., 20 Uhr

 

 

04.12. 2008 - 01.02. 2009

Cao Fei


In ihren Fotoserien, Videofilmen und Installationen befasst sich die1978 in Gouangzhou geborene Cao Fei vor allem mit den rasanten gesellschaftlichen und kulturellen Umbrüchen in China. Zentral in ihren Arbeiten sind die Themen des ,Speed Urbanism´und der soziale und ökonomische Wandlungsprozess auf dem Land, wie etwa in der als ,Road Movie´ angelegten Film-Installation Nu River, die sie 2007 auf der Biennale Lyon in einem Armeezelt, ausgestattet mit Science-Fiction Bemalung und HipHop-Elementen, präsentierte. Cao Fei vertritt eine junge Generation chinesischer Künstlerinnen und Künstler, die selbst beteiligt ist an den kulturellen Veränderungen in ihrem Land. In ihren ,Doku-Dramen´ wie etwa Cos Players, der 2006 in der Kunsthalle Nürnberg zu sehen war, nimmt sie bewusst eine zwischen Innensicht und Außenblick vermittelnde Perspektive ein, bei der Dokumentation und Fiktion ineinander greifen. Vorgestellt werden auch die Projekte RMB-City und I Mirror, die Cao Fei seit 2007 im Internet auf ,Second live´ als utopische Städte und Lebensformen der Zukunft entwickelt.
Zu der ersten umfassenden Einzelausstellung der chinesischen Künstlerin in Deutschland erscheint ein Katalog.


Eröffnung: Mittwoch, 3. Dez., 20 Uhr

 

 

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