german galleries / index cities / index galleries / index artists / index Kiel
Kunsthalle zu KielChristian-Albrechts-Universität
Gemäldegalerie und Graphische Sammlung
Düsternbrooker Weg 1
24105 Kiel
Tel. 0431 / 880-5756, Fax 0431 / 880-5754
Di - So 10.30 - 18.00 Uhr, Mi 10.30 - 20.00 Uhr, Mo geschlossen
http://www.uni-kiel.de/kunsthalle
aktuelle Ausstellung / current exhibition
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition
17.6. - 29.8.1999
Stanley KubrickStill Moving Pictures
Fotografien 1945 - 1950
Vor seiner erfolgreichen Karriere als Filmregisseur arbeitete Stanley Kubrick (1928-1999) sechs Jahre lang als Fotojournalist für die amerikanische Zeitschrift Look. Seine bis zum heutigen Tag ausschließlich in diesem Magazin von 1945-1950 veröffentlichten Fotos weisen einen hohen künstlerischen Wert auf, behaupten sich in der Geschichte der Fotografie ebenso wie als Bildzeugnisse einer Kulturkritik. Herausgelöst aus der journalistischen Reportage bekunden sie sehr deutlich Kubricks fotografisches Talent. Sie erweisen Arbeiten von Alfred Stieglitz, Alexander Rodtschenko oder Laszlo Moholy-Nagy ihre Reverenz und formulieren eine durchaus eigenständige Position, die den Fotografen Kubrick gleichberechtigt neben Walker Evans, Henri Cartier-Bresson oder Robert Frank rangieren läßt.
Für die Präsentation in der Kunsthalle wurden aus etwa 800 Schwarzweiß-Abbildungen 107 digital überarbeitete Fotoabzüge ausgewählt, die einen wohlkonzipierten Überblick über Kubricks fasettenreiches fotografisches Werk ermöglichen, darunter Porträts von berühmten Hollywood-Persönlichkeiten, von bekannten Sportlern, von Politikern, aber auch sozial- und gesellschaftspolitische Aufnahmen von beißender Schärfe.
Die Fotografien, in der Regel Bestandteile mehrteiliger Serien oder Fotoessays, bestechen durch ihren teils skurrilen Humor, teils durch ihre erbarmungslose psychologische Scharfsichtigkeit. Seine Filme vorausnehmend dokumentieren sie schon eines in aller Deutlichkeit: Kubricks erzählerisches Talent. So erscheinen sie wie ein Vor-Kapitel zu den OEuvres von Jeff Wall oder etwa Tracey Moffatt.
Konzipiert und organisiert wurde die Ausstellung vom International Center for Curatorial Studies (ICCARUS) an der Universität München, einem praxisorientierten Lehrangebot, das Ausstellungen zur Gegenwartskunst und zur klassischen Moderne durchführt.
Die Ausstellung hat ihre erste Station in der Kunsthalle zu Kiel. Anschließend wird sie in veränderter Form im Kölnischen Kunstverein, im Photoforum Pasquart in Biel sowie in weiteren Ausstellungsinstituten im deutschsprachigen Raum zu sehen sein.
Das Katalogbuch zur Ausstellung mit Texten von Hubertus von Amelungen, Rainer Crone/Petrus Graf Schaesberg, Joyce Carol Oates, Wolf Wondratschek und Christina Auer, 232 Seiten, 179 s/w-Abbildungen, hrsg. von Rainer Crone und Petrus Graf Schaesberg, ist in der Edition ICCARUS, Verlag Schnell & Steiner erschienen und kostet 39,- DM, als Buchhandelsausgabe 68,- DM.
Die Ausstellung wird am Mittwoch, dem 16. Juni 1999, um 19.00 Uhr eröffnet. Es spricht Univ.-Prof. Dr. Rainer Crone. Gleichzeitig wird die Ausstellung "Unsichere Grenzen" eröffnet.
Während der Kieler Woche ist die Kunsthalle auch am Montag, dem 21. Juni, von 10.30 bis 18.00 Uhr geöffnet.
Begleitend zur Ausstellung werden vom 1. bis zum 9. Juli 1999 jeweils um 20.00 Uhr im Vortragssaal der Kunsthalle folgende Filme Stanley Kubricks gezeigt: Do 1.7. Shining (1980), 145 min. Sa 3.7. Spartacus (1960), 183 min. So 4.7. Barry Lyndon (1975), 187 min. Di 7.7. Uhrwerk Orange (1971), 135 min. Mi 7.7. Dr. Seltsam oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben (1964), 94 min. Fr 9.7. Wege zum Ruhm (1958), 86 min., Fr 9.7. Full Metal Jacket (1987), 116 min. 22.00 Uhr
Eintritt 5,- DM, Dauerkarte 25,- DM
Am Samstag, dem 28. August 1999, findet um 21.00 Uhr eine Performance statt:
Jonathan Meese
Der Erzkamerad war geheilt
Performance zum Soundtrack von Stanley Kubricks Film Barry Lyndon, 50 Minuten.
Jonathan Meese, 1971 in Tokio geboren, ist eine Galionsfigur der "cross-culture". Er zappt sich durch die populären Medienwelten der 60er und 70er Jahre. In gebauten Labyrinthen begegenen sich Diana Rigg alias Emma Peel und Steve McQueen, der bunte Flitter der Carnaby-Street und die psychedelischen Farbnebel der Blumenkinder-Reservate. Das kulturelle Gedächtnis kommt als Party-Keller daher. Ohne moralisch erhobenen Zeigefinger, aber unter Einsatz all seiner Emotionen zwischen Wut und Liebe setzt Jonathan Meese sich ein für die Freiheit der Aussage.
Meese hat eine besondere Affinität zu den Filmen von Stanley Kubrick. Schon bei früheren Aktionen hat er mit "A Clockwork Orange" und "Dr. Strangelove" gearbeitet. Für die Erstaufführung seiner 50minütigen Performance "Der Erzkamerad war geheilt" wird er nun den Soundtrack zu Barry Lyndon verwenden.
17.6. - 29.8.1999
Im "Kammerspiel"Max Klinger: "Ein Handschu"
Radierzyklus Opus VI, 1893
28.8. - 24.10.1999
Im "Kammerspiel"Zum 250. Geburtstag von J.W. Goethe:
Bilder zu Goethes Faust, 1816
12 Kupferstiche nach Zeichnungen von Peter Cornelius