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Kunsthalle Düsseldorf
Grabbeplatz 4
40213 Düsseldorf
Tel. 0211 - 89 962 43; Fax 0211 - 89 291 68
Di - Sa 12 - 19 Uhr; Sonn- und Feiertage 11 - 18 Uhr
mail@kunsthalle-duesseldorf.de
www.kunsthalle-duesseldorf.de
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibitionBis 15.01. 2012
Chris Martin
Staring into the Sun
Die Kunsthalle richtet dem US-amerikanischen Maler Chris Martin die erste institutionelle Einzelausstellung außerhalb der USA aus. Seit Mitte der 1990er Jahre hat Martin geschätzten und verehrten Künstlerkolleginnen und -kollegen aus Malerei und Musik immer wieder seine Reverenz erwiesen. Popgrößen ebenso wie solchen, die neben dem Zeitgeist lagen und liegen. Manchmal, wie bei Michael Jackson, James Brown oder Frank Moore, dem Erfinder der roten Aids-Solidaritätsschleife "Red Ribbon", anlässlich ihres Todes. Solche Widmungen stellen Martins großflächige Kompositionen auf das Fundament eines sozialen Bezugsrahmens, sind Gesten der Andacht und der Solidarität. Zugleich brechen sie mit jedem Reinheitsgebot der Farbfeldmalerei und der monochromen Malerei. Trotz der ruppigen, ganz und gar profanen Bildoberflächen knüpft Martins Werk seit über 30 Jahren an verschiedene Traditionslinien der spirituellen Abstraktion an, für die New York, wo Martin seit 1975 lebt, Schmelztiegel war.Die Ausstellung konzentriert sich insbesondere auf das Frühwerk, welches in so umfangreicher Form nie zuvor ausgestellt wurde. Parallel zu zahlreichen großformatigen Malereien, werden auch kleinere Formate gezeigt, in denen Martin auch seine kunsttherapeutische Tätigkeit mit HIV-Infizierten verarbeitete. In diesen greift er auf christliche Mystik und anthroposophische Symbole ebenso zurück, wie auf die "Spiritual Landscapes" der in Europa wenig bekannten nordamerikanischen Romantik.
Martin versteht seine Malereien als Objekte mit Eigenleben, die es nicht in den heiligen Hallen des White Cube zu schützen gilt. Seine Werke hängen an Hausfassaden oder in Bäumen. Auch die Ausstellung in der Kunsthalle dehnt sich auf den Außenraum aus und zeigt, wie ausgerechnet im Heiligtum der modernen Abstraktion " der Ästhetik des Sublimen " das Erbe der Pop Art und die Fusion von High und Low gelten und wirksam werden können.Zur Ausstellung ist der erste substantielle Katalog zu Chris Martin im Verlag der Buchhandlung Walther König, mit zahlreichen Farbabbildungen und Essays von Gregor Jansen, Alexander Koch, Bob Nickas, Lars Bang Larsen sowie einem Gespräch zwischen Chris Martin und Elodie Evers erschienen. Preis in der Kunsthalle: 28 Euro
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