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Kunsthalle Bielefeld

Artur-Ladebeck-Str. 5
33603 Bielefeld
Tel. 0521 - 51 24 79 / 80; Fax 0521 - 51 34 29
Di - Fr 11 ­ 18 Uhr, Mi bis 21 Uhr, Sa 10 - 18 Uhr
info@kunsthalle-bielefeld.de
www.kunsthalle-bielefeld.de
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition

 

05.02. - 13.05. 2012

Carl Strüwe: Reisen in unbekannte Welten

Zwei Hauptthemen prägen das Werk des Bielefelder Grafikers und Fotografen Carl Strüwe (1898 ­ 1988): Seine Landschafts- und Reisefotografie auf den Spuren der Hohenstaufen in Italien setzt Maßstäbe in der fotografischen Historiografie. Mit dem Werkkomplex der "Formen des Mikrokosmos", die von 1926 bis 1959 entstehen, zählt er zu den Pionieren der künstlerischen Mikrofotografie. Sein Werk, das er 1981 zu einem wesentlichen Teil der Kunsthalle Bielefeld übergab, und insbesondere die Werkgruppe der Mikrofotografien, sind in ihrer Komplexität ein bis heute ungehobener Schatz. Nachdem sein Schaffen in letzter Zeit national und international verstärkt Beachtung erfahren hat, wird Strüwes Werk in einer umfassenden Retrospektive vorgestellt, die von den frühen Zeichnungen des 18-Jährigen bis zur Malerei des Spätwerks erstmals einen Überblick über sein Gesamtwerk gibt. Die Ausstellung ist eine Kooperation der Kunsthalle Bielefeld und des Bielefelder Kunstvereins in Zusammenarbeit mit dem Carl-Strüwe-Archiv. Die Ausstellung und die begleitende Publikation werden von der LWL-Kulturstiftung Westfalen-Lippe unterstützt.

Parallel dazu werden auf der Sammlungsetage unter dem Titel "Vorführraum" Werke von Künstlern gezeigt, deren gemeinsames Motiv die Reise ist. Dazu gehören Filme und Film-Installationen von Robert Smithson, Michael Snow, Matthew Buckingham, Rodney Graham, Susan Hiller und Guy Ben-Ner sowie konzeptuelle und skulpturale Arbeiten von Saâdane Afif, Karin Sander, Stephen Wilks, Alicja Kwade und Johannes Wald. Ziel dieser Präsentation ist es, alle Werke für die Kunsthalle Bielefeld zu erwerben, um deren Reise in der Sammlung der Kunsthalle Bielefeld ankommen zu lassen.

 

 

03.06. - 02.09. 2012

Sou Fujimoto: Futurospektive Architektur

Die Kunsthalle Bielefeld zeigt die erste umfassende Präsentation des jungen japanischen Architekten in Europa. Sou Fujimoto (*1971) ist durch einige markante Bauaufgaben in Japan und seine theoretischen Schriften international bekannt geworden als ein Architekt, der in der Tradition der Moderne den Raum als Ort des Verweilens und Erlebens neu definiert. Die Ausstellung zeigt eine Dokumentation realisierter Bauvorhaben, vor allem aber auch Modelle nicht realisierter Beiträge, an denen der utopische, radikal neue Charakter seiner Entwürfe deutlich wird. Sou Fujimoto hat in Wettbewerben weltweit mit spektakulären Entwürfen auf sich aufmerksam macht, in denen Architektur und Natur zu einer Symbiose geführt werden. Die Ausstellung in der Kunsthalle Bielefeld ist weniger als Werkübersicht denn als Nachdenken über die zukünftige Bedeutung von Architektur konzipiert. Sie wird von der Kulturstiftung Pro Bielefeld gefördert.

 

23. 09. - 25.11. 2012

Kiki Smith, Seton Smith, Tony Smith: Eine Künstlerfamilie

Eine amerikanische Künstlerfamilie ist in der Bielefelder Kunsthalle zu Gast: Am 23. September 2012 wäre Tony Smith, der sowohl als Architekt und Bildhauer als auch als Maler arbeitete, 100 Jahre alt geworden. Auch seine beiden Töchter sind als Künstlerinnen tätig geworden und genießen heute einen ebenso internationalen Ruf. Kiki Smith (*1954) beschäftigt sich mit der Figuration, Seton Smith (*1956) mit Architekturfotografie.

Diese ungewöhnliche Form einer Gemeinschaftsausstellung zeigt künstlerische Kontinuität und gestalterische Gegensätze auf, die aus der Tätigkeit von Tony Smith abgeleitet werden können. Seine innovativen Verdienste liegen im Bereich der Skulptur, sind jedoch ohne die Architektur, der sich Smith bis zu seinem 51. Lebensjahr gewidmet hatte, nicht verständlich. Es werden erstmals die architektonischen Modelle aus den Jahren 1949 bis 1959 gezeigt, die in der Tradition des amerikanischen Modernismus stehen. Dazu kommen die Skulpturen der Jahre 1961 bis 1968 im kleineren Maßstab, die Modelle für Großprojekte im Außenraum geworden sind sowie Zeichnungen zu Architektur, Skulptur und Malerei. Die Ausstellung wird von der Kunststiftung NRW gefördert.

 


16.12. 2012 - 03.03. 2013

Dan Flavin

Dan Flavin (1933 ­ 1996) kommt, wie Tony Smith, aus der Tradition des abstrakten Expressionismus. Bekannt ist er jedoch für seine Skulpturen aus Leuchtstoffröhren. Erstmals werden nun Zeichnungen aus dem Nachlass für eine umfassende Ausstellung zur Verfügung gestellt, die seine Verwurzelung in der Malerei belegen. Sie werden um ein Konvolut von Zeichnungen anderer Künstler ergänzt, die aus der Sammlung Flavins stammen und damit seine enge Bindung an die Tradition bis zurück in das 19. Jahrhundert bewusst machen. Die seit 1974 erste monografische Zeichnungsausstellung von Dan Flavin wird von der Morgan Library and Museum, New York, vorbereitet. Sie wird von einigen repräsentativen Lichtskulpturen ergänzt, die die offene Struktur des Kunsthallengebäudes von Philip Johnson zum Ausdruck bringen. Die Ausstellung wird von der Stiftung der Sparkasse Bielefeld gefördert.

 

 

 

24.03. - 07.07. 2013

Schönheit und Geheimnis. Der deutsche Symbolismus 1870 - 1920

Durch die rasante Entwicklung von Industrie und Technik in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ändern sich die Lebensverhältnisse rasch und tiefgreifend, und die Künstler suchen nach einem neuen Weltbild. Die Idealisierung des bäuerlichen Lebens bannt ebenso wie der impressionistische Blick auf die Bürgerwelt der Großstadt existenzielle Ängste. Zwischen Natursehnsucht und Fortschrittsglauben tritt seit den1870er Jahren der Symbolismus als ein gesamteuropäisches Phänomen hervor. Mit einer neuen Spiritualität reagiert er auf den Materialismus der Gründerzeit. Wesentlich weniger erforscht und präsent als der fast gleichzeitige Impressionismus, bewahren die mythologisch-märchenhaften Bildwelten des Symbolismus bis heute die Aura des geheimnisvoll Unergründlichen. Eher eine Geisteshaltung als eine Stilbewegung, verbindet der Symbolismus Elemente der Tradition mit modernen Auffassungen und bedient sich einer akademisch-realistischen Malerei ebenso wie einer betonten Farbigkeit. Die Ausstellung widmet sich der deutschen Entwicklung der symbolistischen Kunst, die ihre Wurzeln in der Romantik hat und mit ihren Bildern einer paradiesisch-zeitlosen Einheit von Mensch und Natur auf expressionistische Auffassungen vorausweist. In Anselm Feuerbach, Hans von Marées und vor allem Arnold Böcklin hat sie ihre großen Vorbilder. Mit Max Klinger, Hans Thoma und Ludwig von Hofmann gehören Hauptvertreter des deutschen Symbolismus zu den frühesten Ankäufen für die Bielefelder Sammlung.

 

 

 
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