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Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig
Karl-Tauchnitz-Str. 11
04107 Leipzig
Tel. 0341 - 14 08 10; Fax 0341 - 140 81 11
office@gfzk.de
Di - So 12 - 19 Uhr
Führungen So 15 Uhr und nach Vereinbarung
www.gfzk.de
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition
05.04. - 08.06. 2008
alpha 2000 - Kunstpreis >Europas Zukunft<
Kuratiert von Ilina Koralova in Zusammenarbeit mit Matthias Brühl
Im Rahmen ihrer Beteiligung an >Carte Blanche< präsentieren Matthias Brühl und Dietmar Schulz, die Geschäftsleiter der Firma alpha 2000, die Ergebnisse eines fünfjährigen Engagements für KünstlerInnen aus Osteuropa. Die Ausstellung zeigt Arbeiten der fünf PreisträgerInnen des Kunstpreises >Europas Zukunft<: Kristina Leko (Kroatien), Rafa Bujnowski (Polen), Jakup Ferri (Kosovo), Ioana Nemes (Rumänien) und Kamen Stoyanov (Bulgarien).
Der Kunstpreis >Europas Zukunft< wurde 2003 aus dem Wunsch heraus ins Leben gerufen, junge KünstlerInnen aus postkommunistischen Ländern für ihre künstlerische Arbeit auszuzeichnen und damit das Verstehen, das Miteinander und das Zusammenwachsen in Europa zu fördern. Durch seine Stifter ist dieser Kunstpreis zu einem Beispiel für die Verbindung zwischen Kunst und privatem Engagement geworden, das über eine rein materielle Unterstützung hinausgeht. Der mit 5.000 Euro dotierte Kunstpreis, der inzwischen zu einem wichtigen Preis im Bereich der gegenwärtigen Kunst geworden ist, ist nicht mit einem bestimmten künstlerischen Projekt oder mit dem Ankauf eines Kunstwerkes verbunden, sondern als eine Ermutigung für junge KünstlerInnen gedacht, ihren künstlerischen Weg fortzusetzen.
Kristina Leko (Preisträgerin 2004) arbeitet im Bewusstsein, Teil einer Gesellschaft zu sein, die starken ökonomischen und politischen Veränderungen unterworfen ist. Sie zieht verschiedene Medien und Ausdrucksweisen, wie etwa Video, Fotografie oder Installation, bildnerische oder akustische Mittel heran, um ihre Anliegen, sei es die Situation von AusländerInnen in Sarajewo ("Sarajevo International") oder das Verschwinden der Milchfrauen aus der Öffentlichkeit in Kroatien ("Milkmaids"), auf verschiedenen Ebenen darzustellen. Dabei setzt sie gezielt auf die Suggestionskraft visueller Mittel und die emotionale Kraft ästhetischer Objekte.
In den Arbeiten des Malers Rafa Bujnowski (Preisträger 2005) finden sich auf der einen Seite stets Referenzen auf den sozialen Status der Kunst und des Künstlers, während auf der anderen Seite die Rolle der Malerei auch als Ware und deren Natur hinterfragt wird. Dabei befindet sich der Künstler selber an einer Schnittstelle zwischen aktiver Teilnahme an der Produktion von zeitgenössischer Kunst und kritischer Beobachtung der Zusammenhänge des Kunstmarktes.
Jakup Ferri (Preisträger 2006) berührt mit seinen Arbeiten verschiedene Aspekte des Alltags, wie Jugendprobleme, Familien- und Sozialverhältnisse. Im Mittelpunkt steht jedoch das Streben des kosovarischen Künstlers, der zu einer wohl kaum bekannten Kunstszene gehört, nach Aufmerksamkeit und Zugang zum Weltkunstmarkt. Nicht ohne Kritik und Ironie kommentiert er die von der westlichen Welt etablierten Verhältnisse zwischen den Protagonisten der internationalen Kunstszene.
Ioana Nemes (Preisträgerin 2007) dokumentiert und analysiert ihren Alltag eigentlich den Alltag einer jungen Frau mit ihren Aktivitäten, Träumen und Idealen. Darüber hinaus entwickelt sie in dem Projekt "Monthly Evaluations" ("monatliche Auswertungen") ein verfeinertes Auswertungssystem ihrer Emotionen, und mit Hilfe von Zeichnungen, Wandmalereien, Texten, Diagrammen und Fotografien sucht sie nach festen Werten im unbeständigen Bereich der Kunst und nach Wegen, ihre Stellung in einer instabilen Situation zu halten.
Im Zentrum der Arbeiten von Kamen Stoyanov (Preisträger 2008) stehen die unautorisierte Nutzung des öffentlichen Raums durch Privatpersonen, die Umstrukturierungen desselben und die damit einhergehende Neuerschließung peripherer Orte durch die Wirtschaft. Zudem setzt er sich mit dem Streben des Einzelnen nach Beteiligung am Freien Markt, mit dem Problem der Migration sowie mit den zeitgenössischen Formen des Nomadentums, auseinander.
In den kommenden Jahren öffnet sich der Kreis der AdressatInnen des Kunstpreises; er bezieht künstlerische Positionen aus ganz Europa ein. Der Radius überschreitet dabei die Grenzen der Europäischen Union und
bezieht sich auf einen gemeinsamen historischen und kulturellen Raum.
Die Ausstellungseröffnung verknüpft sich mit der Preisverleihung des Kunstpreises >Europas Zukunft< 2008.
Eröffnung am 04-Apr-08, 19 Uhr
*RAUM 107:
01.05. 2008 - 22.06. 2008
Mark Hamilton
Reverb
Mark Hamilton, ein britischer Künstler mit Wohnsitz in Leipzig, setzt
sich mit materiellen Transformationen und ideologischen Veränderungen
auseinander. Da diese sowohl in der Gesellschaft im Allgemeinen als auch
in der Kunst stattfinden, bezieht er sich auf kunstgeschichtliche und
gesellschaftspolitische Phänomene. Hamilton übernimmt existierende
Artefakte, dekonstruiert und bearbeitet sie und überführt sie in neue
Kontexte, wodurch eine Vielzahl an Referenzen entsteht. Für seine
Arbeiten greift er u.a. auf Felder wie Film, Literatur und Philosophie
zurück oder auf Techniken der Musikproduktion aus diesem Bereich
stammt der Begriff "Reverb" (zu Deutsch etwa "Widerhall"). All diese
Bezüge haben nicht zuletzt mit seiner Biografie und seinen eigenen
Erfahrungen zu tun. Für seine Ausstellung im Kontext der Reihe RAUM 107
produziert er eine neue Arbeit; seine Projekte sind häufig eng mit dem
spezifischen Kontext des jeweiligen Ortes verknüpft.Mark Hamilton wurde 1968 in Plymouth, England geboren. 2003-2004 wurde
er, zusammen mit Tilo Schulz, für die dritte Ausgabe vom >Spector
cut+paste< als Herausgeber eingeladen.
Einzelausstellungen: "Metal Box" (2007, Galerie b2, Leipzig),
"Echoplex", (2006, Artists' Space, New York), "Performa" (2006, Galerie
b2, Leipzig), "Workout Machine" (2003, Galerie LIGA, Berlin)
Gruppenausstellungen: "Bare Words" (2007, Lautom Contemporary, Oslo),
"Kopf oder Zahl" (2007, Kunstraum Niederösterreich, Vienna), "I Will
Never Make It" (2007, D21, Leipzig), "After The Gold Rush" (2006, Glue,
Berlin), "Kunst aus Leipzig" (2005, Bauhaus-Meisterhäuser, Dessau),
"Schwarzmarkt" (2005, Galerie b2, Leipzig), "We Reserve The Right To
Refuse Service" (2005, Laden für Nichts, Leipzig), Infra Thin Projects
(2004, IKON Gallery, Birmingham), "6 aus 11" (2002, Galerie LIGA,
Berlin), "Tonight" (2000, The Modern Institute, Glasgow), "And Only I
Saw It" (2000, Glasgow School of Art)Eröffnung am 30-Apr-08, 19:00 Uhr
kuratiert von Ilina Koralova
Mit Unterstützung von Sachsen Bank in Kooperation mit der GfZK
09.02. 2008 - 11.01. 2009
KW - Hommage à Klaus Werner
Sammlungsausstellung 2008
mit Beiträgen von Olaf Nicolai, Carsten Nicolai, Tilo Schulz und Liam
Gillick sowie mit Werken aus der Sammlung der GfZK und Leihgaben von
Horst Bartnig, Ken Botto, Klaus vom Bruch, Holger Bunk, Carlfriedrich
Claus, Felix Droese, Hartwig Ebersbach, Thomas Florschuetz,* *Hermann
Glöckner, Rainer Görß, HAP Grieshaber, Gerhard Hoehme, Jenny Holzer,
Ilya Kabakov, Frank Maibier, Matschinsky-Denninghoff, Michael Morgner,
A. R. Penck, Neo Rauch, Maren Roloff, Tilo Schulz, Emil Schumacher, Timm
Ulrichs
Die Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig feiert 2008 ein
zehnjähriges Jubiläum: Am 16.05.1998 eröffnete Klaus Werner die GfZK in
der von Peter Kulka umgebauten Gründerzeitvilla. Mit diesem Ereignis
erfüllte sich ein lang gehegter Traum des Gründungsdirektors, ein Haus
für Gegenwartskunst in Ostdeutschland zu errichten. Mit den beiden
Ausstellungen [Collection 98], kuratiert von Klaus Werner, und
>/ONTOM/^twc <, kuratiert von Jan Winkelmann, wurde ein
programmatischer Auftakt gesetzt, der verschiedene Kunstbegriffe,
Arbeiten aus Ost und West und von verschiedenen Generationen verband.
Erste Überlegungen zu einem "Stiftermuseum für internationale und
aktuelle Kunst" stellte Klaus Werner bereits vor der Wende an. Während
einer Atelierreise des Gremiums Bildende Kunst des Kulturkreises der
deutschen Wirtschaft im BDI e.V. durch die DDR präsentierte er die Idee
des "Stiftermuseums für internationale und aktuelle Kunst" und fand in
Arend Oetker, dem Vorsitzenden des Gremiums Bildende Kunst, einen
Mitstreiter. Bei der Eröffnung der Ausstellung "Zeitzeichen" im Museum
der bildenden Künste Leipzig am 10.11.1989 wurde der Aufruf zur Gründung
dieses Stiftermuseums in die Öffentlichkeit getragen. Die Wende
ermöglichte dann schrittweise eine modifizierte Realisierung. Anfang der
1990er Jahre widmeten sich Klaus Werner und Arend Oetker mit großem
Enthusiasmus den politischen und ökonomischen Voraussetzungen für die
"Leipziger Galerie": Sie fanden MitstreiterInnen, gründeten den
Förderkreis und wurden in der Stadt aktiv. Mit der Eröffnung der
Herfurth'schen Villa begann das reguläre Ausstellungsprogramm, das eine
enorme Zahl von Präsentationen umfasste. Klaus Werner selbst kuratierte
etliche Ausstellungen, darunter die Gruppenausstellungen [Collection
98], [Collection 99] und [Collection 2000] und Einzelausstellungen von
Horst Bartnig, Michael Morgner und Neo Rauch. Mit einer Vielzahl an
Aktivitäten machte er innerhalb der ersten drei Jahre die GfZK national
und international bekannt. Sein Interesse war, wie in den Jahren zuvor,
auf neue Entwicklungen in der Kunst gerichtet, ohne ältere Positionen
aus dem Blick zu verlieren. Auch hier ging es ihm um Verbindendes.
Klaus Werner leitete die GfZK bis Ende 2000 und wurde danach Rektor an
der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.
Die Ausstellung KW ist eine von ihm selbst genutzte Abkürzung seines
Namens widmet sich diesem Lebensabschnitt des Kunstwissenschaftlers
und skizziert von den ersten Überlegungen in den späten 1980er Jahren
bis zu den programmatischen Manifestationen Ende der 1990er Jahre sein
außerordentliches Engagement für die zeitgenössische Kunst. Es sind
Werke zu sehen, die Klaus Werners Kunstverständnis verdeutlichen;
bestimmte Werkkonstellationen aus Ausstellungen werden rekonstruiert,
die er initiiert oder kuratiert hat, aus "Zone D" 1991 (Felix Droese,
Holger Bunk,* *Klaus vom Bruch, Michael Morgner, Hartwig Ebersbach,
Rainer Görß), "Leerstand" 1994 (Ken Botto, Thomas Florschuetz),
"Curator's Choise" 1995 (Neo Rauch, Maren Roloff im Goethe-Institut New
York), "KriegsZustand" 1996 (Jenny Holzer) und "Stimmen hinter der Tür"
1996 (Ilya Kabakov). Dabei geht nicht um eine Eins-zu-Eins-Nachbildung,
sondern um eine sichtbare Neuformulierung des jeweiligen vergangenen
Ausstellungszusammenhanges. Fragmente und Auslassungen spiegeln die
Unmöglichkeit einer lückenlosen historischen Rekonstruktion.
Vier Künstler, mit denen Klaus Werner zusammengearbeitet hat Olaf
Nicolai, Carsten Nicolai, Tilo Schulz, Liam Gillick , wurden
eingeladen, Beiträge zu entwickeln. Sie nehmen die Ausstellung zum
Anlass, auf verschiedenen Ebenen über Utopie zu reflektieren. Ein
ausgeprägtes Interesse an utopischem Denken im Sinne eines
Imaginativen und Möglichen findet sich nicht nur in deren Werk,
sondern zeichnet auch Klaus Werner aus, dessen Vorstellungen weit über
den jeweiligen Status Quo hinausreichten und sich nicht an den
Beschränkungen im Hier und Jetzt aufhalten ließen.
Die Ausstellung integriert Werke aus der Sammlung der GfZK, so von
Hermann Glöckner, Horst Bartnig, Frank Maibier, Carlfriedrich Claus und
Hartwig Ebersbach, auch der "Bilderspende" (Emil Schumacher, Gerhard
Hoehme, HAP Grieshaber), die von Klaus Werner ausgewählt wurden und den
Grundstock der Sammlung bilden. An diesen Entscheidungen lässt sich ein
deutliches Interesse ablesen, unterschiedliche künstlerische
Ausdrucksmodi, verschiedene Generationen sowie Ost- und Westpositionen
zu verbinden. Die ausgewählten Kunstwerke, Objekte und Dokumente bilden
Gruppierungen und Nachbarschaften; sie vermitteln Klaus Werners Praxis,
wichtige Gedanken, Strategien und Überzeugungen.
Im Jahr 2008 findet auch in Kooperation mit Herbert Schirmer und der
>Galerie parterre< in Berlin eine Ausstellung zu Klaus Werners Berliner
Zeit statt, als er Leiter der in der DDR wichtigen >Galerie Arkade< war.
Aus Anlass der Hommage erscheint darüber hinaus ein Buch über Klaus
Werner, herausgegeben von Barbara Barsch und Gabriele Muschter.
Eröffnung am 08.02.08, 19:00 Uhr
kuratiert von Heidi Stecker und Barbara Steiner
Ausstellungsgestaltung: Kay Bachmann und Philipp Paulsen
20.06. - . 17.08. 2008
Carte Blanche II: Die Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft
LVZ-Kunstpreis + Sammlung
Im Rahmen des Zweijahresprojektes >Carte Blanche< wird am 20.06.08,
19:00 Uhr, die Ausstellung der Leipziger Verlags- und
Druckereigesellschaft eröffnet. Diese widmet sich dem Kunstengagement
der Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft: Neben einer Auswahl
von Kunstwerken, die im Verlaufe von mehreren Jahren zusätzlich zum
"LVZ-Kunstpreis" angekauft wurden, werden zum ersten Mal auch die
Erwerbungen aller Preisträger in der Galerie für Zeitgenössische Kunst
zu sehen sein.Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf dem "LVZ-Kunstpreis", der 1994
zum ersten Mal ausgelobt wurde. Anlass war das 100. Jubiläum der LVZ.
Der Preis wird an junge Künstler verliehen, die ein großes
Entwicklungspotenzial zeigen. Mit Ausnahme von drei Preisträgern ging
der Preis an in Leipzig lebende und arbeitende Künstler. Viele erlebten
in den folgenden Jahren eine breite internationale Anerkennung. Der
LVZ-Kunstpreis wird alle zwei Jahre vergeben. Er umfasst eine
Personalausstellung im Museum der bildenden Künste Leipzig, einen
Katalog und 10.000 Euro Preisgeld. Die Preisträger waren bisher: Via
Lewandowsky 1995, Neo Rauch 1997, Jörg Herold 1999, Tamara Grcic 2001,
Daniel Roth 2003, Matthias Weischer 2005 und Claudia Angelmaier 2007. Im
Jahr 2005 gab es zusätzlich einen Anerkennungspreis für Martin Kobe.
Heute zählt der LVZ-Kunstpreis zu den begehrtesten und renommiertesten
Auszeichnungen im Bereich der Gegenwartskunst.Neben den Arbeiten der Preisträger sind Werke u.a. von Wolfram
Ebersbach, Falk Haberkorn, Rosa Loy, Gerald Müller-Simon, Yehudit
Sasportas, David Schnell, Max Schwimmer, Sebastian Stumpf und Andreas
Wachter zu sehen.Großformatige Wandtapeten erläutern die Hintergründe des Engagements der
Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft. Diese strukturieren und
rhythmisieren den Parcours durch die Ausstellung und lehnen sich im
Erscheinungsbild an Gestaltungsprinzipien an, wie sie auch in der LVZ zu
finden sind. Das große Fenster zur Karl-Tauchnitz-Straße wird von Kay
Bachmann und Philipp Paulsen gestaltet. In Kooperation mit der Leipziger
Verlags- und Druckereigesellschaft entwickeln sie eine
Kommunikationsfläche nach außen.Die LVZ wurde schon 1894 mit einer Auflage von 11.000 Exemplaren von
Sozialdemokraten gegründet. Um 1914 war die LVZ das wichtigste
Sprachrohr des linken SPD
<http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands>-Flügels
um Rosa Luxemburg <http://de.wikipedia.org/wiki/Rosa_Luxemburg>. Im Jahr
1933 verboten, entstand nach dem Zweiten Weltkrieg 1946 eine neue
Druckerei und Redaktion. Bis zur Wende 1989 wirkte die LVZ als Organ und
Sprachrohr der SED-Bezirksleitung Leipzig. Heute sind an der Leipziger
Verlags- und Druckereigesellschaft mbH & Co. KG, welche die LVZ
herstellt, je zur Hälfte die Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG
und die Axel Springer Verlag AG beteiligt. Die zwei Verlage hatten die
Zeitung 1991 zu gleichen Anteilen von der Treuhand
<http://de.wikipedia.org/wiki/Treuhandanstalt>anstalt gekauft. Heute
erreicht die Tageszeitung mit neun regionalisierten Ausgaben knapp eine
Dreiviertelmillion Leser in Leipzig und Umgebung.Von 2008 bis Anfang 2010 widmet sich die GfZK privatem Engagement in der
Kunst. Elf Privatpersonen und Unternehmen sind eingeladen, ihre
Aktivitäten in Form von Ausstellungen darzustellen. Sie erhalten eine
>Carte Blanche<, d.h. es bleibt ihnen überlassen, wie sie die Aufgabe
interpretieren bzw. mit welchen KuratorInnen sie zusammen arbeiten
wollen. Im Gegenzug übernehmen sie die kompletten Kosten für ihr Projekt.
Die Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft hat sich für Andreja
Hribernik und Barbara Steiner, KuratorInnen der GfZK, entschieden. In
Zusammenarbeit mit Bernd Radestock und Birgit Rebeck wurde die
Ausstellung entwickelt.Ausstellungsdauer: 21.06.0817.08.08, GfZK-2
Eröffnung am 20.06.08, 19:00 UhrKünstlerInnen: Claudia Angelmaier, Wolfram Ebersbach, Tamara Grcic, Falk
Haberkorn, Jörg Herold, Via Lewandowsky, Rosa Loy, Gerald Müller-Simon,
Neo Rauch, Daniel Roth, Yehudit Sasportas, David Schnell, Max Schwimmer,
Sebastian Stumpf, Andreas Wachter, Matthias Weischer
Eröffnung am 19.06.08, 19:00 Uhr
kuratiert von Andreja Hribernik und Barbara Steiner
Carte Blanche diskursiv
Vortrag von Marius Babias, "Das Euro-Selbst
und der EuropäismusAm Mittwoch, dem 7. Mai 2008, wird der neue Direktor des Neuen Berliner
Kunstvereins Marius Babias zu Gast in >Carte Blanche diskursiv< sein. Er
stellt sich mit einem Vortrag zu seinem aktuellen Forschungsthema "Das
Euro-Selbst und der Europäismus" vor, Beginn um 19 Uhr in der GfZK-2.Marius Babias, geboren 1962, lebt als Kurator, Kunsttheoretiker und
Hochschuldozent in Berlin. Er ist seit 2008 Direktor des Neuen Berliner
Kunstvereins (n.b.k.). 2007 kuratierte Babias das Ausstellungsprojekt
"L'Europe en devenir" im Centre Culturel Suisse (CCS) in Paris. 2005 war
er Kommissar des rumänischen Pavillons der Biennale Venedig. Babias
kuratierte u.a. die Ausstellungen "Das Neue Europa", Generali Foundation
Wien (2005), "Ortsbegehung 11: Handlungsformate", Neuer Berliner
Kunstverein (2005) und "Check-in Europe", Europäisches Patentamt München
(2006). 2006 war er Co-Kurator der Periferic Biennale in Iasi, Rumänien.
Von 2001 bis 2003 war Babias künstlerischer Co-Leiter der Kokerei
Zollverein I Zeitgenössische Kunst und Kritik in Essen (mit Florian
Waldvogel). Er ist Kunstkritiker u.a. für "Kunstforum International",
"Metropolis M" und "IDEA Arts + Society". Von 1997 bis 2001 hatte Babias
Gastprofessuren für Kunsttheorie und Kunstvermittlung an der
Städelschule Frankfurt/M., der Kunstuniversität Linz und am Center for
Contemporary Art Kitakyushu, Japan, inne. 1997 war er Co-Projektleiter
des Kunst-im-öffentlichen-Raum-Projekts "weitergehen" der Kulturbehörde
Hamburg. 1996 erhielt Babias den Carl-Einstein-Preis für Kunstkritik.
Babias ist Herausgeber zahlreicher Publikationen und
Ausstellungskataloge zur Gegenwartskunst sowie Autor u.a. von "Ich war
dabei, als ... " Interviews 1990-2000 (Frankfurt/M., Revolver Verlag,
2001), "Ware -Subjektivität. Eine Theorie-Novelle" (München, Verlag
Silke Schreiber, 2002) und "Berlin. Die Spur der Revolte" (Köln, Verlag
Walter König, 2006).