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Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig
Karl-Tauchnitz-Str. 11
04107 Leipzig
Tel. 0341 - 14 08 10; Fax 0341 - 140 81 11
office@gfzk.de Di - So 12 - 19 Uhr
Führungen So 15 Uhr und nach Vereinbarung
www.gfzk.de
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition
10.11. 2011 - 18.03. 2012
Szenarien über Europa
Szenario 1
Am 09. September 2011 wird um 19 Uhr die Ausstellung "Szenarien über
Europa ** Szenario 1< in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig in Zusammenarbeit mit
dem Goethe-Institut//eröffnet. Es handelt sich um ein Projekt aus der
Exzellenzinitiative des Goethe-Institutes.Europa ist ein fransiges Gebilde, dessen Kontur sich im Laufe der
Jahrhunderte immer wieder verändert hat eine Projektionsfläche für
umstrittene Werte und Wertvorstellungen, für Versprechen und Versagen
gleichermaßen. Es verkörpert nichtsdestoweniger die Utopie einer
Gemeinschaft, die Heterogenität nicht nur zulässt, sondern als Qualität
begreift. Die dreiteilige Ausstellungsreihe >Szenarien über Europa< in
Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut//fokussiert Fragen nach einer
möglichen europäischen Gemeinschaft und was diese letztlich ausmacht, da
eine EU mit rein pragmatischer Ausrichtung nicht genügend Angebote für
kulturelle Identifikationen ihrer BürgerInnen bereithält.
Die KuratorInnen haben verschiedene disziplinäre Hintergründe; sie
kommen aus Brüssel/Belgien, Istanbul/Türkei, London/Großbritannien,
?ódz´/Polen, Minsk/Belarus, Novi Sad/Serbien, Oslo/Norwegen und San
Sebastián/Spanien sowie aus Taipeh/Taiwan. Sie sind eingeladen, zunächst
in Leipzig jeweils drei Szenarien darüber zu entwickeln, wie aus der
Perspektive der Kunst über Europa nachgedacht werden könnte. Weil sich
"Europa" heute verstärkt über seine Beziehung zu China und in Relation
dazu definiert, spielt dieses Verhältnis im Rahmen des Europa-Projektes
eine besondere Rolle.
Die Entwicklung von mehreren Szenarien erlaubt es nicht nur, bestimmte
Überlegungen zu Europa auszuweiten, zu korrigieren oder neu zu
formulieren, sondern auch unterschiedliche Ansätze zu ihrer
anschließenden Umsetzung an den jeweiligen Standorten durchzuspielen.
Die Umsetzung soll dann zwischen Mai 2012 und März 2013 erfolgen. Eine
Sonderposition innerhalb des Projekts nimmt auch hier China ein: Den
Abschluss bildet eine Zeitschrift zum Verhältnis China-Europa,
herausgegeben von Art World Shanghai.
Szenarien 1 bis 3 kuratiert von
Peio Aguirre, Kit Hammonds, Tone Hansen/Ane Hjort Guttu, Jaros?aw
Lubiak/Joanna Soko?owska/Jaros?aw Suchan, Filip Luyckx, Markus
Miessen/Felix Vogel, Lena Prents, Esra Sarigedik-Öktem, Misko Suvakovic´,
Jun YangSzenario 1 Eine Ausstellung mit
Cheng Meiya, Goldin+Senneby, Hu Fang, Christina Herrstrøm/Peter Schildt,
Marcel ?ozin´ski, Carin Mannheimer, Marina Naprushkina, Nils Norman,
Margreth Olin, Xabier Salaberria, Janek Simon feat. Daniel Rumiancew,
Arvid Skauge/Nils Utsi, Natasa Teofilovic´, Zoran Todorovic´, Polona
Tratnik, Koen Vanmechelen, Frederic Wiseman u. a.
in Zusammenarbeit der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig mit dem
Goethe-Institut München und mit den regionalen Goethe-Instituten in
Mittel- und Osteuropa, Südost-, Nordwest- und Südwesteuropa,
Osteuropa-Zentralasien bzw. in Brüssel, Istanbul, Warschau, London,
Minsk, Vilnius, Belgrad, Oslo und MadridDie Stiftung Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig wird durch die
Stadt Leipzig, das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und
Kunst und den Förderkreis der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig
gefördert. Ferner unterstützen das Goethe-Institut und die
Kulturstiftung des Freistaates Sachsen die Ausstellung "Szenarien über
Europa Szenario 1".
Press release
>Scenarios about Europe<
10 September 2011 /18 March 2012/
Museum of Contemporary Art Leipzig, GfZK-2>Scenarios about Europe ** Scenario 1<
10 September 2011 13 November 2011, GfZK-2/
/Opens 9 September 2011, 7 pmAt 9 September 2011, 7 pm, opens the exhibition >Scenarios about Europe
** Scenario 1<
at the Museum of Contemporary Art Leipzig in collaboration with the
Goethe Institute. It is question of a project from the excellence
initiative of the Goethe Institute.Europe is a frayed construction, whose contours have changed again and
again over the course of the centuries a projection surface for
controversial values and moral concepts, for promises just as much as
for failures. Nonetheless, it embodies the utopia of a community that
not only allows for heterogeneity, but understands it as a quality.
The series of exhibitions >Scenarios about Europe< in collaboration
between the Museum of Contemporary Art Leipzig and the Goethe Institute,
in three parts, focuses on questions of a possible European community
and what would actually be required to determine it, as an EU with a
purely pragmatic approach does not provide its citizens with sufficient
opportunities for cultural identification.
The curators have various disciplinary backgrounds, they come from
Brussels/Belgium, Istanbul/Turkey, London/Great Britain, ?ódz´/Poland,
Minsk/Belarus, Novi Sad/Serbia, Oslo/Norway und San Sebastián/Spain as
well as from Taipei/Taiwan. They have been invited to develop three
scenarios in Leipzig to investigate how concepts of Europe can be
addressed from the perspective of art. Taking into consideration that
Europe increasingly and essentially defines itself through its
relationship with and in relation to China, this relationship plays a
particular role in the project.
The scenario development not only allows to correct and to extend, to
reformulate and rethink various thoughts on Europe as well as how to
approach such a project generally.In the next stage, the curators will
exchange ideas on the staging of a joint project in the various
different countries from May 2012 to March 2013. Again, China has a
special role in the project: the final stage will consist of a journal
dealing with the relationship between China and Europe, published by Art
World Shanghai.
Scenarios 1 to 3 curated by
Peio Aguirre, Kit Hammonds, Tone Hansen/Ane Hjort Guttu, Jaros?aw
Lubiak/Joanna Soko?owska/Jaros?aw Suchan, Filip Luyckx, Markus
Miessen/Felix Vogel, Lena Prents, Esra Sarigedik-Öktem, Misko Suvakovic´,
Jun YangScenario 1** AN exhibition with
Cheng Meiya, Goldin+Senneby, Hu Fang, Christina Herrstrøm/Peter Schildt,
Marcel ?ozin´ski, Carin Mannheimer, Marina Naprushkina, Nils Norman,
Margreth Olin, Xabier Salaberria, Janek Simon feat. Daniel Rumiancew,
Arvid Skauge/Nils Utsi, Natasa Teofilovic´, Zoran Todorovic´, Polona
Tratnik, Koen Vanmechelen, Frederic Wiseman a.o.
In collaboration between the Museum of Contemporary Art Leipzig, the
Goethe Institute Munich and the regional Goethe Institutes in Central
and East Europe, Southeast Europe, North West and South West Europe and
East Europe/Central Asia, in Brussels, Istanbul, Warsaw, London, Minsk,
Vilnius, Oslo and MadridThe Museum of Contemporary Art Leipzig is supported by the City of
Leipzig, the Ministry of Science and Art of the Free State of Saxony and
the Friends Organisation of the Leipzig Museum of Contemporary Art. The
exhibition "Scenarios about Europe Scenario 1" is also supported by
the Goethe-Institut and the Cultural Foundation of the Free State of Saxony.
EUROPA DENKEN DISKURSE UND MODELLE
Konferenz
28. Januar 2012, Galerie für Zeitgenössische Kunst/GfZK-2
13 h
Begrüßung:
Sabine Hentzsch, Goethe-Institut London
Michael Thoss, Allianz Kulturstiftung, BerlinInsert 1: Michael Aërts: Performance
14:30 h
Diskussionsforum: Gemeinsam Sein: Was kann heutzutage eine Gemeinschaft
sein?Das Konzept der Gemeinschaft hat im Laufe der vergangenen Jahrhunderte
vielfältige Bedeutungen und Manifestationen hervorgebracht. Heutige
Gesellschaften sind zunehmend fragmentiert. Was sind die Bedingungen,
von denen aus heutzutage über Gemeinschaft diskutiert werden kann? Was
konstituiert eine Gemeinschaft und was bedeutet es, Teil einer
Gemeinschaft zu sein?
Dieses Diskussionsforum setzt sich mit der Frage auseinander, was
gegenwärtig eine Gemeinschaft sein kann, ohne den Begriff auf eine
Ansammlung einzelner Individuen oder Staaten zu reduzieren oder ihn an
eine gemeinschaftliche Substanz zu knüpfen. Wie können wir von einem
"Wir" oder von Pluralität sprechen, ohne gleichzeitig dieses "Wir" in
eine substanzielle und exklusive Identität zu transformieren? Können
wir, anstatt Homogenität und Einheit zugrunde zu legen, Gemeinschaft auf
der Basis von Unterschied, Vielfalt und Entgrenzung verstehen? Ist es
denkbar, dass Gemeinschaft eigentlich die gemeinsame Erfahrung von
Andersartigkeit ist, die unser Gleichartigsein definiert?Gast: Olga Shparaga, Assoziierte Professorin an der European Humanities
Universität in Vilnius, Co-Herausgeberin des Internet Journals Novaja
Europa und Herausgeberin des Buches European Perspective of Belarus:
Intellectual Models (EHU 2007).
TeilnehmerInnen: Peio Aguirre (San Sebastian), Kit Hammonds (London),
Jaros?aw Lubiak (?ódz´), Filip Luyckx (Brüssel), Lena Prents (Minsk)
Moderation: Vanessa Boni (London)16 h
Insert 2: Slavs and Tatars: Reverse Joy (Performance)17:30 h
Diskussionsforum: Über Europa nachdenken: Ist Kunst wichtig?In Debatten über das Fehlen einer Identität in Europa, seine Finanzkrise
und seine Zukunftsaussichten ist die Kultur zu einem zunehmend wichtigen
Faktor geworden. Sie wird betrachtet als Quelle für Werte, als sozialer
Klebstoff einer vielstimmigen und fragmentierten Gemeinschaft. Über die
Rolle der Kunst zu sprechen, scheint jedoch komplizierter zu sein.
Natürlich kann sie weder jene Probleme lösen, welche von anderen
Disziplinen aufgeworfen werden, seien es Politik oder Wirtschaft, noch
kann sie für soziale Dysfunktion entschädigen. Aber bedeutet das, dass
Kunst selbst dysfunktional ist? Kann sie überhaupt einen Einfluss auf
Politik und Wirtschaft ausüben?
In diesem Panel sollen die verschiedenen Möglichkeiten der Kunst
innerhalb von Debatten über Europa sowie die eines Projekts über Europa
diskutiert werden, dessen kritisches und utopisches Potenzial, aber auch
seine Grenzen und Beschränkungen.Gast: Dejan Grba, Künstler und Assistenzprofessor an der Fakultät der
Bildenden Künste in Belgrad
TeilnehmerInnen: Joanna Soko?owska (?ódz´), Misko Suvakovic´ (Novi Sad),
Felix Vogel (Berlin), Jun Yang (Taipei)
Moderation: Barbara Steiner (Leipzig)In Zusammenarbeit mit der Allianz Kulturstiftung und dem Goethe-Institut.
Die Konferenz Europa denken findet im Rahmen der Ausstellung Szenarien
über Europa statt, die zwischen 28. Januar 2012 und 18. März 2012 in der
Galerie für Zeitgenössische Kunst zu sehen ist.
Europa denken setzt sich bis April fort: Großformatige Poster und ein
Szenarien-Buch bündeln die Diskurse rund um ein Nachdenken über Europa
aus künstlerischer Sicht.
10.12. 2011 - 18.03. 2012
Zak Kyes
Working With
INFORM Preis für konzeptionelles Gestalten
Am 09.12.2012 um 19 Uhr eröffnet in der GfZK-1 die Ausstellung von Zak Kyes, dem INFORM-Preisträger 2010. INFORM wird seit 2007 jährlich vergeben und ist an der Schnittstelle von Grafikdesign und Kunst angesiedelt.
Zak Kyes - Working With
Can Altay, Charles Arsène-Henry, Shumon Basar, Richard Birkett, Andrew Blauvelt, Edward Bottoms, Wayne Daly, Jesko Fezer, Joseph Grigely, Nikolaus Hirsch, Maria Lind, Markus Miessen, Michel Müller, Radim Pesko, Barbara Steiner
Zak Kyes Working With versammelt eine Anzahl von Arbeiten von Zak Kyes und einer Reihe von Partnern, von Architekten, Künstlern und Kuratoren bis hin zu Autoren, Herausgebern und Grafikdesignern. Grafikdesign wird hier als vermittelnde Praxis verstanden, die ihrerseits durch verwandte Disziplinen vermittelt wird. Zak Kyes' Annäherung an Grafikdesign umfasst das Publizieren, Editieren und das Durchführen ortsspezifischer Projekte in Zusammenarbeit mit Partnern, Kunden und kulturellen Institutionen. 2005 gründete er das Designstudio Zak Group, und 2006 wurde er Art Direktor der Architectural Association, London. Indem er die hochspezialisierte Rolle des Designers ausweitet, fordert Kyes Praktiken des zeitgenössischen Ausstellungsdesigns heraus und entwickelt diese gleichzeitig weiter.
In der Leipziger Ausstellung erhält jeder der Beitragenden eine Rolle, welche jeweils an den verschiedenen Elementen einer Ausstellung ausgerichtet ist. Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit der Kuratorin Barbara Steiner konzipiert und zeigt eine Auswahl von Arbeiten von Zak Kyes sowie neue Beiträge. Der Architekt Jesko Fezer entwickelte die Ausstellungsarchitektur, der Typograph Radim Pesko die Type für die Beschriftungen der Ausstellungsobjekte. Der Künstler Joseph Grigely entwarf zwei Ausstellungsposter und die Autoren Shumon Basar und Charles Arsène-Henry konzipierten einen Audio-Guide. Der Künstler Can Altay führt im Rahmen der Ausstellung einen Publikations-Workshop durch und der Archivar Edward Bottoms hält einen Vortrag über Architekturpublikationen. Die Architekten Nikolaus Hirsch und Michel Müller entwarfen ein Ausstellungsarchiv. Der Grafikdesigner Wayne Daly gestaltet den Ausstellungskatalog, der 2012 von Sternberg Press veröffentlicht wird.
Der Preis ist von Dr. Arend Oetker gestiftet. Die Ausstellung wurde von Airi Triisberg organisiert und mit der Unterstützung sowie in Zusammenarbeit mit der Graham Foundation for Advanced Studies in the Fine Arts, Chicago, und der Architectural Association, London realisiert. Ferner unterstützt Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung, die Ausstellung.
WORKSHOP - Wed, 102.y, 10 a.m.
"Wessel von Gegnung"
Can Altay (Istanbul), Zak Kyes (London), GfZK-1
The workshop will be held in English.
Registrations may be submitted by e-mail to Airi Triisberg until 1501.y: volunteer@gfzk-leipzig.de
LECTURE - Wed, 2902.y, 7 p.m.
"Independent Site: Experiments in Publishing at the Architectural Association"
Edward Bottoms (London), GfZK-1
BOOK PRESENTATION - Thu, 8 March, 7 p.m.
"Zak Kyes Working With" (Sternberg Press), GfZK-1