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Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig

Karl-Tauchnitz-Str. 11 04107 Leipzig Tel. 0341 - 14 08 10; Fax 0341 - 140 81 11 office@gfzk.de Di - So 12 - 19 Uhr
Führungen So 15 Uhr und nach Vereinbarung
www.gfzk.de
aktuelle Ausstellung / current exhibition
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition

 

17.04. - 13.06. 2010

Die "Neuen Auftraggeber" in Frankreich

Mit Projekten von Studio Acconci, Steven Gontarsky, Tadashi Kawamata, Michelangelo Pistoletto, Alain Séchas, David Artaud und Xavier Veilhan, Rémy Zaugg

kuratiert von Alexander Koch, Ilina Koralova und Barbara Steiner

Im Jahr 1991 wurde in Frankreich erstmals ein Programm erprobt, das die
zeitgenössische Kunst neu in der Gesellschaft verankern sollte: die
"Nouveaux commanditaires" ("Neue Auftraggeber"). Von dem belgischen
Künstler François Hers initiiert und von der Fondation de France
unterstützt, stellt dieses Programm eine Struktur bereit, die es
potenziell jedem erlaubt, Initiator und Auftraggeber eines
Kunstprojektes zu werden ­ unabhängig von den eigenen finanziellen
Mitteln, von vorangegangenen Erfahrungen mit der Kunst oder von dem
Wissen, wie man Kunst eigentlich "produziert". Seit 1991 wurden mehr als
200 Projekte mit über 800 Partnern und einem Finanzvolumen von rund 30
Millionen Euro realisiert ­ alle aufgrund der Initiative einzelner
Bürgerinnen und Bürger, die ein Anliegen hatten, dem sie durch ein
Kunstwerk Ausdruck verleihen wollten. Heute sind die "Neuen
Auftraggeber" zu einem europäischen Programm herangewachsen, seit 2009
gibt es sie auch in Deutschland.**

Die Ausstellung zeigt sieben Projekte der "Nouveaux Commanditaires" in
Frankreich aus der Zeit von 1993 bis 2007. Sie demonstriert dabei die
Methode des Programms: Warum wünschen sich Menschen ein Kunstwerk? An
wen richten sie diesen Wunsch? Wie finden sie die richtigen
Künstlerinnen und Künstler? Skizzen, Modelle und Werkbeispiele,
Dokumentarfilme und Texttafeln zeichnen nach, wie künstlerische Werke
von internationalem Rang in einem sozialen Produktionsprozess entstehen,
der das Verhältnis von Kunst und Öffentlichkeit auf neue Füße stellt. **

Die Ausstellung ist Teil des Jahresprogramms der Galerie für
Zeitgenössische Kunst Leipzig. Unter dem Titel "Ein Auftrag für die
Kunst?" soll gefragt werden, wie es um den gesellschaftlichen Auftrag
der Kunst und ihrer Institutionen steht. Wie nehmen diese heute zwischen
Autonomie, Vereinnahmung und Partizipation an der Gestaltung des
sozialen Lebens teil? Wer ist ihr Auftraggeber? Welche Erwartungen
richten sich an sie? Die Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig
möchte zu einer offensiven, öffentlichen Diskussion über den
gesellschaftlichen Stellenwert der Kunst und ihrer Institutionen
beitragen. **

Vor diesem Hintergrund nimmt das Modell der "Neuen Auftraggeber" eine
Schlüsselposition im Jahresprogramm der GfZK ein. Sie ist eine von sechs
deutschen Institutionen, die 2010 in Kooperation mit der Bundeszentrale
für politische Bildung in einer Pilotphase "Neue Auftraggeber"-Projekte
durchführen, um das Programm in Deutschland vorzustellen und zu
etablieren. Neben der GfZK nehmen der Hartware-Kunstverein Dortmund, das
Künstlerhaus Stuttgart, die ACC-Galerie Weimar, der Brandenburgische
Kunstverein Potsdam und die Deichtorhallen Hamburg an der Pilotphase
teil. Die Kurator/innen der Ausstellung, Ilina Koralova und Barbara
Steiner, sind selbst Mediatorinnen des Programms, Alexander Koch ist
Vorsitzender der "Neuen Auftraggeber" in Deutschland.

www.newpatrons.eu

Eröffnung am 16-Apr-10, 19 Uhr

 

 

Baukultur Salon auf Reisen

*zu Gast in Leipzig *

Veranstaltungszeit: 19. August 2010, 19.00 Uhr

*Veranstaltungsort: Galerie für Zeitgenössische Kunst,
Karl-Tauchnitz-Straße 11, Leipzig*

Als Botschafter der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 bereiste der
Baukultur Salon in diesem Jahr bereits drei Großstädte Deutschlands, um
das Baukulturprogramm aus dem Programmbereich "Metropole gestalten" mit
den Akteuren in Berlin, München und Hamburg zu diskutieren. Auf seiner
vierten Station in Leipzig steht das Motto der diesjährigen
Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 "Wandel durch Kultur ­ Kultur durch
Wandel" zur Diskussion. Ähnlich der ehemaligen Kulturhauptstadt Glasgow
nutzt das Ruhrgebiet den Kulturhauptstadttitel als Motor, um den Wandel
vom größten Industriegebiet Europas zur lebendigen Kulturmetropole
weiter voran zu treiben. Mit einem großen Projektaufruf wurden Künstler,
Stadtplaner, Museumsmacher, Theaterleute und viele mehr aufgefordert,
ihren Beitrag für die Region im Wandel einzubringen. In der Diskussion
des Leipziger Baukultur Salons möchten wir hinterfragen, welchen Beitrag
Ausstellungsmacher, Galeristen, Museumsleiter und deren Institutionen
für die Entwicklung unserer Städte leisten. Wie sich in Leipzig und dem
Ruhrgebiet die Aufgaben der Umgestaltung unterscheiden, welche Rolle
Kunst und Kultur zukommen, wie das Besucherprofil der kulturellen
Institutionen in diesen beiden Regionen aussieht, denen gemeinsam ist,
dass ihnen eine bürgerliche Mitte fehlt? Wir möchten der Frage
nachgehen, ob der Nachhall des Kulturhauptstadtjahres über den
Festivalzeitraum hinaus einen ausreichend großen Beitrag zur
Identitätsbildung leisten kann, ent-standene Netzwerke und Kooperationen
die Zukunftschancen der jeweiligen Regionen steigern können und welche
Nachwirkung künstlerische Interventionen haben.

*Zu **"Wandel durch Kultur ­ Kultur durch Wandel" **und zur kritischen
Diskussion laden wir Sie ein zum Baukultur Salon am Donnerstag, den 19.
August 2010 um 19.00 Uhr in die **Galerie für Zeitgenössische Kunst in
Leipzig.*

Begrüßung

Dr. Barbara Steiner, Direktorin Galerie für Zeitgenössische Kunst

Einführung in die Kulturhauptstadt RUHR.2010

Katja Aßmann, Programmleiterin Architektur / Bildende Kunst RUHR.2010

Vortrag und Diskussion mit

Matthias Wagner K., Kurator Internationale Biennale für Lichtkunst

Dr. Barbara Steiner, Direktorin Galerie für Zeitgenössische Kunst

Martin zur Nedden, Stadtbaurat Stadt Leipzig

Prof. Dr. Kurt Wettengl, Direktor Museum am Ostwall im Dortmunder U

Moderation

Ulrike Rose, Leiterin StadtBauKultur NRW

Anschließend Imbiss, Bilderbogen und Filme RUHR.2010

Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen erbeten bis zum 10. August 2010
unter info@stadtbaukultur.nrw.de <mailto:info@stadtbaukultur.nrw.de>

 

Der Baukultur Salon

ist eine Veranstaltungsreihe der Landesinitiative StadtBauKultur NRW und
begleitet seit Sommer 2007 den Diskurs um die Baukultur in der
Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010. Er dient als Plattform für Vorträge,
Präsentationen und moderierte Diskussionen rund um die baukulturellen
Themen der Kulturhauptstädte Europas. Zu Gast und zum angeregten
Erfahrungsaustausch waren in den drei Jahren seines Bestehens so
unterschiedliche Vertreter wie Glasgow 1990, Porto 2001, Liverpool 2008,
Istanbul 2010 oder Tallinn 2011. Der Baukultur Salon fand in
regelmäßigen Abständen im stadtbauraum, Schacht Oberschuir in
Gelsenkirchen statt.

Der Baukultur Salon findet in Zusammenarbeit mit der Stiftung Galerie für

Zeitgenössische Kunst Leipzig und im Rahmen des Architektursommers

Sachsen statt.

Informationen finden Sie auch unter: www.stadtbaukultur.nrw.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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