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Galerie Epikur

Friedrich-Ebert-Straße 152 A
42285 Wuppertal
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Fax 0202 - 8 31 67
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www.galerie-epikur.de
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition

 

27.01. - 26.02. 2012.

Antoinette

Arbeiten 1989 - 2011

 

Antoinette, Hochplateau in den Sevennen, Öl auf Leinwand, 2007, 90 x 120 cm

 

Die Landschaften und Figurenbilder der Künstlerin ANTOINETTE, die stets in Großbuchstaben signiert, zeigen eine Welt gesehen durch einen Vexierspiegel, der sie optisch bricht, in umgestalteter Weise dem Betrachter neu präsentiert und den Blick auf das Bekannte zu verändern vermag. Zusätzlich zur Ausstellung in den Räumen der Galerie werden die Werke im März 2012 auf der Art Karlsruhe als One-Artist-Show zu sehen sein.

Alles ist im Fluss in den Bildern der Künstlerin. Voller rauschender Farben und Formen, welche die Aufmerksamkeit des Betrachters erregen, sind ihre Arbeiten. Das Abbild erscheint durch die Belebung nicht weniger vital als die Wirklichkeit, die Phantasiewelten der Künstlerin offenbaren die ganze Fülle ihres Ideenreichtums. Die Künstlerin fängt ihre Motive ausschnitthaft mit lockerem Pinselstrich ein. Die Farbe ist pastos aufgetragen, was die Pinselführung plastisch sichtbar macht. Unterschiedliches Kolorit liegt gestrichelt oder als größere Farbfläche nebeneinander. Die unregelmäßigen Striche entfesseln eine Lebendigkeit der Linien, die sich erst in der räumlichen Entfernung im Auge des Betrachters mischen. Die Malweise variiert abhängig von unterschiedlichen Motiven, was eine Rhythmisierung des Bildes bewirkt. Die Farbwahl einiger der Gemälde wirkt mehr übersteigert denn naturalistisch: Leuchtende Rotakzente durchziehen wie Flammen das Blattwerk, dynamisieren und dramatisieren die Landschaft und verleihen der Farbe autonome Existenz jenseits des Bildinhaltes. Die Bedeutung des natürlichen Anscheins der Motive tritt zurück, eine sinnliche Erfahrung wird beim Betrachter in der Anschauung durch die Farb- und Formwirkung hervorgerufen. Es erscheint fast, als stehe der Farbeindruck und die damit verbundene Empfindung nicht nur vorrangig vor einer möglichst genauen Wiedergabe des Seheindrucks, sondern als sei er auch hauptsächlich verantwortlich für die Sinngebung. Die Empfindung vor dem Bild ist es, auf die es vor allem auch bei den Figurenbildern ankommt. Denn rational sind sie nicht zu verstehen. Sie sind weniger mit dem vergleichenden Verstand zu begreifen, als intuitiv, assoziativ und emotional im Betrachten des Bildaufbaus. Die szenischen Figurenbilder wecken durch Assoziationen Erinnerungen, aber nicht auf derart direktem Wege wie bei den Landschaften, sondern verschlüsselter. Die Phantasie des Betrachters ist stärker involviert. Es mischt sich zu Sehendes mit Erlebtem, künstlerischer Ausdruck mit Interpretation. Viel stärker als bei den Landschaften kann hier die Weltsicht und Wahrnehmung von Realität der Künstlerin erfahren werden. Damit schwingen die Bilder zwischen Objektivität und Expressivität, Beschreibung und Übersteigerung, und beinhalten etwas Geheimnisvolles, fast schon Surreales.

Nina Hartgenbusch M.A.

 

Eröffnung am 27. Januar 2012
Einführung: Prof. David Galloway
Die Künstlerin ist anwesend

Es erscheint ein Katalog

 

 

Antoinette, Plateau, Öl auf Leinwand, 2009, 50 x 70 cm

 

 

 

 

 

Antoinette

Biografie

1975 Studium HGB Leipzig

79-84 Studium KH Berlin

1984 Kauf der Wassermühle in Dauer (Uckermark), Umgestaltung zum Kunstzentrum und Gesamtobjekt

1986 Bühnenbild zu Brecht "Mann ist Mann", Potsdam Babelsberg

85-87 Erste Außenwandbemalungen

84-87 Initiierung und Organisation der DAUER _KUNST _FESTSPIELE (Begegnung der Künstler, Umweltschützer, Journalisten und Wissenschaftler Ost und West, zeitweise mit bis zu 300 Teilnehmern)

1990 Bühnenbild "Fisch zu viert", Theater Anklam, Installation "Frühstück für zwei Engel"

1991 Meisterschülerin an der HGB Leipzig bei Bernhard Heisig,Performance und Installation "Frühstück für zwei Engel", Berlin, Tacheles

1992 Installation "Frühstück im Ehebett"

1994 Gastdozentur an der Universität Dortmund

1995 Buch "Die Liebe der Heiligen Frauen" mit 16 Lithographien zum Hohelied Salomo, 300 qm große Wandmalerei in der Weinbrennerei Wilthen zum Thema sorbische Mythologie

1996 20 qm großes Wandbild (Mosaik und Malerei) zum Thema "Deutsche Märchen" für private Auftraggeber in Strodehne/Mark Brandenburg

1997 Wandbild (Mosaik und Malerei) zum Thema "Europa" in der Europaschule Gladenbach/Hessen

1998 Bildzyklus "Tarot der Europa"

00-03 Serie über 100 lebensgroßer Porträts "Berliner Sittengemälde" Pastelle auf Papier

Seit
2003 Bronzeskulpturen, Portraits, Keramiken

Seit
2006 Berliner Salon ANTOINETTE

2007 Entwürfe Porzellan für KPM

2008 Serie Pool-Landschaften

2009 Foodart

2010 Serie "Schwimmen im Geld", Herzensgeld

2011 Serie Kunstaktien


 

 

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