german galleries / index cities / index galleries / index artists / index Bad Mergentheim

Deutschordensmuseum

Schloß 16
97980 Bad Mergentheim
Tel 07931 - 56 39 06
Fax 07931 - 52669
November - März: Dienstag - Samstag 14.00 - 17.00 Uhr
Sonntag und Feiertage 10.30 - 17.00 Uhr
April - Oktober: Dienstag - Sonntag 10.30 - 17.00 Uhr
E-mail: elfriede.rein@deutschordensmuseum.de
Homepage: www.deutschordensmuseum.de
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition

 

13.03. - 14.09. 2008

Tiere der Eiszeit

Eiszeit so hautnah erleben, dass man eine Gänsehaut bekommt; vor der Größe eines Mammuts erschauern; einem angreifenden Höhlenbären in die Augen schauen ­ im Deutschordensmuseum Bad Mergentheim ist das nun möglich! Europa vor 12.500 Jahren, als die letzte Kaltzeit das Klima beherrschte: Tiere der Eiszeit und der steinzeitliche Frühmensch bevölkern unsere Heimat. Den Klimaverhältnissen angepasst, lebten vor allem großwüchsige Herdentiere, die die Pflanzen der hiesigen Tundra abweiden konnten, wie z. B. Mammut, Wollnashorn, Auerochse, Bison, Pferd, Rentier und Riesenhirsch. In der großen Sonderausstellung werden charakteristische Tiere dieser Zeit in lebensgroßen Nachbildungen sowie als Originalpräparate und Abgüsse gezeigt. Hauptdarsteller ist sicherlich das sieben Meter lange und über drei Meter große Mammut mit seinem Jungtier. Etwa 40 Tiere sind auf ca. 450m in ihrer anschaulich nachgebildeten Umgebung der Eiszeit zu sehen. Bei allen Nachbildungen wurde große Sorgfalt auf wissenschaftlich fundierte Gestaltung gelegt.

Im Verlauf des letzten Eiszeitalters (Pleistozän), das vor etwa 2,4 Millionen Jahren begann, kam es zum ständigen Wechsel zwischen Kalt- und Warmzeiten (Glaziale und Interglaziale). Die Ausstellung ist dem Leben während der letzten großen Kaltzeit in Europa vor ca. 12.500 Jahren gewidmet, als es durchschnittlich rund 10° C kälter war als heute. Sträucher, Kräuter und Gräser dominierten die Vegetation, Bäume konnten in diesem niederschlagsarmen Klima nur schwer bestehen.

In der Ausstellung sind überwiegend Großtiere der letzten Kaltzeit zu sehen. Die enorme Größe der Tiere, die kleinere Ausbildung von Ohren und Extremitäten sowie die Ausbildung eines langen und dichten Fells zeigt deren Anpassungsfähigkeit an die Klimaverhältnisse. Andererseits hat der ständige Klimawechsel die Tierwelt auch vor große Probleme gestellt. Eine Vielzahl von Gründen führte außerdem zum Aussterben zahlreicher Tierarten während und am Ende der letzten Kaltzeit.

Während des Pleistozäns breitete sich der moderne Mensch (homo sapiens), ausgehend von Afrika und Asien, auf der Erde aus. Die Evolution des Menschen wurde auch von den klimatischen Bedingungen beeinflusst, indem er sich den Gegebenheiten anpassen musste, um seine Nahrung zu beschaffen, seine Behausung zu bauen oder seine Bekleidung herzustellen. So wurde der Mensch z. B. zum "Fleischfresser" und vom Sammler zum Jäger, um in dem rauen Klima überleben zu können. Anschauliche Eindrücke vom Leben der Menschen gibt in der Ausstellung der Nachbau einer Jagdhütte aus der Ukraine, die vor 15.000 Jahren aus Mammutknochen und Fellen gebaut wurde. Zwei eiszeitliche Jäger sind bei der Errichtung ihrer Behausung zu beobachten. Ein Schamane, der um das nötige Jagdglück bittet, weist auf kultische Handlungen hin.

Nachbildungen von Jagd-, Gebrauchs- und Kunstgegenständen geben Einblicke in das harte Leben unserer Vorfahren. Erste Belege für die künstlerische Gestaltungsfähigkeit des Menschen sind mindestens 30.000 Jahre alt. Geschnitzte Knochen, modellierter Ton oder bemalte Höhlenwände geben Zeugnis der frühen Kultur.

Die Behausung des Menschen und die Bedeutung des Feuers, die Kunst der Eiszeit, darunter auch die Höhlenmalerei, die Jagd, die Bestattung, das Überleben oder Aussterben der Tiere und viele weitere Themen werden in der Ausstellung lebendig dargestellt.

"Lagerplatz in der Eiszeit": Kinder dürfen sich in einer eiszeitlichen Hütte in die Urzeit träumen. Es wird zur spielerischen Beschäftigung mit dem Thema Eiszeit angeregt.

BEGLEITPROGRAMM

FÜR LEHRKRÄFTE UND ERZIEHERINNEN
Einführung in die Sonderausstellung

Freitag, 14. März 2008, 18.00 Uhr
Michael Schäfer M. A., Archäologe

FÜR KINDER
Workshop "Willkommen in der Eiszeit"

Für Kinder von 4 bis 7 Jahren:
Mittwoch, 19. März 2008, 14.00 Uhr (Christine Wahl)
Mittwoch, 14. Mai 2008, 14.00 Uhr (Renate Kunze)

Für Kinder von 8 bis 12 Jahren:
Mittwoch, 26. März 2008, 14.00 Uhr (Alice Ehrmann-Pösch)
Dienstag, 20. Mai 2008, 14.00 Uhr (Christel Nowak)

Leseraupen Special "Mammut-Geschichten"
F
ür Kinder ab 5 Jahren
Dipl. Bibliothekarin Hannelore Hochbauer
(In Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Bad Mergentheim)
Donnerstag, 29. Mai 2008, 15.00 Uhr (Eintritt frei) 

Workshop "Auf zeichnerischen Spuren urzeitlicher Tiere"
Für Kinder von 8 bis 12 Jahren
Michael Blümel (freischaffender Künstler)
Freitag, 28. März 2008, 14.00-16.00 Uhr

FÜHRUNGEN
Leitung: Michael Schäfer M. A., Archäologe
Mo, 24. März 2008, 14.30 Uhr (Ostermontag)
So, 20. April 2008, 14.30 Uhr
So, 11. Mai 2008, 14.30 Uhr (Pfingstsonntag)
Sa, 16. August 2008, 14.30 Uhr
So, 14. September 2008, 14.30 Uhr

Programme für Kinder und Führungen für Erwachsene
auch nach Vereinbarung unter Tel 07931/52212 zu buchen

EINTRITTSPREISE
Einzelpreise:  
Erwachsene 5,80 Euro
Kinder (6-13 Jahre)  3,00 Euro
Kinder (unter 6 Jahre) frei
Gruppenpreise:  
Gruppen (Ab 20 Personen) 5,20 Euro p. P.
Klasse 3,00 Euro p. P.
Klasse mit Führung 23,00 Euro zzgl. 2,- Euro p. P.
Kindergartengruppe 25,00 Euro

 

27..06. - 28.09. 2008

Zucker, Fettsucht, Gallenstein - heilt allein (Bad) Mergentheim.

Kurgäste von Eduard Mörike bis Gustav Knuth

Studioausstellung

Die Studioausstellung "Zucker, Fettsucht, Gallenstein ­ heilt allein (Bad) Mergentheim. Kurgäste von Eduard Mörike bis Gustav Knuth" im Deutschordensmuseum stellt die Geschichte des Mergentheimer Kurbades vor. Bevor Bad Mergentheim nach der Gesundheitsreform in den 1980er Jahren sich zu einem Ort mit rund 20 Kur- und Reha-Kliniken wandelte und so seinen Titel als größtes Kurbad Baden-Württembergs wahren konnte, war es ein traditionelles Kurbad, das besonders wegen seines Heilwassers aufgesucht wurde. 1826 hatte ein Schäfer die Heilquellen entdeckt, 1829 wurde das Heilbad eröffnet. Bereits 1837 kamder Dichter Eduard Mörike hierher zur Kur. Ihm gefiel es so gut, dass er von 1844 bis 1851 in Mergentheim lebte.
In Folge wuchs die Zahl der Kurgäste unaufhörlich. Zur Popularität des Bades trug z. B. auch der Besuch Kaiser Wilhelm II. anlässlich eines großen Kaisermanövers 1909 bei. Zar Ferdinand von Bulgarien weilte immer wieder in der Stadt. Reichspräsident Ebert und Bundespräsident Heuss wussten die Vorzüge der Stadt zu schätzen und kamen mehrmals nach Bad Mergentheim. Nach dem triumphalen Sieg von Bern kam die deutsche Fußballnationalmannschaft 1954 nach Bad Mergentheim, damit die Gesundheit der Spieler wieder aufgepäppelt werden konnte. Auch der Volksschauspieler Gustav Knuth kam immer wieder in die Stadt im Taubertal. Solche Gäste steigerten die Bekanntheit Mergentheims und trugen seinen Ruf als schicker Kurort in die Welt.
In der Ausstellung werden prominente und interessante Kurgäste aus den verschiedensten Gebieten ­ Dichter, Generäle, Schauspieler, Musiker,Forscher, Politiker, Schriftsteller und viele mehr ­ vorgestellt und mit Originalobjekten präsentiert.
1926 erhielt Mergentheim das Prädikat "Bad Mergentheim", zuvor hatte es als "das deutsche Carlsbad" firmiert. Auf diese Weise und mit professioneller Werbung wurde Bad Mergentheim  immer bekannter. In der Ausstellung können zahlreiche Beispiele für Werbemittel seit 1900 präsentiert werden: Prospekte, Anzeigen in Zeitungen und Broschüren, Berichte in Fachblättern. Auch indirekte Reklame für den Kurort mit offiziellen Postkarten oder Stempeln, mit Sammelbänden von ärztlichen Vorträgen und Berichten von Jubiläen sowie Scherzkarten zum Badegeschehen werden gezeigt.
Konzept und Erarbeitung: Hartwig Behr.

 

 

18.10. 2008 - 01.03. 2009

Alltag und Feste in Peru. Sammlung Carmen Würth

Sonderausstellung

Die langen Traditionen peruanischer Volkskunst gehen bis in vorchristliche Jahrhunderte zurück. Sie haben sich, z. B. in der Keramik, bis in unsere Zeit gehalten und auch in der Krippenkunst niedergeschlagen, die mit den europäischen Eroberern und deren Glauben ins Land kam. Neben dem künstlerischen Erbe der Vorfahren ist der Einfluss der kolonialen Barockzeit zu spüren mit ihrer prachtvollen und eigenwilligen Bildersprache. In der Sammlung Carmen Würth kommt die beeindruckende Vielfalt der peruanischen Volkskunst zum Ausdruck, vor allem an retablos aus Ayacucho, Keramik aus La Quinua, Krippenfiguren aus Cuzco.

In Kooperation mit dem Museum Würth.

 

 

28.03. - 13.09. 2009

Duckomenta

 

 

 

 
index Bad Mergentheim

 

german galleriesindex citiesindex galleriesindex artists