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Galerie Conrads

Lindenstr. 67
0233 Düsseldorf-Flingern
Di - Fr 11 - 18 Uhr, Sa 12 - 16 Uhr
Tel. 0211 - 323 07 20 und 0172 - 847 90 22; Fax 0211 - 323 07 22
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26.08. - 30.09.2000


Jörg Eberhard

Neue Bilder


Bereits 1991, 1993 und zuletzt 1997 haben wir Jörg Eberhards Malerei in Einzelausstellungen gezeigt.Wir freuen uns, Ihnen in der kommenden Ausstellung einen Überblick über seine jüngste Schaffensperiode zu geben, die eindrucksvoll Vielfalt, Unabhängigkeit und Homogenität dieses schnell fortschreitenden Werkes belegt.

In der neuer Arbeit "Schrank, durchgeriebener" fächert Eberhard die Bildfläche in eine Vielzahl kleiner geometrischer Farbfelder auf. Darin eingebunden sind zweidimensional dargestellte Gegenstände, deren Vorlagen fast immer aus dem unmittelbaren Umfeld des Künstlers stammen. Dieses dichte Geflecht von Farben und Formen wird in der Bildmitte kontrastiert und durchbrochen von einem dreidimensional dargestellten Objekt. Es schwebt umgeben von einem hellen Lichtfeld schwerelos wie ein fremdartiges Flugobjekt in der Farbgalaxie des Bildraums. Diese Betonung eines zentralen Bildgegenstands kennzeichnet viele seiner neuen Arbeiten. Eberhard setzt damit dem farbig auswuchernden "All-over" früherer Arbeiten eine Kompositionsform gegenüber, die in ihrer Strenge die Geschlossenheit der Bildform betont.

"In der gegenwärtigen Kunstszene behauptet die Malerei Jörg Eberhards eine sehr eigene Position." So das Urteil von Martin Hentschel und Ferdinand Ullrich im Vorwort des Ausstellungskatalogs, der von der Kunsthalle Recklinghausen und dem Württembergischen Kunstverein, Stuttgart, gemeinsam herausgegen wurde. "Eberhard gehört zu den Künstlern, die ihre Motive im unmittelbaren Umfeld finden, in ihrem alltäglichen Leben, in ihrer und unserer Umwelt. Andererseits spiegeln sich in seinen Bildern immer auch kunsthistorische Erfahrungen wieder, die das Werk in den Gesamtkanon der Malerei stellen. Vielfältige Bezüge lassen sich erkennen. Mittelalterliche Malerei dient ihm ebenso als Anregungspotential wie der Kubismus, Surrealismus, Konstruktivismus und Suprematismus. Dennoch ist das Werk höchst homogen und eigenständig. Und so sehr diese Kunst auch reflektiert ist, haben wir doch keine Konzeptkunst vor uns, die sich in der Ausformulierung von Gedanken erschöpft. Es entstehen Bilder von hoher sinnlicher Präsenz, die den Betrachter in eine neue Bildwelt hineinziehen." (ebd.)

Eröffnung: Freitag, den 25. August, 19 -21 Uhr

Katalog: Jörg Eberhard, Malerei, Stuttgart/Recklinghausen 1998, 80 Seiten mit Texten von Martin Hentschel und Ferdinand Ullrich. Der Katalog ist in der Galerie erhältlich.

 

Am Samstag, den 16. September 2000 ist die Galerie im Rahmen der Veranstaltung "Kultur in Bewegung" von 12 - 20 Uhr geöffnet.

 

 

 

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