german galleries / index cities / index galleries / index artists / index Cologne
Baukunst GalerieTheodor- Heuss- Ring 7
50668 Köln
Tel. 0221 - 771 33 35, Fax 0221 - 771 33 10
art@baukunst- galerie.de
Di - Fr 10 - 18.30 Uhr, Sa 11 - 18 Uhr und nach Vereinbarung
KONTAKTPERSONEN / CONTACT PERSONS:
Jutta Müller, M.A. (Geschäftsführung), Anja Buck, M.A., Leonie Stachelscheid, M.A.
www.baukunst-galerie.de
www.artnet.com/baukunst.html
http://www.galerien-verband.de
KünstlerInnen der Galerie / artists of the gallery
über die Baukunst Galerie / about Baukunst Galerie
aktuelle Ausstellung / current exhibition
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition
24.10.2001 - Januar 2002
Mark TobeyWerke von 1940 bis 1975
Die BAUKUNST-GALERIE zeigt in ihrer neuen, umfangreichen Ausstellung Werke des amerikanischen Künstlers Mark Tobey. Die überblickshafte Schau versammelt 45 ausgewählte Gemälde Mark Tobeys aus der Zeit von 1940 bis 1975. Sie wird durch einige wichtige Leihgaben aus privaten Sammlungen aus dem In- und Ausland bereichert. Die Ausstellung wird am 24. Oktober 2001 eröffnet und bis Ende Januar 2002 zu sehen sein.Mark Tobey wurde 1890 in Centerville/Wisconsin geboren. Tobeys als ,nomadenhaft' zu beschreibendes Leben führte ihn nach einer Kindheit in ländlicher Gegend am Mississippi in die Metropolen Chicago, New York, Seattle, und von dort nach Europa, Südengland, Mexiko, Asien und den Nahen Osten. 1960 ließ er sich schließlich in Basel nieder. Er ist 1976 in Basel gestorben. Mark Tobey wurde als erster amerikanischer Künstler nach James Whistler im Jahr 1958 mit dem Preis der Malerei der Biennale von Venedig ausgezeichnet. 1961 wurde ihm eine große Retrospektive in Paris im Louvre gewidmet. Weitere große Werkschauen, so 1962/63 im Museum of Modern Art in New York, folgten, zuletzt 1997/98 im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía in Madrid. Die Kunsthalle Bremen wird im nächsten Jahr Arbeiten von Mark Tobey in Ihrer Ausstellung "Klänge des Inneren Auges. Mark Tobey - Morris Graves - John Cage" zeigen, die anschließend in der Fondation Beyeler in Riehen und im Tacoma Art Museum, Tacoma/Washington zu sehen sein wird und in der auch einige Werke Mark Tobeys aus der BAUKUNST-GALERIE präsentiert werden.
In Mark Tobeys Werk haben Einflüsse aus westlicher und östlicher Kunst Einzug gehalten. Östliche Spiritualität verband sich bei ihm mit einem Leben in der westlichen Kultur. In der Überzeugung, daß es keinen Bruch gibt zwischen der Natur, der Kunst, den technischen Errungenschaften und dem Leben des Menschen, und daß die Bewegungen des eigenen Lebens sich in dem komplizierten Aufbau eines Blattes genauso spiegeln können wie in den pulsierenden Strömen des Verkehrs einer Großstadt, deckt Tobey in seinen Bildern die allen Elementen des Lebens zugrundeliegenden Strukturen, Strömungen, Muster und flirrenden Ordnungen auf.
Obwohl Tobey als Vorreiter des ,Abstrakten Expressionismus' gelten kann, sind seine Bilder nicht im eigentlichen Sinne ,abstrakt' zu nennen, verweisen sie doch auf Beobachtungen aus unserer realen Umwelt, geben zum Beispiel die chaotische Rhythmik des Lebens in modernen Metropolen wieder oder erinnern in ihrem Linienspiel an Straßenkarten und Wegestrukturen. Die Bilder Mark Tobeys geben statt eines Raumes in perspektivischem Sinne eine innere Raumerfahrung wieder.
Der Überblick der Ausstellung in der BAUKUNST-GALERIE beginnt mit seltenen frühen Werken Mark Tobeys, wie den Zeichnungen von Muscheln aus dem Jahr 1940. Zu der präsentierten Auswahl meist kleinformatiger Gemälde aus den folgenden drei Jahrzehnten gehören Mark Tobeys "white writings", Gemälde, in denen lineare Strukturen in einer Komposition des "all-over" die gesamte Bildfläche bedecken, außerdem die 1956/57 entstandenen Arbeiten mit Sumi-Tusche, welche Tobeys östliche Einflüsse am deutlichsten offenbaren, sowie das großformatige "Beyond Sound", an dem Tobey 1970 zu arbeiten begann und das er 1974/75 nochmals überarbeitete. Zudem sind mit Arbeiten aus den Bildfolgen "Meditative Series" und "Void" Gemälde zu sehen, welche den radikalsten Schritt markieren, den Tobey getan hat: Die Farben in "Void II" sind von einer leeren, dunklen Fläche zugedeckt, dringen nur noch an den Rändern hervor. In der ostasiatischen Kunst aber bedeutet Leere nicht nur Auslöschung oder Nichts; sie führt zur Kontemplation und hat schöpferische, evokative Kraft. Auch in den "Meditative Series" ist der farbige Hintergrund überdeckt, von unzähligen kleinsten, weißen Zeichen. Der Blick wandert ohne richtige Fixpunkte in diesem Netzwerk umher, die Bewegung wird in der Aufhebung aller Zielgerichtetheit zu einem meditativen Akt. Schweigen und innere Einkehr sind in diesen Bildern darstellbar geworden. Mark Tobeys Bilder können zu einer neuen Sicht der Strukturen unserer Welt führen.
Eröffnung der Ausstellung am Mittwoch, dem 24. Oktober 2001 von 18.00 bis 20.00 Uhr
Es spricht Matthias Bärmann.
Mark Tobey
Biographische Daten
1890 am 11. Dezember in Centerville, Wisconsin geboren
ab 1894 Kindheit und Jugend in Trempealeau, einem kleinen Ort am Mississippi
1906 Umzug der Familie nach Hammond bei Chicago; besucht Kurse am Art Institute, Chicago
ab 1909 Arbeit als Modezeichner in Chicago
1911 geht nach New York; arbeitet weiterhin als Modezeichner
1913-17 wechselnder Wohnsitz in New York und Chicago; künstlerische Fortbildung als Autodidakt; Erfolge als Porträtzeichner
1918 lebt in New York; lernt die religiöse Bahá'i-Lehre kennen, konvertiert zum 'Bahá'i-World-Faith'; Begegnung mit Marcel Duchamp
1922 geht nach Seattle; erteilt Malunterricht an der Cornish School; Entdeckung des Kubismus, der japanischen Farbholzschnitte und Beschäftigung mit der Kunst der Indianer; Freundschaft mit dem chinesischen Maler Teng Kuei, der ihn in die Spiritualität und die Techniken ostasiatischer Malerei und Kalligraphie einführt
1925 Reise nach Europa
1926 Reise nach Akka und Haifa; Beschäftigung mit persischer und
arabischer Literaturab 1927 abwechselnd ansässig in Seattle, Chicago und New York
1930 Übersiedlung nach Südengland aufgrund einer Berufung als Kunstlehrer an der Dartington Hall School in Devonshire
1931 Reise nach Mexiko
1934 Reise nach China und Japan; lebt einige Zeit in einem Zen-Kloster und studiert dort Zen-Malerei und Kalligraphie
1935 Aufenthalte in Seattle und New York; zurück in Südengland entstehen die ersten 'White Writings'
1937 Rückkehr nach Seattle; gibt Malunterricht in seinem Atelier; Bekanntschaft mit John Cage
1940 Erster Preis in der 'Northwest Annual Exhibition', Seattle Art Museum; Musikstudium (Flöte, Klavier, Komposition); Bekanntschaft mit mit Lyonel Feininger
1942 Tobeys Bild "Broadway" wird ausgezeichnet und vom Metropolitan Museum, New York, angekauft; mehrere Preisverleihungen
1952 Aufführung des Films "Mark Tobey: Artist" (1951 von Robert G. Gardener, Musik und Skript von Mark Tobey) bei den Filmfestspielen in Venedig und Edinburgh
1954 Reise nach Schweden; Aufenthalt in New York; Beginn der 'Meditative Series'
1954-55 Reisen nach Paris, England, Basel, Bern
1956-57 erhält den 'Guggenheim International Award'; Wahl zum ständigen Mitglied des National Institute of Arts and Letters; im Winter 1956/57 entstehen die "Sumi-Tuschen"
1958 Großer internationaler Preis für Malerei der XXIX. Biennale in Venedig; Reise nach England, Italien und in die Schweiz
1959 Wandbild für die Washington State Library, Seattle; Reise nach Paris
1960 Übersiedlung nach Basel
1961 Erster Preis der 'Pittsburgh International Exhibition of Contemporary Painting and Sculpture', Carnegie Institute, Museum of Art, Pittsburgh
1966 Reise nach Haifa und Madrid
1968 Ernennung durch die französische Regierung zum 'Commandeur de
l'Ordre des Arts et des Lettres'ab 1970 lebt und arbeitet in Basel; das nahezu gesamte graphische Oeuvre Tobeys entsteht
1976 am 24. April ist Mark Tobey 85jährig in Basel gestorben
Einzelausstellungen (Auswahl)
1917 Galerie M. Knoedler, New York
1928 Arts Club, Chicago
1929 Romany Marie's Café Gallery, New York
1930 Cornish School, Seattle
1931 Contemporary Arts, New York
Harry Hartman/Bookstore and Gallery, Seattle
Beaux Arts Gallery, London
1934/35 Seattle Arts Museum, Seattle
1935 Stanley Rose Gallery, Hollywood
1940 Arts Club, Chicago
1942 Seattle Arts Museum
1944 Willard Gallery, New York
1945 Portland Art Museum, Portland
San Francisco Museum of Art, San Francisco
Arts Club, Chicago
Willard Gallery, New York
Detroit Institute of Arts, Alger House, Detroit
1947 Willard Gallery, New York
1949 Margaret Brown Gallery, Boston
Willard Gallery, New York
1950 Willard Gallery, New York
1951 Whitney Museum of American Art, New York,
California Palace of the Legion of Honor, San Francisco,
University of Washington/Henry Gallery, Seattle,
Santa Barbara Museum of Art, Santa Barbara
Margaret Brown Gallery, Boston
Willard Gallery, New York
1952 University of Chicago, Renaissance Society, Chicago
Zoe Dusanne Gallery, San Francisco
1953 Willard Gallery, New York
1954 Margaret Brown Gallery, Boston
Otto Seligman Gallery, Seattle
Willard Gallery, New York
1955 Galerie Jeanne Bucher, Paris
Art Institute, Chicago
Gump's Gallery, San Francisco
Paul Kantor Gallery, Los Angeles
Institute of Contemporary Arts, London
1956 Margaret Brown Gallery, Boston
1957 Otto Seligman Gallery, Seattle
Willard Gallery, New York
Art Gallery of Greater Victoria/British Columbia, Victoria
1958 Galerie Stadler, Paris
1959 Galerie Jeanne Bucher, Paris
St. Albans School, Washington, D.C.
1959/60 Seattle Art Museum, Seattle
Portland Art Museum, Portland,
Colorado Springs Fine Art Center, Colorado Springs,
Pasadena Art Center, Pasadena,
M.H. de Young Memorial Museum, San Francisco
1960 Frederic Hobbs Fine Art Gallery, San Francisco
1960/61 Kunsthalle Mannheim
1961 Galerie Beyeler, Basel
Royal S. Marks Gallery, New York
1961/62 Musée des Arts Décoratifs, Palais du Louvre, Paris,
Whitechapel Gallery, London,
Palais des Beaux Arts, Brüssel
1962 Otto Seligman Gallery, Seattle
The Phillips Collection, Washington, D.C.
1962 /63 Museum of Modern Art, New York,
Cleveland Museum of Art, Cleveland,
Art Institute of Chicago, Chicago
Konstsalongen Samlaren, Stockholm,
Konstmuseum, Göteborg
1963 Seattle Art Museum, Seattle
AFA Galleries, Carmel
1965 Galerie Jeanne Bucher, Paris
Galerie Alice Pauli, Lausanne
Willard Gallery, New York
Otto Seligman Gallery, Seattle
1966 Stedelijk Museum, Amsterdam,
Kestner Gesellschaft Hannover,
Kunsthalle Bern,
Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf
Galerie Beyeler, Basel
1967 Willard Gallery, New York
1967/68 Stanford Art Gallery, Stanford,
University of Nebraska Art Galleries, Lincoln,
Roosevelt University, Chicago,
The Art Gallery, University of California, Santa Barbara
1968 Museum of Fine Art, Dallas
Hanover Gallery, London
Galerie Jeanne Bucher, Paris
1970 Seattle Art Museum, Seattle
1970/71 Galerie Beyeler, Basel,
1971 BAUKUNST-GALERIE, Köln
Galleria Il Fauno, Turin
Galleria dell'Ariete, Mailand
Galerie Alice Pauli, Lausanne
Frankfurter Kunstkabinett, Frankfurt a. M.
National Academie of Design, New York
Willard Gallery, New Gallery
Galerie Marbach, Paris
Whitney Museum of American Art, New York
1972 Martha Jackson Gallery, New York
Galerie Beyeler, Basel
Cincinnati Art Museum, Cincinnati
1974/75 National Gallery of Art, Smithsonian Institution, Washington, D.C.,
Seattle Art Museum, Seattle,
City Art Museum, St. Louis
1974 Museum Haus Lange, Krefeld
Galerie Ursus-Presse, Düsseldorf
1976 M. Knoedler & Co., New York
1978 Galleria del Naviglio, Venedig
1982 Galerie Jacqueline Schotland, Basel
1983 Galerie Vömel, Düsseldorf
1984 National Gallery of Art, Washington, D.C.
1986/87 Erker-Galerie, St. Gallen
1987 BAUKUNST-GALERIE, Köln
Galerie Giancarlo Apicella, Bonn
1988 Cheney Cowles Museum, Spokane
Hachmeister Galerie, Münster
1989 Museo d'arte, Mendrisio,
Museum Folkwang, Essen
Galerie Beyeler, Basel
1990 Galerie Alice Pauli, Lausanne
Galerie Jeanne Bucher, FIAC, Paris
Stadtmuseum Siegburg
Galerie Siegert, Basel
Stanford University Museum of Art, Stanford/Kalifornien
1990/91 Galerie Beyeler, Basel
1991 Valley Museum of Northwest Art, La Conner, Washington
Philippe Daverio Gallery, New York
1991/92 Galerie Lea Gredt, Luxemburg
1992 Hachmeister Galerie, Münster
1992/93 BAUKUNST-GALERIE, Köln
1993 Schloß Cappenberg, Selm
1993/94 Kurt Lidtke Galleries, Seattle
1994 Galería Jorge Mara, Madrid
Yoshii Gallery, New York
1995 Galerie Beyeler, Basel
Hachmeister Galerie, Münster
1995/96 BAUKUNST-GALERIE, Köln
1996 Luhring Augustine, New York
1997/98 Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid
BAUKUNST-GALERIE, Köln
Kunstverein Villa Wessel, Iserlohn
1998 Kurt Lidtke Galleries, Seattle
1999 Kurt Lidtke Galleries, Seattle
Linden-Museum, Stuttgart
Galerie Carzaniga + Uecker, Basel
2000 Kurt Lidtke Galleries, Seattle
Galerie Biedermann, München
2001 Museum Villa Rot, Burgrieden-Rot
Hachmeister Galerie, Münster
Galerie Carzaniga + Uecker, Basel
Staatsgalerie Stuttgart
2001/02 BAUKUNST-GALERIE, Köln
Gruppenausstellungen (kleine Auswahl)
1930/31 Painting and Sculpture by Living Americans, Museum of Modern Art, New York
1948 XXIV. Biennale von Venedig
1951 Biennale von Sao Paulo
1955 Tendences Actuelles, Kunsthalle Bern
Biennale von Sao Paulo
1956 American Painting, Tate Gallery, London (mit Tobey, Kline, de Kooning,
Motherwell, Pollock, Rothko, Still)
XXVII. Biennale von Venedig
1958 XXIX. Biennale von Venedig
Weltausstellung, 50 ans d'art moderne in Brüssel
1959 Documenta II, Kassel
1964 XXX. Biennale von Venedig
Documenta III, Kassel
1984 Jahrgang 1890. El Lissitzky/Mark Tobey, Kunstmuseum Basel
1991 Kunst als Grenzbeschreitung John Cage und die Moderne, Neue
Pinakothek, München
1992/93 Monets "Seerosen" und Pollock, Tobey, Joan Mitchell, Orangerie, Paris
1994 Dream of the Absolute From Malevich to Ryman, Galerie Beyeler,
Basel
1995 The Exhibition of Swiss Private Collections, Hokkaido Museum of Art,
Sapporo, Tournee nach Nagasaki, Kyoto und Tokio
1998/99 Closeness of Distance, Khmer Skulpturen und Mark Tobey Bilder, Emil Mirzakhanian, Mailand und Hachmeister Galerie, Münster
2000 Zen und die westliche Kunst, Museum Bochum
2002 Tobey Price Graves, University of Oregon Museum of Art
2002-03 Klänge des Inneren Auges. Mark Tobey Morris Graves John Cage, Kunsthalle Bremen,
Fondation Beyeler, Riehen,
Museum Tacoma, Tacoma/Washington