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Baukunst GalerieTheodor- Heuss- Ring 7
50668 Köln
Tel. 0221 - 771 33 35, Fax 0221 - 771 33 10
art@baukunst- galerie.de
Di - Fr 10 - 18.30 Uhr, Sa 11 - 18 Uhr und nach Vereinbarung
KONTAKTPERSONEN / CONTACT PERSONS:
Jutta Müller, M.A. (Geschäftsführung), Anja Buck, M.A., Leonie Stachelscheid, M.A.
www.baukunst-galerie.de
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KünstlerInnen der Galerie / artists of the gallery
über die Baukunst Galerie / about Baukunst Galerie
aktuelle Ausstellung / current exhibition
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibitionArt Cologne 5.-12.11.2000, Halle 2.2, Stand E 005, Halle 1.1, Stand B 023
09.11.2000 - 27.01.2001
Frederic Matys ThurszGemälde
Frederic Matys Thursz wurde 1930 in Casablanca, Marokko geboren. Er lebte und arbeitete in Ossining, New York und in Paris. Am 4. Juli 1992 ist er in Köln gestorben. Thursz hat von 1953 bis 1955 in New York Kunstwissenschaft studiert, postgraduierte Studien im Fach Kunstgeschichte am Institut d'Art et d'Archéologie der Université de Paris schlossen sich an. Seit 1958 lehrte er an verschiedenen Universitäten in den Vereinigten Staaten, zuletzt am Kingsborough Community College und bis 1988 an der New York Studio School of Drawing, Painting and Sculpture. Thursz' Arbeiten waren bereits in zahlreichen Ausstellungen weltweit zu sehen.Der Künstler hat sich der vollkommenen Ungegenständlichkeit und der Farbe verschrieben. Seine Gemälde sind auf eine ausschließliche, radikale Art und Weise der Farbe gewidmet: Thursz' Arbeiten präsentieren Farbe in monochromer Wirkung. Vielleicht läßt sich seinem Werk mit dem Begriff "Radikale Malerei" näherkommen. Es ist eine Malerei ohne Verweise auf außerbildliche Kontexte. Die Wahrnehmung der Bilder ist ein Wahrnehmen von Farbe und von der Qualität ihres Auftrags, ein sinnlicher Prozeß, sich ganz im Hier und Jetzt vollziehend. Indirekt aber kann die Wirkung einer Farbe, können die Bilder Erinnerungen anstoßen, Atmosphären erzeugen, Assoziationen ermöglichen, Gefühle hervorrufen.
Die Bilder von Thursz bauen sich aus zahlreichen Schichten auf, die monochrome Wirkung entsteht aus einer Summe aus verschiedenen Farbaufträgen. Thursz' Malerei erhält eine besondere, lebendige Wirkung zudem durch die sichtbare Struktur des Farbauftrags und durch das oft ungewohnte Format der Bilder und Unregelmäßigkeiten ihrer Form.
Thursz interessierte sich sehr für Zusammensetzung und Herkunft von Farben. Er verwandte sehr kostbare Grundstoffe, Farbpigmente, die er nach alten Verfahren zusammenstellte. Ein wertvoller Grundstoff, den der Künstler einsetzte, ist zum Beispiel Kobalt; die erste Schicht vieler Bilder besteht aus reinem Vermillon, fein gemahlenem Zinnober-Pigment, dessen Farbton durch die zugefügten weiteren Farbmischungen und Schichten hindurchdringt.
Licht spielt eine entscheidende Rolle bei der Wahrnehmung von Thursz' Malerei. Der Farbeindruck ändert sich mit den wechselnden Lichtverhältnissen eines Tages. Dieser Effekt kann die Eindeutigkeit der Farbzuordnung verunsichern. Die Farbsummen der verschiedenen Schichten lassen eine je nach Lichteinfall changierende Wirkung entstehen.
Die Titel der Arbeiten deuten auf Seherfahrungen hin, die ähnlich eindringlich, radikal und schwer in Worte zu fassen sind, wie sie ähnlich von Thursz' Arbeiten hervorgerufen werden können: "Chartre" oder "Isenheim" bezeichnen nicht narrativ ein Bildthema, sondern den tiefen Eindruck, den die Lichtwirkung der Fenster im Innenraum der gotischen Kathedrale oder das altmeisterliche Altargemälde auf den Betrachter ausüben kann. Thursz' Gemälde wollen die Wirkung von Farbe, Material und Licht zu ähnlich größter Intensität komprimieren.
Thursz' Arbeiten verlangen Offenheit, Geduld und Sich-Einlassenkönnen vom Betrachter, sie fordern intensive Seh-Arbeit und können intensive Wahrnehmungs-Erlebnisse eröffnen.
Eröffnung der Ausstellung am 8. November 2000 von 18 - 20 Uhr
Es spricht Dr. Hans Michael Herzog.