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Baukunst GalerieTheodor- Heuss- Ring 7
50668 Köln
Tel. 0221 - 771 33 35, Fax 0221 - 771 33 10
art@baukunst- galerie.de
Di - Fr 10 - 18.30 Uhr, Sa 11 - 18 Uhr und nach Vereinbarung
KONTAKTPERSONEN / CONTACT PERSONS:
Jutta Müller, M.A. (Geschäftsführung)
Anja Buck, M.A.
Leonie Stachelscheid, M.A.
www.baukunst-galerie.de
www.artnet.com/baukunst.html
http://www.galerien-verband.de
KünstlerInnen der Galerie / artists of the gallery
über die Baukunst Galerie / about Baukunst Galerie
aktuelle Ausstellung / current exhibition
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition
01.09. - 13.10. 2007
Oliver Dorfer
recent recordings
Oliver Dorfer, dooze, 2007 Acryl auf Kunststoff, 200 x 200 cm
Oliver Dorfer, dooze, 2007, acrylic on plastic, 200 x 200 cm
Die Baukunst Galerie eröffnet am Freitag, dem 31. August 2007 von 19 bis 21 Uhr eine große Einzelschau mit neuen Gemälden des Österreichers Oliver Dorfer. <recent recordings> ist bereits die sechste Einzelausstellung des Künstlers in der Galerie. Die freie Kuratorin und Autorin Nadia Ismail wird eine Einführung in sein künstlerisches uvre geben.
Der 1963 in Linz geborene Maler, Zeichner, Graphiker und Objektkünstler ist Autodidakt. Neben seinem Studium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Johannes-Kepler-Universität Linz verfolgte Oliver Dorfer seinen künstlerischen Weg bei regelmäßigen Arbeitsaufenthalten in Kanada und im intensiven Austausch auf Künstlersymposien in Österreich, Tschechien, Frankreich und Italien. Darüber hinaus schloss er sich 1989 der Künstlergruppe "K5" und 1990 der Künstlervereinigung "MAERZ" an. Dorfer gewann bereits zahlreiche nationale und internationale Wettbewerbe. Neben dem Förderpreis der Stadt Linz für Bildende Kunst (1991) und dem Bauholding-Förderungspreis für Bildende Kunst (1995) erhielt der Künstler 1994 auf dem Festival International de la Peinture in Cagnes-sur-Mer eine Menton Spéciale du Jury und wurde 1999 beim 26. Österreichischer Graphikwettbewerb mit dem Preis der Bundeshauptstadt Wien ausgezeichnet. Seine Werke wurden bereits weltweit in zahlreichen Ausstellungen präsentiert, u.a. in Wien, Warschau, Paris, Rom, Athen und Toronto. 2004 widmete das Oberösterreichische Landesmuseum in Linz Oliver Dorfer eine große Retrospektive und dokumentierte somit die konsequente Weiterentwicklung der formalen und ikonographischen Schwerpunkte seiner bis dato knapp zwanzigjährigen Werkgeschichte.
Oliver Dorfers Arbeiten haben seit 1980 eine deutliche, aber in ihrer Entwicklung homogene Wandlung vollzogen. Während seine frühen Werke durch in dunklem Kolorit gestaltete Figuren und einen expressiven Duktus geprägt waren, wird diese Schwere und Expressivität Ende der 90er zugunsten einer rationalen Bildkonstruktion in transparenten Pastelltönen zurückgenommen. Als Konstanten sind das Narrative und die Figuration in Form von wiederkehrenden Leitmotiven (wie z.B. Torso und Kopf) und schemenhaften Konturen geblieben.
Dies gilt auch für seine aktuellen Arbeiten, die er seit 2004 in Acryl auf Kunststoff und in diesem Jahr auch erstmals auf Acryl ausführt. Hier hat erneut eine formale und technische Verdichtung seines Ausdrucksrepertoires stattgefunden, die in bewusster Korrespondenz zu neuen Tendenzen zeitgenössischer Malerei steht. Wie in der Hard Edge Malerei und den Gemälden Gary Humes ist jeglicher persönlicher Gestus ausgeklammert. Die Formen sind reduziert und ohne räumliche Tiefe, die Farben stets unvermischt, scharfkantig gegeneinander abgegrenzt und mit einem hochglänzenden Finish überzogen. Die einzelnen Bildelemente wirken wie Schablonen oder Folien, die überlappend in- und übereinander gelegt sind. Oliver Dorfer spielt hier mit der Konkurrenz von Figur und Grund, Gegenständlichkeit und abstrakter Komposition.Der Ausstellungstitel <recent recordings> (kürzliche Aufzeichnungen) verweist auf den Entstehungsprozess der Bilder. In einer Art von umgekehrtem Sampling stellt der Künstler dem mechanischen Malprozess den elektronischen Abmischprozess voran, wobei keine Wertung zwischen Ge- und Erfundenem besteht. Er greift auf eine Sammlung unterschiedlicher Bildresourcen zurück, die er einscannt, bearbeitet, zerlegt und wieder neu zusammensetzt. Sein Bildverständnis ist primär ein akkumulierendes. Jede Quelle wird angezapft. Dabei vermittelt Dorfer nicht nur thematisch, sondern auch stilistisch zwischen Europa und Asien einem Kulturkreis, dem er sich durch zahlreiche Reisen und Aufenthalte sehr verbunden fühlt: Ausläufer angloamerikanischer Pop-Kultur (wie Pixarfilme und Comicfiguren von Disney, Charles M. Schulz und Dick Bruna) und neue, grenzüberschreitende künstlerische Erscheinungsformen aus Asien (wie Hentai- und Manga-Comics) stehen bei seinem Prozess der Bildfindung Pate. Bezüge zu anderen Künstlerpersönlichkeiten lassen sich im Werk von Andy Warhol und Sigmar Polke erkennen, deren serigraphisch orientierte Verarbeitung von Bildzitaten strukturelle Ähnlichkeit zu der von Dorfer am Computer entwickelten Bildtransformation aufweist.
Bild-, Schrift- und Satzzeichen formen sich zu Logos, Icons und Piktogrammen und erzeugen eine unverwechselbare Bildsprache, die zahlreiche Assoziationen hervorruft, sich jedoch einer direkten Lesbarkeit entzieht. Seine Arbeiten laden zur Bildpartizipation und einer subjektiven Interpretation ein. Sie sind geprägt durch das Verständnis, dass jede Betrachtung eine Bildwelt wieder verändern kann. Damit stehen Oliver Dorfers Werke im Spannungsfeld der komplexen Verschränkung von Zeichen in unserer Bild-Medien-Gesellschaft und verdeutlichen, dass jedes Bildzeichen letztendlich nichts anderes ist als die Summe der mit ihm verbundenen Vorstellungen.
Eröffnung der Ausstellung am Freitag, dem 31. August 2007 von 19 bis 21 Uhr
Es spricht Nadia ismail,, freie Kuratorin und Autorin
1 september to 13 october 2007
Oliver Dorfer <recent recordings>
The Baukunst Galerie opens on Friday, the 31st of August 2007 from 7 p.m. to 9 p.m. a great solo-show with new paintings of the Austrian Oliver Dorfer. <recent recordings> is already the sixth solo-exhibition of this artist at the gallery. The curator and author Nadia Ismail will give a short introduction in his artistic uvre.
Oliver Dorfer, born in Linz in 1963, is a painter, drawer, graphic- and object-artist and he is an autodidact. Parallel to his scholastics of Social Studies and Economics at the Johannes-Kepler-University of Linz he cut his own artistic path during regular working stays in Canada and by an intense exchange at artist symposia in Austria, Czech Republic, France and Italy. Moreover he affiliated himself with the artist groups "K5" in 1989 and "MAERZ" in 1990. Dorfer already won several national and international competitions. Besides the Promotion Award for Fine Arts by the City of Linz (1991) and the Bauholding Promotion Award for Fine Arts (1995), the artist received a Menton Spéciale du Jury at the Festival International de la Peinture in Cagnes-sur-Mer in 1994 and was awarded the Prize of the Federal Capital of Vienna at the 26th Austrian Graphic Art Competition in 1999. His works were already presented all over the world in different exhibitions, amongst others in Vienna, Warsaw, Paris, Rome, Athens and Toronto. In 2004 the Upper Austrian State Museum in Linz organized a large retrospective, which documented the formal and iconographic focal points of his uvre's history of the past twenty years.
Since 1980 one can notice a remarkable but homogeneous development in Oliver Dorfer's works. Whereas his early works were characterized by dark shaded figures and an expressive flow, this massiness and expressivity is withdrawn in favour of transparent pastel tones and a rational construction of the image. The narrative and the figuration as a repetition of leitmotives (e.g. heads and torsos) and schematic outlines remain as constants.
That also applies to his current art works. Since 2004 he works them out in acrylic on plastic and for the first time this year also on an acrylic panel. An anew formal and technical compression of his image vocabulary has taken place, deliberately corresponding with new tendencies of contemporary painting. As in Hard Edge Painting and the works of Gary Hume all types of personal gesture are eliminated. The shapes are reduced and without any depth, the colors are pure, feather-edged distinguished from each other and covered with a glossy finish. The individual items of the image look like templates or foils, that are interleaved or superposed arranged and intersect each other. At this Oliver Dorfer plays with the competition of figure and ground, concreteness and abstract composition.The title of the exhibition <recent recordings> refers to the production process of the paintings. The artist precedes in a kind of reverse sampling the mechanical painting process with an electronic mixing, though there is no value-distinction between found and invented items. He resorts to a collection of different image resources, which are scanned, processed, divided and rearranged by the artist. His image concept is primarily an accumulative one. All kinds of sources are tapped. Thereby Dorfer mediates not only topically but also stylistically between Europe and Asia a culture area he is very familiar with because of several travels and stays: elements of Anglo-American Pop Culture (as Pixar-movies and comic characters of Disney, Charles M. Schulz and Dick Bruna) and new cross-border artistic movements from Asia (as Hentai and Manga comics) inspire his imaging process. Parallels to other established artists are recognizable in the uvre of Andy Warhol and Sigmar Polke, whose serigraphically orientated use of citations bears structural resemblance to Dorfer's digital image transformation.
Figures, characters and punctuation marks are synthesized to logos, icons and pictograms and create a distinctive picture language, which evokes several ideas, but defies a direct readability. His art works invite us to image participation and subjective interpretation. They are characterized by the artist's conviction, that every view alters a pictorial world. Thus Oliver Dorfer's uvre is located at the focal point of the complex cross-over of signs in our modern image-media-society. His pictures reveal that every graphical symbol is nothing else but the sum of its connotations.
opening on friday, the 31st of august 2007
from 7 p.m. to 9 p.m.Introduction: Nadia Ismail, Curator and author
English version below
Baukunst Galerie Newsletter September 2007
Externe Ausstellungen von Künstler/innen der Galerie
Noritoshi Hirakawa
Reality Crossings"
2. Foto Festival Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg 2007"
Kunsthalle Mannheim22.09.-21.10.2007
Eröffnung des Festivals: 21.09.2007, 19.00 Uhr
Kunsthalle Mannheim, mit anschließender Eröffnungsparty
Der japanische Künstler Noritoshi Hirakawa zeigt Fotoarbeiten seiner Serie The reason of life" im Rahmen des 2. Foto Festivals Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg 2007", das unter dem Titel Reality Crossings" in diesem Jahr von Christoph Tannert (Leiter Künstlerhaus Bethanien, Berlin) kuratiert wird. Hirakawas Arbeiten werden in der Kunsthalle Mannheim zu sehen sein.
Insgesamt nehmen ca. 80 Künstler/innen aus 25 Ländern am Festival teil.
Reality Crossings" meint das Aufeinandertreffen der medialen Ebenen der aktuellen Fotografie mit den uns umgebenden Lebenswirklichkeiten. Es geht um die Sichtbarmachung des Übersehenen oder Ignorierten. Im Mittelpunkt des Konzepts steht der sozial interessierte Blick, der dokumentiert und Zeitzeugenschaft wahrnimmt. Es werden künstlerische Positionen gezeigt, die sich den Idealen der Aufklärung verpflichtet sehen und der Überzeugung sind, dass dogmatisch verfestigte historische Urteile auf den Prüfstand gehören.
M+M
Un/Fair Trade"
Die Kunst der Gerechtigkeit"
Neue Galerie Graz, Österreich23.09.-25.11.2007
Vernissage: 22.09.2007, 17.00 Uhr
Das deutsche Künstlerduo M+M (Marc Weis und Martin de Mattia) beteiligt sich mit einer Installation an der international und prominent besetzten Gruppenausstellung Un/Fair Trade", die in Kooperation mit dem Kunstfestival steirischer herbst" (20.09.-14.10.2007) von der neuen Galerie Graz präsentiert wird. Kuratoren der Schau sind Peter Weibel und Günther Holler-Schuster. M+M zeigen ihr Projekt Meet the artists wife".
Weitere Künstler/innen: Neil Cummings/Marysia Lewandowska (GB), Stan Douglas (CAN), Elmgreen & Dragset (DK), Dionisio Gonzalez (E), Andreas Gursky (D), Romuald Hazoume (BJ), Kristian Hornsleth (DK), Casey McKee (USA), Fernando Morales (E), Vik Muniz (BRA), Christine S. Prantauer (A), Santiago Sierra (E/MEX), Allan Sekula (USA), u.a.
Die Ausstellung Un/Fair Trade" versteht sich nicht als einfache Fortschreibung gängiger Globalisierungskritik. Stattdessen richtet Sie den Blick konstruktiv aus verschiedenen Perspektiven auf den gerechten Handel oder noch grundlegender auf den gerechten Tausch. Indem Rauminstallationen, dokumentarisches Material und Exponate durch die Projektion faktenorientierter Websites ergänzt werden, verschränkt Un/Fair Trade" Kunst und Wissenschaft in ein Newsroom-Szenario dichter Bilder eines anderen Wirtschaftens.
www.steirischerherbst.at/2007
www.neuegalerie.at
Messebeteiligung
Cologne Fine Art 2007
31.10.-04.11.2007
Halle 05.2 Stand-Nr. H 051Die Baukunst Galerie zeigt Arbeiten von
Joachim Bandau
Henri Cartier-Bresson
Meta Isæus-Berlin
Craig Kalpakjian
Inta Ruka
English version
Baukunst Galerie-Newsletter
External Exhibitions of artists of the gallery
Noritoshi Hirakawa
"Reality Crossings"
"2nd Photo Festival Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg 2007"
Kunsthalle Mannheim22/09-21/10/2007
festival opening: 21.09.2007, 7 p.m.,
Kunsthalle Mannheim, followed by a party
The Japanese artist Noritoshi Hirakawa shows works of his series "The reason of life" at the "2. Foto Festivals Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg 2007" with the title "Reality Crossings", curated by Christoph Tannert (director of Künstlerhaus Bethanien, Berlin). Hirakawa's photos will be shown in the Kunsthalle Mannheim.
80 artists from 25 countries will participate in the photo festival.
"Reality Crossings" means the convergence of the media planes occupied by cutting-edge photography with the realities of life around us. Basically all these implies are making visible what tends to be overlooked or ignored. The concept is centered on the socially interested glance that documents and perceives as an eye witness. The festival will show artistic stances that are committed to the ideals of the enlightenment from a conviction that dogmatically rigid historical judgements must be questioned.
M+M
"Un/Fair Trade"
"The Art of Fairness"
Neue Galerie Graz, Austria23/09-25/11/2007
opening: 22/09/2007, 5 p.m.
The German artist duo M+M (Marc Weis und Martin de Mattia) shows an installation at the prominent exhibition "Un/Fair Trade", presented by the Neue Galerie Graz in cooperation with the steirischer herbst" art festival (20.09.-14.10.2007) in Graz, Austria. The curators are Peter Weibel and Günther Holler-Schuster. M+M present their project Meet the artists wife".
Further artists: Neil Cummings/Marysia Lewandowska (GB), Stan Douglas (CAN), Elmgreen & Dragset (DK), Dionisio Gonzalez (E), Andreas Gursky (D), Romuald Hazoume (BJ), Kristian Hornsleth (DK), Casey McKee (USA), Fernando Morales (E), Vik Muniz (BRA), Christine S. Prantauer (A), Santiago Sierra (E/MEX), Allan Sekula (USA), u.a.
The exhibition "Un/Fair Trade" does not intend a simple continuation of current criticism of globalization. Instead, it takes a constractive look from various angles at fair trade or, more fundamentally, at fair exchange. By adding the projection of fact-based websites to space installations, documentary material and exhibits, "Un/Fair Trade" links art and science in a newsroom scenario of tightly packed images of a different form of commerce.
www.steirischerherbst.at/2007
www.neuegalerie.at
Art Fair
Cologne Fine Art 2007
31/10-04/11/2007
hall 05.2 stand-No. H 051The Baukunst Galerie will present the following artists:
Joachim Bandau
Henri Cartier-Bresson
Meta Isæus-Berlin
Craig Kalpakjian
Inta Ruka
KÜNSTLER/INNEN DER GALERIE
MAX ACKERMANN
PIERRE ALECHINSKY
JOACHIM BANDAU
SJOERD BUISMAN
ALEXANDER CALDER
HENRI CARTIER-BRESSON
EDUARDO CHILLIDA
OLIVER DORFER
SAM FRANCIS
GUNTER FRENTZEL
NORITOSHI HIRAKAWA
META ISÆUS-BERLIN
LISBETH JOHANSEN SJØVOLL
CRAIG KALPAKJIAN
CATHERINE LEE
DAVID LINDBERG
M+M
FRANÇOIS MORELLET
BLANCA MUÑOZ
JOAN HERNÁNDEZ PIJUAN
BARBARA ROTH
INTA RUKA
ALICE SCHORBACH
SEAN SCULLY
PHIL SIMS
PAUL SUTER
FREDERIC MATYS THURSZ
MARK TOBEY
QIN YUFEN
LINKS
Bilder, weitere Informationen zu Ausstellungen und zum Programm der Galerie sind zu finden unter:
www.baukunst-galerie.de
www.artnet.com/baukunst.html