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Bauhaus Archiv Berlin

Klingelhöferstraße 14
10785 Berlin - Tiergarten
Tel. 030 - 25 40 02 0, Fax 25 40 02 10;
Infoline: 030 - 25 40 02 78
geöffnet täglich außer dienstags 10 - 17 Uhr
bauhaus@bauhaus.de
www.bauhaus.de
vorausgegangene Ausstellung / previous exhibition

 

04.06. - 30.08. 2010

Lieferung mit Leuchtmittel

Licht von Ingo Maurer

 

(bitte beachten Sie die veränderte Laufzeit der Ausstellung)

Ingo Maurer gehört zu den international bekanntesten Lichtgestaltern. Seit vier Jahrzehnten entwickelt und produziert er Leuchten, Lichtobjekte und Beleuchtungskonzepte: Immer dem Handwerk verpflichtet, voll kreativer Ideen und technischer Innovationen avancierten sie zu Meilensteinen des Lichtdesigns. 1966 erhebt Maurer mit "Bulb" (engl. für Glühbirne) das Leuchtmittel selbst zum Gegenstand seiner Entwürfe und schafft damit den internationalen Durchbruch. Bis heute zieht sich die Glühbirne wie ein roter Faden durch sein Werk. Gegenwärtig kämpft er mit einem Silikon-Überzieher ("Euro Condom") gegen das Verkaufsverbot der Glühlampe. Außerdem arbeitet er an der Entwicklung eines neuen Leuchtmittels, genannt "WoonderLux", um seinen Enthusiasmus für die Glühbirne und die Suche nach energieeffizienteren Leuchtmitteln in eine harmonische Verbindung zu bringen.

 

Im Februar dieses Jahres wurde Maurer für sein Lebenswerk mit dem Designpreis der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Aus diesem Anlass zeigt das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung vom 4. Juni bis 30. August 2010 eine umfassende Werkschau des Lichtdesigners unter dem Titel "Lieferung mit Leuchtmittel ­ Licht von Ingo Maurer".

 

Bestellt man eine Leuchte bei Ingo Maurer, wird das Leuchtmittel ­ sei es eine Glühbirne oder Halogenlampe ­ mitgeliefert. Dies verdeutlicht sehr anschaulich Maurers Verständnis der Gesamtinszenierung von Licht: Maurer entwirft nicht nur Leuchten, sondern Lichtkonzepte, die sich auf den individuellen oder öffentlichen Lebensraum beziehen.

 

Maurers Objekte sind Unikate, einzelne Komponenten tauchen immer wieder auf und werden technisch stetig weiter entwickelt. Bekanntestes Beispiel ist das Niedervolt-Lichtsystem "YaYaHo" (1984), das aus Drahtseilen und einer Vielzahl einzelner Leuchtelemente besteht. Weit ungewöhnlichere Entwürfe nimmt Maurer mit LED oder OLED vor.

 

Aus humorvollen Wortspielen, lautmalerischen Namen oder eigenen Wortkreationen sind die Objektnamen zusammengesetzt: Die geflügelte Glühbirne "Lucellino" ist eine Schöpfung aus den italienischen Wörten "luce" (Licht) und "ucellino" (Vögelchen) und gilt als das Markenzeichen von Ingo Maurer. Auf seiner 2003 mit dem reddot design award ausgezeichneten Webseite kann man sich dazu einen wunderbar animierten Film ansehen.

Der 1932 geborene "Lichtpoet" gründete 1966 einen Einmannbetrieb, sein Team von mittlerweile 70 Mitarbeitern ist ein tragender Teil von seinem großen Erfolg. Gemeinsam findet in München der gesamte Gestaltungs- und Entwicklungsprozess statt, von der Idee bis zur Herstellung. 1999 eröffnete Maurer einen Showroom in New York, 2009 folgte ein zweiter in München.

Mehr Informationen unter:

www.bauhaus.de

www.ingo-maurer.com

Eröffnung: Do, 3.Juni 2010, 19 Uhr

 

 

 

09.06. - 08.11. 2010

T. Lux Feininger

 

T. Lux Feininger gehört zu den einflussreichsten Fotografen am Bauhaus. Der jüngste Sohn des Bauhaus-Meisters Lyonel Feininger dokumentierte seit 1926 die Arbeit der Bühnenklasse und gestaltete mit seinen bewussten fotografischen Inszenierungen die mediale Wirkung des Bauhauses mit. Den Umgang mit der Kamera brachte er sich selbst bei. Als einer der letzten Zeitzeugen des Bauhauses begeht T. Lux Feininger am 11. Juni 2010 seinen 100. Geburtstag. Zu diesem runden Jubiläum würdigt das Bauhaus-Archiv Berlin den Bauhäusler innerhalb der Ständigen Sammlung mit einer kleinen Hommage aus 17 Fotografien, die vom 9. Juni bis 8. November 2010 zu sehen sind.

 

T. Lux Feininger sah sich nicht als Fotograf, sondern als Maler und komponierte seine Fotos wie ein solcher: Auf den ersten Blick sehen seine Fotografien wie Schnappschüsse aus, erst beim genaueren Hinsehen erkennt man eine exakte Bildsprache, die Ungezwungenheit und Spontaneität suggeriert. T. Lux Feininger beherrschte dies wie kein anderer und so wurden seine Fotos unverzichtbarer Bestandteil der Bauhaus-Geschichte.

 

Für die Bauhaus-Kapelle fertigte er eine Reihe von Werbefotos an, die ihr Selbstverständnis, keine der üblichen Tanzkapellen zu sein, hervorheben. Nach intensivem Üben von Klarinette und Banjo, gelang es ihm, auch als Musiker Teil der Truppe zu werden.

 

Als T. Lux Feininger 1936 nach New York übersiedelte ließ er sein gesamtes Negativmaterial zurück. Das Bauhaus-Archiv Berlin sammelt seit vielen Jahren Fotos von T. Lux Feininger aus seiner Zeit am Bauhaus: Die kleine Hommage zum 100. Geburtstag zeigt davon eine besondere Auswahl.

 

 

 

15.09. - 08.11. 2010

Hajo Rose. Bauhaus Foto Typo

 

"Endlich ein Haus aus Stahl und Glas!" So begeisterte sich Hajo Rose (1910 ­ 1989) für das Dessauer Bauhaus-Gebäude, als er dort 1930 sein Studium begann. Zeit seines Lebens vertrat Rose die Methoden des Bauhauses: als Dozent an Hochschulen in Amsterdam, Dresden und Leipzig sowie als Künstler und Fotograf. Anlässlich seines 100. Geburtstages zeigt das Bauhaus-Archiv Berlin vom 15. September bis 8. November 2010 die erste umfassende Retrospektive des Bauhäuslers mit 80 Arbeiten aus den Bereichen Fotografie und Typografie.

 

Hajo Rose experimentierte mit den verschiedensten Materialien und Techniken. Die Fotomontage seines Selbstportraits kombiniert mit dem Dessauer Bauhaus-Gebäude (um 1930), der Surrealismus seiner Fotografie "Seemannsbraut" (1934) sowie die Stoffdruckmuster (1932), die er mit der Schreibmaschine gestaltete, stehen exemplarisch für den außergewöhnlichen Ideenreichtum des Künstlers. Auch an einer Werbekampagne für Jenaer Glas wirkte er mit ­ dieses erste herdtaugliche Haushaltsglas stand für modernes Produktdesign und zählt bis heute zu den Küchen-Klassikern.

 

Unmittelbar vor der Schließung des Bauhauses erhielt Hajo Rose als einer der letzten sein Abschlussdiplom. Die nachfolgenden Stationen prägten seine Biographie, die ein besonderes Beispiel für die Migrationsgeschichte vieler Bauhäusler nach 1933 darstellt: Nach einjähriger Assistenz im Berliner Büro von László Moholy-Nagy emigrierte Hajo Rose 1934 gemeinsam mit seinem Bauhaus-Kollegen Paul Guermonprez in die Niederlande. Dort arbeitete er als Werbegrafiker und unterrichtete an der Amsterdamer "Nieuwe Kunstschool". Auf der Weltausstellung in Paris 1937 wurde sein Plakat "Amsterdam" ausgezeichnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Rose als Gebrauchsgrafiker, Fotograf und Lehrer in Dresden und Leipzig tätig. Auch in der damaligen DDR setzte er sich für die Ideen des Bauhauses ein, das dort bis Mitte der 1960er Jahre als bourgeois und formalistisch galt. Rose trat aus der SED aus und nahm den Verlust seiner Tätigkeit als Dozent in Kauf. Fortan arbeitete er als einer der wenigen freiberuflichen Grafiker in der DDR. Im Alter von 79 Jahren verstarb Hajo Rose ­ kurz vor dem Mauerfall.

 

Die Ausstellung "Hajo Rose. Bauhaus Foto Typo" richtet den Fokus auf seine Zeit am Bauhaus und in Amsterdam und gibt einen Ausblick auf sein späteres Werk.

 

 

15. September ­ 8. November 2010

jeden Sonntag um 14 Uhr:

kostenlose Bauhaus_Sonntagsführung

durch die Sammlung Bauhaus und die Hajo Rose-Ausstellung

Anmeldung: b.mees@bauhaus.de, Tel: 030 ­ 25 400 243

 

 

Bauhaus_Brunch

Brunch und Führung durch die Hajo Rose-Ausstellung mit der Kuratorin Ulrike Staroste

Sonntag, 31.Oktober 2010, 11-13 Uhr

Kosten: 19. - (Brunch, Eintritt und Führung)

 

 

 
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